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Großbardorf: Der Ex sagt den Spielausgang richtig voraus

Torjäger Simon Snaschel (links) hat während der Corona-Pause nichts verlernt: Er erzielte den Siegtreffer für den TSV Großbardorf.. Anders
Foto: Anand Anders | Torjäger Simon Snaschel (links) hat während der Corona-Pause nichts verlernt: Er erzielte den Siegtreffer für den TSV Großbardorf.. Anders

Gelungener Re-Start für den Bayernligisten TSV Großbardorf und gelungenes Debüt für den neuen Cheftrainer Andreas Brendler. Die Grabfeld-Gallier bezwangen nach zehnmonatiger Pause den FC Eintracht Bamberg knapp mit 1:0 (0:0) durch einen sehenswerten Treffer von Torjäger Simon Snaschel nach 86 Minuten.

Drei Neue in der Startelf

Der Neue an der Linie bei den Grabfeldern hatte drei Neuzugänge (Julius Landeck, Maximilian Weiß und Tim Strohmenger) in die Startformation berufen und alle Drei machten ihre Sache recht gut. Vor allem Landeck als linker Außenspieler der Dreierkette überzeugte. Dem Jungspund unterliefen keine Fehler. Das bestätigte auch sein Trainer. „Julius hat glänzend gespielt und zusammen mit Ronny Mangold auf der rechten Abwehrseite und Benjamin Kaufmann als Innenverteidiger dafür gesorgt, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben. Und das ohne Markus Kirchner, der eigentlich nicht zu ersetzen ist. Aber die Drei haben es doch im Verbund geschafft. Zu Null gegen diese starke Bamberger Elf, das ist doch klasse“, freute sich Brendler.

Landeck selbst war mit seinem Bayernligadebüt zufrieden: „Vor allem hat es mich gefreut, dass mein Trainer mir vertraut hat und mich in die Startelf berufen hat. Ich hoffe, dass ich dieses Vertrauen gerechtfertigt habe. Ich glaube, dass ich nicht schlecht gespielt habe und bin mit mir selbst zufrieden.“

Aber nicht nur Landecks Auftreten während der 90 Minuten ließ Brendler nach der Partie stolz auf seine Jungs sein: „Es war ein Hammer, was meine Jungs während der 96 Minuten gebracht haben. Jeder hat alles gegeben. Jeder hat sich immer reingehauen und in den Dienst der Mannschaft gestellt. Da muss ich den Hut ziehen.“ Allerdings war dem TSV-Coach auch bewusst, dass es doch eine Viertelstunde dauerte, bis sein Team in die Partie fand. „Da hat man die Nervosität bei jedem gespürt. Ich weiß aber nicht, warum wir am Anfang so übernervös waren.“

In dieser Phase hatte der Gastgeber Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Nach zehn Minuten hatten die Oberfranken eine Riesenchance zur Führung. Ein langer Ball landete bei Vlad Saprykin am Flügel und dessen Flanke legte Jakob Tranziska mustergültig per Kopf für den freistehenden Lukas Schmittschmitt auf. Doch dessen Abschluss aus zwölf Metern landete in der zweiten Etage. „Da hatten wir viel Dusel“, gab Brendler zu.

Wenig spielerische Brillanz

Doch dann fingen sich die Hausherren und es entwickelte sich ein interessantes und abwechslungsreiches Match, in dem beide Teams um jeden Zentimeter auf dem Rasen kämpften. Bei all diesem kämpferischen Einsatz blieb allerdings spielerische Brillanz etwas auf der Strecke. Beide Mannschaften agierten sehr oft mit weiten, langen Bällen, in der Hoffnung, dass vorne einer mit diesen Schlägen aus der Abwehr heraus etwas anfangen kann. Da dies aber bis zum Pausenpfiff kaum einmal der Fall war, blieb es beim torlosen Remis nach 45 Minuten.

Nach dem Wechsel änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Die Gäste machten durch ihr Pressing es den Platzherren weiterhin schwer, doch nach 70 Minuten nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Zwar vergab Simon Snaschel zunächst noch die größte Möglichkeit der Grabfelder, als er frei vor Bambergs Keeper Fabian Dellermann an diesem scheiterte (74.), doch dann war es doch der TSV-Torjäger, der für den ersten Dreier im Jahr 2020 sorgte.

Diesen Treffer hatte André Betz, Ex-Trainer und nun Teammanger des TSV, vorhergesagt. „Keine Sorge, wir machen noch in der 89. Minute das 1:0.“ Es war zwar nicht diese Minute, doch das entscheidende Tor fiel noch. Simon Snaschel schloss eine feine Einzelleistung mit einem Linksschuss ins lange Eck glänzend ab. Das laut Brendler „dreckige 1:0“ war perfekt.

Die Statistik des Spiels

Fußball: Bayernliga Nord

TSV Großbardorf – FC Eintracht Bamberg 1:0 (0:0)

Großbardorf: Schneider – Mangold, Kaufmann, Landeck – Illig, Piecha – Müller, Weiß (58. Reith), Dinkel (58. Schwab) – Snaschel (89. Rützel), Strohmenger (76. Scheuring).

Bamberg: Dellermann – Nögel, Kaube, Popp, Linz – Kollmer (76. Jessen) – Saprykin (78. Hofmann), Renner, Strohmer – Tranziska, Schmittschmitt.

Schiedsrichter: Hamper (Kulmbach). Zuschauer: 214.Tor: 1:0 Snaschel (86.). Gelb-Rot: Popp (76., Bamberg), Illig (90. + 3, Großbardorf).

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