TISCHTENNIS: TTBL

Die Saison des TSV Bad Königshofen ist vorbei

Die Mitgliederversammlung des TTBL-Trägervereins, zusammen mit der Gesellschafterversammlung der TTBL Sport GmbH, war Monate im Voraus für diesen Mittwoch im Maritim-Hotel in Fulda terminiert. Die lange vorher feststehende Tagesordnung der TTBL (Zusammenschluss der in der Tischtennis-Bundesliga spielenden Vereine) mit 23 Tagesordnungspunkten wurde indes von den Entwicklungen um das Coronavirus überholt. So rankten sich die Diskussionen der fünfstündigen Veranstaltung schwerpunktmäßig nicht um die geplanten Themen, sondern um Austragung oder Ausfall des letzten Spieltags.

Man einigte sich auf eine Reihenfolge der Vorgehensweise „Stand heute, weil wir nicht wissen, was morgen ist“, so der TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle. Demnach sollte die Saison nicht vorzeitig abgebrochen und am letzten Spieltag festgehalten werden. Kompromisse bezüglich „Wo gespielt wird“ wurden in den Raum gestellt, ebenso das Abtreten des Heimrechts an den Gast und das Spielen vor begrenzter Zuschauerzahl bis hin zum Ausschluss der Öffentlichkeit. All das gehörte zwei Tage später der Vergangenheit an.

Am Freitag teilte Patrick Wichmann, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TTBL Sport, mit, dass die Tischtennis-Bundesliga auf die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie reagiert. Wichmann schreibt: „Der 22. Spieltag wird ersatzlos gestrichen.“ Und damit auch das Bad Königshöfer Heimspiel gegen Fulda. Weiter heißt es: „Die Hauptrunde ist somit vorzeitig beendet. Stattfinden sollen die Play-offs, die jedoch auf jeden Fall bis mindestens zum 17. April ausgesetzt werden.“ Das haben die TTBL-Vereine und die Spielleitung der TTBL Sport GmbH in Abstimmung mit dem Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) beschlossen.

Bad Königshofen bleibt Neunter

Die Führungsriege der Tischtennisabteilung des TSV Bad Königshofen – Andy Albert, Udo Braungart, Josef Ort zusammen mit dem Vorsitzenden Thorsten Eckart – stimmten diesem Vorschlag ebenfalls zu. Damit beendet der TSV die Saison als Neunter. Das für den 22. März angesetzte Heimspiel gegen Fulda wird ersatzlos gestrichen.

Zurück zur Mitgliederversammlung: Dort kamen Ankündigungen auf den Tisch, die als Quintessenz schon Auswirkungen auf die nächste Saison haben werden. „Rechnen Sie nicht mehr damit, dass Ihr Spiel gegen Düsseldorf an einem Sonntag ausgetragen wird“, warf der Manager des Rekordmeisters Borussia Düsseldorf und gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzende der TTBL-GmbH, Andreas Preuß, in den Ring.

Reduzierung von zwölf auf zehn?

Diskutiert, aber noch nicht beschlossen wurde eine Reduzierung der TTBL von zwölf auf zehn oder gar noch weniger Vereine. Der Grund dafür liege darin, dass die großen und erfolgreichen Vereine bis zu doppelt so viele Spieltage im Jahr haben wie die kleinen. Konkret: Düsseldorf kommt in dieser Saison mit TTBL, DTTB-Pokal, Play-off-Runde und Champions-League auf 46 Spieltage, Bad Königshofen auf 23. Preuß sagte: „Kein erfolgreicher Spieler unterschreibt einen Vertrag für 46 Spiele. Selbst euer Oikawa steht nur begrenzt zur Verfügung. Wir müssen die Spieltage irgendwie reduzieren.“ Das Gegenargument der kleinen Vereine lautete: „Die Großen haben Großsponsoren. Wir brauchen die Zuschauer-Einnahmen für unseren Etat.“ Und zu Werktag-Spieltagen: Extrem schwierig, wenn die Halle nachmittags bis fünf und am nächsten Morgen wieder ab acht Uhr von Schulen genutzt wird.

Und, vergleichbar mit der geplanten Klub-WM der FIFA, packt die ITTF (International Tabletennis Federation) in den eh schon prallvollen Rahmenterminplan mit Weltcup-Turnieren verschiedener Prioritätsstufen und Meisterschaften noch vier weitere Premium-Turniere für die 64 und vier für die 32 Weltbesten über je zehn Tage, die ebenso wie alle anderen an Sonntagen enden. (rd)

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