HANDBALL: 3. LIGA MITTE

Jetzt oder nie heißt es für den HSC

Max Bauer (im Bild) zeigte im Testspiel des HSC Bad Neustadt gegen die Nationalmannschaft der USA eine gute Leistung und möchte diese nun auch gegen den TV Kirchzell abrufen.
Max Bauer (im Bild) zeigte im Testspiel des HSC Bad Neustadt gegen die Nationalmannschaft der USA eine gute Leistung und möchte diese nun auch gegen den TV Kirchzell abrufen. Foto: Anand Anders

Handball

3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – TV Kirchzell (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister-Goebels-Halle)

„Schicksalsspiel, Sechs-Punkte-Spiel, wegweisend“ – so lauten die Einschätzungen der Verantwortlichen und Fans des HSC Bad Neustadt vor dem Heimspiel der Rotmilane (16./1:17) gegen den TV Kirchzell (13./5:13). Alle gemeinsam haben sie, dass sie den ersten Saisonsieg des HSC herbeisehnen.

„Wenn wir die Leistung der zweiten Halbzeit in Gelnhausen wiederholen können und nicht in unglückliche Unterzahlsituationen geraten, wegen derer wir dann doch noch einen Punkt in der Schlussphase verloren haben, besteht große Hoffnung“, erklärte Dieter Schulz, Geschäftsführer der HSC-Spielbetriebs-GmbH. Dieser Aussage konnte HSC-Coach Frank Ihl nur zustimmen: „Im letzten Spiel hat sich die Mannschaft nach einem deutlichen 5:11-Rückstand zusammengerissen und völlig verdient den ersten Punkt in der Saison geholt“.

Unentschieden in der Relegation

Daran gelte es gegen den Mit-Aufsteiger TV Kirchzell anzuknüpfen. Aber auch die Odenwälder dürften mit ordentlich Selbstvertrauen auflaufen, feierten sie am vergangenen Wochenende beim 30:25-Auswärtssieg beim HC Elbflorenz II doch den zweiten Saisonsieg. So machte man in der Tabelle Boden gut und hat das Ziel Klassenerhalt weiter fest im Blick. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem TV Kirchzell und dem HSC Bad Neustadt liegt gerade einmal fünf Monate zurück. Im Relegationsspiel in Kirchzell gab es nach einer spannenden Auseinandersetzung ein 26:26-Unentschieden, was sowohl für den Bayernliga-Meister als auch den hessischen Oberligameister Grundlage zum Sprung in die 3. Liga war.

In personeller Hinsicht hat sich bei beiden Kontrahenten seitdem wenig getan, so dass sich die Akteure weitgehend bekannt sind. Das gilt besonders für Gäste-Trainer Andreas Kunz. Der frühere Torjäger des TV hat sich mit den HSC-Spielern Gary Hines, Franziskus Gerr und Felix Schmidl schon oft persönliche Duelle geliefert. Für Frank Ihl sind die Kirchzeller dagegen eher unbekannt. „Aber ich habe gute Informationen von meinem Co-Trainer Igor Mjanowski bekommen. Zudem habe ich mir durch das Videostudium ein aktuelles Bild vom Gegner verschaffen können. Kirchzell ist unbequem zu bespielen und hat gerade erst auswärts gepunktet.“ Die Kirchzeller agieren kompakt und verfügen mit Tobias Jörg und Niklas Eul über erfahrene Keeper. Im Angriff kann der TV auf die Brüder Tim und Lukas Häufglöckner bauen. Der Ex-Großwallstädter Kreisläufer Antonio Schnellbacher ist zudem am Kreis brandgefährlich.

Personelle Sorgen bei Kirchzell

In Dresden zeigten die Gäste laut Aussage ihres Trainers allerdings Schwächen im Rückraum sowie im Überzahlspiel. Zudem hat Andreas Kunz mit personellen Problemen zu kämpfen. Auf Niklas Depp (schwere Knieverletzung) muss er schon länger verzichten und in Dresden zog sich zudem sein Spielmacher Brian Heinrich einen Bänderriss zu, was eine enorme Schwächung bedeutet. „Wir müssen jetzt aber erst einmal auf uns schauen“, meint Ihl, der mit der Leistung seiner Schützlinge am Mittwochabend gegen die Nationalmannschaft der USA nur bedingt zufrieden war. „Gegen einen spielerisch limitierten Gegner, was das Testspiel eher zu einem Trainingsspiel machte, darfst du nicht nur zwanzig Minuten konzentriert spielen. Vor allem die Deckung muss insgesamt besser stehen“.

Lehren aus dem Testspiel

24 Gegentreffer waren einfach zu viel, wobei es noch wesentlich mehr hätten sein können, wenn die US-Boys nicht freie Würfe kläglich vergeben hätten oder an den ordentlich parierenden Torhütern Felix Schmidl und Nick Weber gescheitert wären. „Da müssen wir einfach kompakter agieren“, so Ihl, der über das Deckungssystem noch nicht entschieden hat. Im Angriff hofft er auf mehr Durchschlagskraft, „da müssen wir einfach mutiger in die Abwehr des Gegners stoßen und bei freier Bahn auch den Abschluss suchen“. Gemeint dürften da wohl Maximilian Drude und Vilim Leskovec sein, die sich teilweise zögerlich präsentierten. Stark gegen die USA agierten hingegen die auf Rechtsaußen eingesetzten Max Bauer und Ioannis Fraggis. Auch Jure Fistonic, der viel Spielzeit im halblinken Rückraum erhielt, wusste zu überzeugen. Bis auf Leon Rastner steht dem HSC-Coach gegen den TV Kirchzell der komplette Kader zur Verfügung.

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