TISCHTENNIS: BUNDESLIGA TTBL

Weltklasse im Grabfeld

Bence Majoros (links, im Doppel mit Kilian Ort) spielt im letzten Heimspiel der Saison 18/19 gegen Ochsenhausen zum letzten Mal vor Heimpublikum. Nächsten Sonntag noch ein Spiel beim amtierenden Meister Düsseldorf, dann trennen sich die Wege von ihm und dem TSV. Foto: Rudi Dümpert

Tischtennis

Bundesliga TTBL

TSV Bad Königshofen – TTF Ochsenhausen (Sonntag, 15 Uhr, Shakehands-Arena)

Zum letzten Heimspiel, bevor es nächsten Sonntag, 17. März, zum deutschen Meister nach Düsseldorf geht, empfängt der TSV Bad Königshofen (8./12:24) den aktuellen Tabellenführer TTF Liebherr Ochsenhausen (1./26:6) in der Shakehands-Arena. Die Vereinsstrukturen, die hinter beiden Mannschaften stehen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Lediglich in der Medaillen-Ausbeute bei den letztes Wochenende in Wetzlar ausgetragenen deutschen Meisterschaften schnitt der TSV Bad Königshofen besser ab, weil die Oberschwaben überhaupt keinen deutschen Spieler im Kader haben, Kilian Ort aber eine Bronzemedaille im Mixed mitgebracht hat.

Ein reiner Tischtennisverein

Die TTF (Tischtennisfreunde) sind ein reiner Tischtennisverein und Liebherr im Namen weist bereits auf das unterschiedliche wirtschaftliche Potenzial hin. Die Unternehmensgruppe mit über 43.500 Mitarbeitern hat den TTF eine topmoderne Tischtennis-Funktionshalle hingestellt. In der Liebherr-Tischtennis-Akademie leben, trainieren und bezahlen dafür Spieler aus der ganzen Welt. Die besten behält man, entwicklungsfähige werden von einem Manager an andere Vereine vermittelt, so wie Bence Majoros nach Bad Königshofen, und bei guter Entwicklung, so wie bei Joao Geraldo vom TSV, wieder zurück geholt.

Von den fünf Spielern des aktuellen Kaders von Trainer Kristjan Pejinovic sind mit dem Brasilianer Hugo Calderano (6.) und dem Koreaner Jang Woojin (11.) zwei in bzw. nahe den Top 10 der Weltrangliste. Der Franzose Simon Gauzy war vor seiner Verletzung die Nummer 8, jetzt ist er auf 31. Der Österreicher Stefan Fegerl (64.) und der Pole Jakub Dyjas (69) sind immer noch besser platziert als die drei Königshöfer Oikawa (77.), Majoros (130) und Ort (201).

Wenn Weltranglistenplatzierungen auch eine begrenzte Aussagekraft besitzen und einzelne Überraschungen immer möglich sind, machen sie aber dennoch den krassen Unterschied deutlich. Die Gäste haben vor dieser Runde mit ihrer Kader-Zusammenstellung dem Serien-Meister Borussia Düsseldorf den Kampf angesagt, ihm im Januar schon mal den DTTB-Pokal weg geschnappt und werden so aussichtsreich wie seit Jahren nicht mehr in die Play-Offs der ersten Vier einziehen.

Noch nie etwas geerbt

Ein Sieg in Bad Königshofen ist nötig, um als Erster im Halbfinale auf den vermeintlich leichteren Vierten zu treffen, wahrscheinlich Saarbrücken. Beides, Pokalsieg und Meistertitel, hält Kilian Ort für „längst überfällig.“ Ob sie in Bestbesetzung, also mit Calderano und Gauzy, ins Grabfeld kommen, hält er nicht für sicher. Kilian Ort: „Calderano ist der Top-Spieler der Liga und steht nicht umsonst so weit vorne. Er hat am Saisonanfang mal ein paar Spiele verloren, aber in der Liga schon lange nicht mehr. Wenn man seine Pokalbilanz anschaut, hat er ihn fast alleine gewonnen, kein einziges Spiel verloren. Bei dem großen Event im Audi Dome in München vor 4.500 Zuschauern hat er gegen Düsseldorf beide Einzel gewonnen und zum 3:2-Sieg gegen den Meister erheblich beigetragen. Aber selbst ohne Calderano haben wir im Hinspiel nur einen Satz gewonnen. Dyjas spielt eine super Saison (11:3), Fegerl (7:6) hat unseren Mizuki geschlagen. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler, besonders im defensiven Bereich. Simon Gauzy (12:8) ist auch ein Top-Spieler. Ach was, sie haben nur Top-Spieler in der Mannschaft. Die Zuschauer können davon ausgehen, dass sie sehr schöne Ballwechsel geboten bekommen werden. Bisher konnten wir noch nie was gegen sie ernten“ (1:3, 1:3, 0:3). „Ich hoffe, dass sich das am Sonntag etwas ändert.“

Abschied von Bence Majoros

Für die nächste Saison, nach fünfmonatiger Tischtennis-Fastenzeit, planen beide Vereine auf weiterhin verschiedenem Niveau noch mehr Qualität und Durchschlagskraft. Bei Ochsenhausen reichen die Ressourcen problemlos, um die Erfolgsmannschaft zusammen zu halten. Beim TSV Bad Königshofen spielt Bence Majoros zum letzten Mal vor Heimpublikum. Sein neuer Verein ist noch nicht bekannt. Die vage Hoffnung, dass er eine ähnliche Entwicklung nehmen könnte wie Darko Jorgic in der Vorsaison, erfüllte sich nicht. Mit Bastian Steger kommt von Werder Bremen ein erfahrener Spieler mit erfolgreicher Vita, der, kann er seine Form dieser Saison konservieren, zu großen Hoffnungen Anlass gibt. (rd)

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