TISCHTENNIS: BUNDESLIGA TTBL

Zum Saisonabschluss ein elftes Heimspiel

Tischtennis

Bundesliga TTBL

Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen

(Sonntag, 15 Uhr, ARAG-Arena)

Ist dieses Spiel für den Wahl-Düsseldorfer Kilian Ort (er trainiert dort im DTTB-Leistungszentrum) eher ein Heimspiel in der Ferne oder ein Auswärtsspiel in seinem Zuhause? „Ich würde es als elftes Heimspiel betiteln. Der Mizuki wohnt ja sogar im selben Gebäudekomplex, muss noch nicht mal ?ne Jacke anziehen, um in die Halle zu gehen. Ich habe fünf Minuten zu Fuß. Wir trainieren in der Halle direkt neben der ARAG-Arena, in der am Sonntag gespielt wird.“

Breiter Düsseldorfer Kader

Drei Mal hat der TSV Bad Königshofen bisher gegen den Serien-Meister Borussia Düsseldorf gespielt. Drei Mal hatte man mit einem raschen Ende gerechnet. Drei Mal ging es ganz knapp aus, beim ersten Mal sogar mit einem 3:2-Sieg für den TSV. Und drei Mal war Timo Boll nicht dabei. Ihn einmal den Fans in Bad Königshofen präsentieren zu können, war nach der Personalie Kilian Ort der meistgenannte Grund, sich damals für den Aufstieg in die Bundesliga zu entscheiden. Ob Boll, seit dem 8. März 38 Jahre jung, drei Mal (2003, 2011 und 2018) die Nummer eins der Weltrangliste und siebenfacher Einzel-Europameister, diesmal mitspielt? Darüber machen sich die Königshöfer keinen Kopf. Wohl wissend, dass die besondere Stärke der Borussia in ihrem in der Breite starken Kader liegt. Der auch so breit sein muss, gilt es doch neben TTBL, DTTB-Pokal, nationalen wie Weltcup-Turnieren und WM auch in der Championsleague seinen Titel zu verteidigen. Ein 38-Jähriger muss da sorgsam mit seinen Kräften und der Gesundheit haushalten. In der vergangenen Saison schaffte der 30-fache Deutsche Meister Borussia Düsseldorf mit 71 Titeln in der Vereinsgeschichte das Triple.

Das er dieses Jahr nicht mehr erreichen kann, weil der Pokal schon seit Januar an Ochsenhausen vergeben ist. In der Championsleague gilt es kommenden Donnerstag gegen UMMC Jekaterinburg (mit Dmitrij Ovtcharov) im Rückspiel an selber Stelle einen 1:3-Rückstand wettzumachen. Am vergangenem Sonntag verteidigte Düsseldorf (ohne Boll) seinen zweiten Platz (30:8) hinter Ochsenhausen (32:6) mit einem 3:2-Sieg in Bremen, wobei beide Einzel gegen den künftigen Königshöfer Bastian Steger verloren gingen. Jetzt gäbe es verschiedene Überlegungen, wen der Borussen-Trainer Danny Heister für dieses letzte Liga-Spiel vor den Play-Offs nominiert. Es scheint alles denkbar bis hin zum Einsatz aller fünf Spieler, was dem Reglement entspräche und Sinn ergäbe.

Rätselraten um die Aufstellung

Selbst Kilian Ort, der ja das ganze Jahr in Düsseldorf trainiert, kann über die Aufstellung der Gastgeber nur mutmaßen, was letztlich auch mit der Tabellenposition zu tun hat. Düsseldorf ist Zweiter und bliebe es selbst bei einer knappen Niederlage, wenn die auch überhaupt nicht in das Selbstverständnis, noch dazu vor Jekaterinburg und vor den Play-Offs passte. Andererseits ist die Borussia in jeder denkbaren Aufstellung stark genug, um als hoher Favorit aufzulaufen. Timo Boll (WR-5.) hat bei sieben Einsätzen nur zwei von zwölf Spielen verloren. Eines davon gegen Ricardo Walther, der postwendend für die nächste Saison verpflichtet wurde. Der Inder Achanta (WR-33.) mit 5:1-Bilanz und der Ägypter Assar (WR-44.) mit 10:9 haben noch nie gegen einen Königshöfer verloren. Die beiden Schweden Karlsson (WR-15.) mit 15:6 und Källberg (WR-125.) mit 5:7 hingegen schon, sind aber ein Weltklasse-Doppel.

Schöner Saisonabschluss

Diese Qual der Wahl hat der TSV-Headcoach Koji Itagaki nicht. Sollte es bei Bence Majoros der Rücken zulassen, bekommt er seinen Abschiedseinsatz im TSV-Trikot, andernfalls Filip Zeljko plus Mizuki Oikawa und Kilian Ort. Wobei im Doppel, käme es dazu, ein Versuch mit Ort/Zeljko auch sinnvoll wäre. „Es ist sicher nicht unser wichtigstes Spiel der Saison, zudem ein Auswärtsspiel, ohne unser Publikum im Rücken. Ich habe gehört, dass sogar der Timo spielen will, um Spielpraxis zu sammeln für das Championsleague-Spiel. Damit siechen unsere eh nicht großen Siegchancen dahin. Wer auch immer gegen ihn spielt, es ist eine wichtige Erfahrung.“ Er spricht aus Erfahrung, hatte ja selber vor einem Jahr bei der DM in Berlin im Finale bereits seine Lehrstunde. „Wir werden auf jeden Fall versuchen dagegen zu halten und einen schönen Saisonabschluss zu haben.“ (rd)

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