HANDBALL:

Aufstiegsverzicht des TSV Mellrichstadt wahrscheinlich

Vor gut zwei Wochen hatte der Bayerische Handball-Verband (BHV) die Saison 2019/2020 für beendet erklärt (wir berichteten). Anhand einer Quotientenregelung wurden daraufhin die Abschlusstabellen in den jeweiligen Ligen ermittelt. Das Männerteam des TSV Mellrichstadt schloss die Saison in der Bezirksliga Nord nach dieser Regelung auf dem zweiten Tabellenplatz ab und hätte demnach die Möglichkeit gehabt, an der Aufstiegsrelegation zur Bezirksoberliga teilzunehmen.

Keine Aufstiegsambitionen

Da auf absehbare Zeit allerdings keine Handballspiele stattfinden können, hat der BHV nun den Inhabern eines Aufstiegs-Relegationsplatzes ein direktes Aufstiegsrecht zugesichert. „Für uns kam diese Entscheidung etwas überraschend. Wir haben auch keine großen Ambitionen, in die Bezirksoberliga aufzusteigen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Steffen Fiedler. Eine definitive Entscheidung darüber, ob man auf den Aufstieg in die Bezirksoberliga verzichtet, sei aber noch nicht gefallen. „In der Bezirksliga können sich unsere Jugendspieler leichter an den Männerbereich gewöhnen“, ist sich Fiedler sicher. Da in der kommenden Saison die beiden unterfränkischen Bezirksligen zusammengelegt werden sollen, sei zudem von einer Anhebung des Niveaus auszugehen.

Außerdem äußert er weitere Bedenken, sollten aus den beiden Bezirksligen jeweils zwei Teams aufsteigen: „Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, wie eine Saison in der Bezirksoberliga mit dann 15 Teams durchgeführt werden soll – zumal der Saisonstart im September ja auch noch fraglich ist.“ Generell sei in der aktuellen Lage vieles Ungewiss. „Einige unserer Jugendspieler stehen unmittelbar vor ihren Schulabschlüssen. Sie hatten bereits konkrete Pläne für die Zukunft, beispielsweise ein Jahr im Ausland“, sagt Fiedler. „Momentan wissen wir aber nicht, welche Spieler uns in der neuen Saison überhaupt zur Verfügung stehen. Daher überlegen wir, ob wir überhaupt eine zweite Männermannschaft melden.“

Zukunft der A-Jugend ungewiss

Vor den gleichen Problemen steht Fiedler im Jugendbereich. Da dort die Qualifikationsturniere nicht stattfinden können, wurden vom Verband bereits Überlegungen für ein Ranking angestellt. „In diesem Ranking würde unsere A- und B-Jugend für die Bezirksoberliga gelistet werden. Mit der B-Jugend wollen wir auch in der Bezirksoberliga antreten, bei der A-Jugend steht hingegen noch nicht einmal fest, ob wir überhaupt eine Mannschaft melden können“, sagt Fiedler. Im schlechtesten Fall stünden ihm hier nur sechs Spieler zur Verfügung. „Und bei jedem Spiel auf mehrere B-Jugend-Spieler zurückgreifen zu müssen, ist sicher auch nicht sinnvoll.“ (fka)

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