Bad Königshofen

Der Druck liegt beim TSV Bad Königshofen

Filip Zeljko (im Bild)  hat bisher eine 5:6-Bilanz für gespielt und könnte am Sonntag das Zünglein an der Waage sein für den TSV Bad Königshofen im Spiel gegen den SV Werder Bremen.
Foto: Rudi Dümpert | Filip Zeljko (im Bild)  hat bisher eine 5:6-Bilanz für gespielt und könnte am Sonntag das Zünglein an der Waage sein für den TSV Bad Königshofen im Spiel gegen den SV Werder Bremen.

Tischtennis Bundesliga

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen (Sonntag, 15 Uhr, Shakehands-Arena)

Die Sportart ist Programm: Es geht Schlag auf Schlag, so wie es im Tischtennis selber der Fall ist. Der TSV Bad Königshofen durfte in der Tischtennis-Bundesliga nur von letztem Freitag bis Sonntag Platz nehmen auf Play-off-Rang 4, um sich nach der 1:3-Niederlage gegen Borussia Düsseldorf wieder anstellen zu müssen in der Reihe der Aspiranten auf einen der vier begehrten Plätze.

Wobei die Aussichten nach wie vor sehr gut wären, gelängen am Sonntag gegen den SV Werder Bremen und Dienstagabend in Fulda (19 Uhr) zwei Siege. Der TSV (6./16:12 Punkte) hätte es dann selber in der Hand, muss noch beim 1. FC Saarbrücken (2./18:10), beim TTC Neu-Ulm (4./18:10) und beim ASV Grünwettersbach (5./16:12) antreten. Ein schweres Programm, aber diesem TSV-Quartett graut es anscheinend vor keinem noch so starken Gegner.

In Bremen siegte nur Steger

Bei der Hinspiel-Niederlage an der Weser gewann nur Bastian Steger sein Einzel gegen Marcelo Aguirre, während Abdel-Kader Salifou gegen Vizeweltmeister Mattias Falck (0:3) und Kilian Ort gegen Kirill Gerassimenko (1:3) unterlagen. Das widerfuhr auch Steger im Spitzen-Einzel gegen Falck (0:3). Zu der Zeit, es war das zweite Spiel der Saison, waren die Hanseaten noch bärenstark. Inzwischen wurden sie bis auf Rang 9 durchgereicht. Mit 12:16 Punkten müssen sie nach dem Strohhalm greifen und diese Begegnung unbedingt gewinnen, sonst können sie die Saison abhaken. Dann würde nach oben nichts mehr gehen und nach unten nichts mehr anbrennen.

Im Umkehrschluss liegt der erhöhte Druck auf dem TSV. Doch für diese Sportart ist eh nur geeignet, wer Druck aushalten kann, von einzelnen Ballwechseln über Satz-Enden, Spielausgänge, Auf- oder Abstieg bis hin zur gesamten persönlichen Karriere. Bastian Steger (39) lebt mit ihm seit über 30 Jahren, davon 23 als Profi. Kilian Ort (24) hat an Reife und Stabilität gewonnen und ist mit der Gesundheit, die ihm schon viele Striche durch die Rechnung gemacht hat, auf einem guten Weg. Filip Zeljko hat über ein größeres Trainingspensum und mehr Siege sein Selbstvertrauen, das A und O aller Erfolge, aufgerüstet. Während es für Abdel-Kader Salifou aufgrund abnehmender Einsätze bei negativer Bilanz damit immer schwieriger wird.

Startet der TSV eine neue Serie?

Kann der TSV nach der gerissenen Sechs-Siege-Serie eine neue starten, Bastian Steger? Der denkt gleich weiter und nimmt es mit Humor: "Ja, wenn wir wieder sechs Siege hinlegen könnten, würde das jeder von uns unterschreiben. Doch Gemach, es wird ein schweres Spiel, was die Vorrundenniederlage schon andeutet. Gewiss wurde unser Lauf gestoppt, aber verstecken müssen wir uns nicht. Sie haben mit Falck den Vizeweltmeister dabei und gegen den wird es sehr schwierig zu punkten." Bremen war über Jahre ein Play-off-Kandidat oder sogar -Teilnehmer. Die direkte Bilanz spricht eindeutig für die Gäste. "In Hochform sind sie zurzeit vermutlich nicht und deshalb hoffen wir, dass wir sie diesmal packen können."

Ähnlich sieht es Kilian Ort und verweist zuallererst auf den schwedischen Vizeweltmeister Falck, der den Platz von Steger in Bremen eingenommen hat nach dessen Wechsel von der Weser an die Fränkische Saale. "Der ist ein verlässlicher Punktelieferant für seine Mannschaft“, in seiner zweiten Saison mehr als in der ersten. „An seiner Bilanz kann man ablesen, dass er ein bisschen Probleme mit Linkshändern hat. " Aber davon gibt es keinen beim TSV, "selbst wenn der Basti auch mit links einen ganz guten Touch hat. Deshalb müssen wir uns intensiv Gedanken, wie wir ihn knacken können. Das gilt für die anderen Spieler, die kommen, natürlich ebenfalls. Dann hoffen wir auf ein gutes Spiel und dass wir es enger gestalten können als das Hinspiel oder letzte Saison, wo wir das Heimspiel 0:3/0:9 verloren haben. So was sollte natürlich nicht wieder passieren."

Falck ist bester Europäer

In der Weltrangliste ist Mattias Falck als bester Europäer die Nummer 8 und der am zweithöchsten notierte Spieler der TTBL hinter Hugo Calderano (6), noch vor Timo Boll (10). In 13 TTBL-Einsätzen erspielte er die Bilanz 14:7. Der SV Werder verlor seine letzten vier Begegnungen: Gegen Düsseldorf und in Neu-Ulm je 0:3, davor gegen Mühlhausen und in Saarbrücken je 2:3. Der Kasache Gerassimenko (Weltrangliste: 46) spielte fast ausgeglichen (8:7), der Paraguayer Aguirre (Weltrangliste: 62) steht bei 1:7. Der Rumäne Szöcs gewann noch kein Einzel (0:7).

Themen & Autoren
Bad Königshofen
Rudi Dümpert
1. FC Saarbrücken
Kilian Ort
Saale
TSV Bad Königshofen
Timo Boll
Tischtennis
Werder Bremen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!