HANDBALL: 3. LIGA MITTE

HSC ohne Trainer zum Ersten

Ohne seinen Trainer Frank Ihl (vorne stehend) muss der HSC Bad Neustadt das Auswärtsspiel beim Tabellenführer TV Großwallstadt bestreiten.
Ohne seinen Trainer Frank Ihl (vorne stehend) muss der HSC Bad Neustadt das Auswärtsspiel beim Tabellenführer TV Großwallstadt bestreiten. Foto: Thomas Euring

Handball

3. Liga Mitte TV Großwallstadt – HSC Bad Neustadt (Sonntag, 17 Uhr, Untermainhalle Elsenfeld)

Auf ein Handballwunder hofft der HSC Bad Neustadt (16./1:25), wenn er am Sonntagmittag die Fahrt in die Elsenfelder Untermainhalle antritt. Denn der Gegner aus Großwallstadt (1./21:5), der sich schon vor Saisonbeginn die Meisterschaft als Ziel setzte, hat nach einem etwas holprigen Saisonstart den Worten Taten folgen lassen und ist durch den klaren 30:21-Heimsieg vor einer Woche gegen den Tabellenzweiten HSG Nieder-Roden an die Tabellenspitze gestürmt. „Aufgrund der Tabellenkonstellation braucht man nicht lange herumzureden, wer für dieses Spiel in der Favoritenrolle ist“, sagt HSC-Coach Frank Ihl, der im Vorfeld zwar nicht die Flinte ins Korn werfen will, aber von einer „Herkulesaufgabe“ seiner Schützlinge spricht.

Taktische Varianten

Auch TVG-Coach Frank Bader sieht sein Team favorisiert, doch unterschätzen mag er das Schlusslicht im Unterfrankenderby nicht. „Bad Neustadt hat nichts zu verlieren“, warnt er. Bader erwartet taktische Varianten und wäre nicht überrascht, wenn die Rotmilane vom Anpfiff weg in Manndeckung agieren und einen siebten Feldspieler in der Offensive aufbieten würden. Ob dem so sein wird, wollte der HSC-Trainer natürlich nicht verraten, wollte es aber auch nicht ausschließen. „Sicher ist, dass alle Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, wenn wir ein vernünftiges Ergebnis oder gar einen Punktgewinn erreichen wollen.“

In personeller Hinsicht sieht es bei den Gästen nicht so gut aus. Der Trainer selbst sowie sein Co-Spielertrainer Benjamin Trautvetter werden bei dieser Partie aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein. Ausfallen wird mit Sicherheit Linksaußen Martin Bieger, der an einer Knieentzündung laboriert. Das Team wird in Elsenfeld von Dieter Schulz gecoacht. „Wir haben uns in Sachen Taktik abgesprochen“, sagt Ihl.

Viel Erfahrung bei Großwallstadt

Der Kader der Großwallstädter ist dagegen mit Spielern gespickt, die schon mehrfach gegen die Bad Neustädter aufgelaufen sind. Vom damaligen Aufgebot tragen noch die meisten Akteure das weiß-blaue Trikot. Gerade die Leistungsträger wie Kapitän Florian Eisenträger oder der frühere Nationalspieler Michael Spatz sind wichtige Stützen im Spiel des TVG. Dreh- und Angelpunkt ist aber Mario Stark, der von den früheren Rimparern Jan Winkler und Lars Spieß, beide im Rückraum aktiv, sowie dem Kreisläufer Dino Corak unterstützt wird. Ein für die HSC'ler neues Gesicht steht mit Jan-Steffen Redwitz im Tor. Der gebürtige Hösbacher kehrte nach Jahren vom ThSV Eisenach an den Untermain zurück und war mit vielen Paraden Garant des letztwöchigen Erfolges vor der tollen Heimkulisse von 2500 Zuschauer.

Diesmal wird die Halle wohl nicht ausverkauft sein, die Partie ist kein Topspiel und die Gäste werden wohl nicht viele Fans mitbringen. „Trotzdem werden wir kämpfen wie die Löwen“, hofft Frank Ihl. „Unser Abstand zum rettenden Ufer beträgt schon sieben Punkte, da muss jedem klar sein, dass wir auch in dieser Partie nichts zu verschenken haben.“ Seine Forderung an die Mannschaft lautet, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen und sich nicht vom wahrscheinlich hohen Tempo der Hausherren anstecken zu lassen. „Das würde zu Ungenauigkeiten im Spielaufbau und beim Abschluss führen“, glaubt Ihl.

Chemie in der Mannschaft stimmt

Trotz der misslichen Tabellensituation seien die Spieler nach den Trainingseindrücken immer noch motiviert, „alle hängen sich rein und pushen sich gegenseitig hoch, was auch für die Chemie innerhalb der Mannschaft spricht“, so Ihl. Es müsste sich aber auch einmal in einem positiven Ergebnissen niederschlagen. Eine Hoffnung, die das gesamte HSC-Lager umtreibt. (ba)

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