Bad Neustadt

HSC: Reden allein hilft nicht

Handball

3. Liga Mitte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HSC Bad Neustadt (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Dutenhofen)

Begleitet der HSC Bad Neustadt die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, (Freiwilliger Rückzug aus der 3. Liga am Saisonende) in der kommenden Saison in die Oberliga? Diese Frage muss beim Blick auf die aktuelle Tabelle und vor allem nach dem letztwöchigen Heimdebakel gegen den SC DHfK Leipzig II erlaubt sein. Die Schützlinge von Frank Ihl, deren Abstand zum rettenden Ufer bereits fünf Punkte beträgt, brauchen dringend, vor allem im Hinblick auf die eigene Psyche, ein Erfolgserlebnis. „Mit jeder Niederlage wird der Druck natürlich größer und die Hände zittriger“, so der Coach.

Unerklärlicher Einbruch

Diesem war der Einbruch vor acht Tagen unerklärlich. „Wir hatten uns gut vorbereitet, die Spieler gingen optimistisch an die Mittellinie und dann ging erst einmal wenig bis nichts.“ Besonders ärgerlich war diese Vorstellung deshalb, weil die Sachsen durchaus schlagbar gewesen wären. „Bad Neustadt hat uns mit seinen vielen Fehlern in die Karten gespielt“, sagte hinterher Leipzigs Trainer Enrico Henoch. Das nun anstehende Match im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen dürfte aus Sicht des HSC richtig schwer werden, denn die jungen HSG'ler sind gerade in eigener Halle eine Macht. Das bekam vor zwei Wochen der Meisterschaftsfavorit aus Großwallstadt zu spüren, dem die Schützlinge von Coach Tobias Weber nach großem Kampf eine 28:27-Niederlage zufügten. Eine Niederlage (19:23) kassierte die HSG dagegen am letzten Spieltag in Oftersheim/Schwetziungen, was vor allem an eine schwache Chancenverwertung lag. Es wurden nicht nur alle drei zugesprochene Siebenmeter verworfen, auch viele ansonsten gut erarbeitete Gelegenheiten wurden ausgelassen. Die Verletzung von Spielmacher Lukas Gümbel, der sich in dieser Partie früh eine Jochbeinverletzung zuzog und hinter dessen Einsatz am Samstag noch ein Fragezeichen steht, schmerzte ebenso wie das Fehlen von Ian Weber. Der Torjäger war für das Erstligateam der HSG Wetzlar im Einsatz. Der Kapitän der U-19-Nationalmannschaft, die im Frühjahr Vize-Europameister wurde, soll gegen die Rotmilane aber im Aufgebot stehen.

Auswärtsauftritte machen Mut

Das dürfte für die HSC-Deckung Alarmstufe Rot bedeuten. In personeller Hinsicht meldet Frank Ihl keine Veränderungen. Die angeschlagenen Gary Hines und Jure Fistonic werden die Fahrt nach Hessen mit antreten. „Was mich trotz unserer klaren Außenseiterrolle zuversichtlich macht, ist die Tatsache, dass wir in fremden Hallen, mit Ausnahme von Hanau, eigentlich immer ordentlich aufgetreten sind.“ Der Druck unbedingt gewinnen zu müssen, scheint in Auswärtsspielen geringer zu sein als in der Bürgermeister-Goebels-Halle, „wo es uns bisher nicht gelungen ist, den Worten Taten Folgen zu lassen“.

Auch in dieser Woche führte der HSC-Coach Gespräche mit den Spielern, „aber Reden und Pläne schmieden hilft wenig, wenn es nicht in die Tat umgesetzt wird“. Dieses Umsetzen erhofft er sich gegen die HSG'ler, „die meiner Erkenntnis nach einen dynamischen Handball spielen. Zudem sind alle Akteure vom Ehrgeiz beseelt, sich für höhere Aufgaben, sprich 1. oder 2. Bundesliga zu empfehlen“. (ba)

Themen & Autoren
Bad Neustadt
Peter Balthasar
Alarmstufen
Fehler
HSC Bad Neustadt
HSG D/M Wetzlar
Mut
Niederlagen und Schlappen
Optimismus
Ortsteil
SC DHfK Leipzig
Ärger
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!