TISCHTENNIS: BUNDESLIGA TTBL

Eine völlig neue Dimension

Die elf Vereine der Tischtennis-Bundesliga TTBL haben sich um eine Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 2019/20 beworben. Der neugegründete TTC Ebner Ulm erhält eine Wildcard. Somit könnte die Liga in der kommenden Saison aus zwölf Klubs bestehen: der Sollstärke. Das ist die wichtigste Information, die die Vertreter des TSV Bad Königshofen von der Tagung der TTBL in Fulda am Dienstag mitgebracht haben.

Andreas Albert äußert Bedenken

Um die Erteilung der Wildcard an Ulm rankte sich eine längere Diskussion, in der Andreas Albert vom TSV Bad Königshofen seine Bedenken vortrug. Man müsse aufpassen, dass es nicht wie im Fußball immer mehr nur ums Geld geht. Nachdem der TTC Jülich vor einem Jahr als Achter der 2. Bundesliga in die TTBL aufgestiegen war, sei dies eine völlig neue Dimension. Er bezweifle, dass der gemeine Tischtennis-Fan von der Kreisliga bis zur Bundesliga dafür Verständnis aufbringe. Während alle anderen Vereine teils massive Auflagen durch den Masterplan zu erfüllen und besonders die Kleinen daran schwer zu kauen hätten, gehe das per Handhebung über die Bühne.

Aufsichtsrat votiert einstimmig

Dennoch beschloss der Aufsichtsrat der TTBL Sport GmbH im Nachgang des mehrheitlichen Votums der elf Bundesligisten und nach vorherigem Austausch mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) dem Antrag nachzukommen, heißt es in einer Mitteilung der TTBL. Die Erteilung eines außerordentlichen Teilnahmerechts sei nach Maßgabe der TTBL-Spielordnung möglich geworden, da sich kein Zweitligist für eine Lizenz beworben hatte und die Sollstärke von zwölf Mannschaften durch die festgelegten Auf- und Abstiegsregelungen somit nicht erreicht wurde. „Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Argumente ist unsere Entscheidung im Aufsichtsrat schließlich einstimmig ausgefallen“, erklärte Andreas Preuß, Aufsichtsratsvorsitzender der TTBL Sport GmbH. „Wir sind uns einig, dass ein Engagement des TTC Ebner Ulm letztlich mehr Chancen als Risiken bietet.“

Ulm will sich langfristig etablieren

Hinter dem TTC Ebner Ulm steht die Ebner Media Group um Florian Ebner. „Wir werden von Beginn an konkurrenzfähig sein und wollen uns perspektivisch im oberen Mittelfeld der Tabelle langfristig etablieren“, sagte Ebner. „Das Engagement des TTC Ebner Ulm ist eine große Chance für die Liga“, begrüßt TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle die Entscheidung des Aufsichtsrats. Mit der Bewerbung der Vereine ist die erste Stufe des Lizenzierungsverfahrens für die Saison 2019/20 abgeschlossen. Nun müssen sich die Bewerber dem Lizenzprüfverfahren stellen, in dem die rechtlichen, personellen, administrativen, infrastrukturellen und finanziellen Kriterien der Vereine geprüft werden.

TSV sieht sich gut gerüstet

Andreas Albert kommentierte die Entscheidung pro Ulm mit gemischten Gefühlen. „Gemischt heißt für mich, dass ich mögliche positive und negative Folgen sehe. Es bedeutet, dass es einen Abstiegskampf geben wird, gegen den im Grunde nichts einzuwenden ist. Was es für die Entwicklung deutscher Nachwuchsspieler bedeutet, können einem Bedenken kommen. Es kann aber auch zur Folge haben, dass der eine oder andere Traditionsverein mit großen Verdiensten für den deutschen Tischtennissport aus der Liga verschwindet. Wir sind gerüstet und lassen die Dinge auf uns zukommen.“

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