FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Höchste Disziplin und Konzentration

Fußball (rd)

Bayernliga Nord DJK Gebenbach – TSV Aubstadt (Samstag, 16 Uhr, Sportgelände Gebenbach)

So wie sich die Oberpfälzer einst fragten, wo liegen denn Großbardorf und Aubstadt, so ging es vor dieser Runde den Unterfranken mit Gebenbach. Der Ort ist mit seinen drei Gemeindeteilen rund 900 Einwohner groß und liegt im oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach, 80 km östlich von Nürnberg. Das Dorf und der Verein sind in einigen Details vergleichbar mit Aubstadt und dem TSV. Dessen Trainer hatte diese Woche „endlich wieder mal mehr Zeit zwischen zwei Spielen, die wir vorwiegend zur aktiven Regenartion genutzt und das Tempo raus genommen haben.“

Was für ein gutes Grundlagentraining in der Saison-Vorbereitung des Aubstädter spricht, ist ihre Fitness und körperliche Verfassung am Ende von drei Wochen mit sieben Spielen. Von denen ihnen sogar das letzte – 4:0 gegen Weiden – am leichtesten fiel. Was natürlich auch an einer sorgfältigen Rotation lag, durch die nur wenige Spieler die volle Wucht spürten und jeder Verschnaufpausen bekam. Aus dem Erfolgsrahmen fiel nur das Totopokal-Spiel gegen Schweinfurt 05. Die Aufgaben in der Liga wurden mit Bravour gelöst, so dass man nach einem guten Viertel der Saison mit 22 Punkten in der Verfolgerrolle auf Platz 2 hinter dem SC Eltersdorf sehr gut da steht.

Francic hatte somit auch alle Zeit der Welt, um sich Informationen über diesen Gegner einzuholen, „von dem wir bisher nur wenig wussten.“ Vor fünf Jahren spielte er noch in der Kreisliga, 2015 in der Bezirksliga und bis Mai 2017 in der Landesliga, die er als Meister (74) mit zehn Punkten Vorsprung vor Donaustauf beendete. Für Trainer Faruk Maloku, ein in Weiden geborener, waschechter Oberpfälzer, war es nach seinem Intermezzo bei Bayern Hof der größte Erfolg am Ende seiner zweiten Saison bei der DJK, für diese in ihrem 57. Jahr der Vereinsgeschichte natürlich ebenso. Was legte der Aufsteiger dann für einen Saisonstart hin, sorgte mit dem 3:0 in Hof und dem 2:0 gegen Großbardorf für Furore. Vom Platz an der Sonne ist er inzwischen nach nur noch einem weiteren Sieg (5:2 gegen Forchheim) bei einem Unentschieden und fünf Niederlagen) auf Rang 11 abgerutscht.

Ihr Angriff (18) hat nur ein Tor weniger geschossen als der Aubstädter. Gleich zehn Spieler betätigten sich als Torschützen. Mehr als die 24 Gegentore (Aubstadt 5) hat nur Erlenbach bekommen. Etwas verwunderlich, stehen doch die ältesten und erfahrensten Spieler in der Abwehr. Oliver Gorgiev (36) zum Beispiel bringt wie fünf andere Regionalliga-Erfahrung mit, war u. a beim FC Schweinfurt 05 und FC Amberg aktiv. Des Weiteren rekrutiert sich der DJK-Kader aus Spielern, die aus Bayreuth, Hof, Weiden und dem nahen Tschechien Erfahrung mitbringen. „Ich gehe davon aus, dass sie die Qualität für die Bayernliga haben und besonders zu Hause gefährlich sind. Wir wissen, dass eine schwere Aufgabe vor uns steht und müssen diese Herausforderung annehmen. Es wird gewiss ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen Weiden“, mahnt Francic „höchste Disziplin und Konzentration“ an. „Und was hinzu kommt: Ich kenne den Maloku, ein netter Kerl. Seine Mannschaften spielen risikolos, sehr diszipliniert und geben dir wenig Möglichkeit, dass du durch Pressing den Ball gewinnst. Es wird also ein Spiel, in dem du konzentriert bis zur letzten Sekunde arbeiten und dir keinen Fehler erlauben darfst.“

Auf seinen Chef der Abwehr Christian Köttler muss Francic dieses Mal noch verzichten. „Erfreulich, dass sich der Julius Benkenstein nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet und seine Aufgabe gegen Weiden gut gemacht hat.“ Er ging den Weg des sorgsamen Aufbaus über die Reserve in der Kreisklasse zurück in die Bayernliga. „Durch ihn können wir Köttlers Kopfballstärke eins zu eins ersetzen.“ Bei den beiden Stürmern Max Schebak und Marino Müller hofft er, dass sie nächste Woche wieder mit dem Training anfangen können. Auch auf Felix Reusch (Urlaub) müsse er ein Spiel verzichten.

Außer diesen und Sascha Bäcker sind alle da und fit, „so dass wir wieder eine Top-Elf zusammen kriegen. Unser Kader ist deshalb so breit aufgestellt, dass wir drei, vier Ausfälle verkraften können.“ Der Mannschafts- und Fanbus startet um 11 Uhr an der Schule.

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