Bad Neustadt

HSC und Bad Königshofen: Neue Pläne müssen her

Bis zu 200 Zuschauer dürfen der TSV Bad Königshofen und der HSC Bad Neustadt zu ihren kommenden Heimspielen in ihre Hallen lassen. Doch wie sollen die begehrten Karten verteilt werden?
Zum Spiel gegen Neu-Ulm wird der TSV Bad Königshofen (im Bild Manager Andy Albert) 200 Zuschauer in die Halle lassen dürfen.
Foto: Rudi Dümpert | Zum Spiel gegen Neu-Ulm wird der TSV Bad Königshofen (im Bild Manager Andy Albert) 200 Zuschauer in die Halle lassen dürfen.

Das Telefon von Andy Albert steht ja selten still. Am Dienstagmittag aber klingelte und piepste es in einer Tour. Ein Anruf nach dem anderen ging beim Manager des Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen ein, eine Nachricht nach der nächsten erschien auf dem Bildschirm seines Smartphones. Wie ein Lauffeuer hatte sich unter den Anhängern des TSV die Kunde verbreitet, dass ab dem 19. September auch in Bayern wieder Hallensport vor Zuschauern erlaubt sein wird.

Am Sonntag beim 3:0 gegen Fulda-Maberzell zum Saisonauftakt musste Bad Königshofen noch vor leeren Rängen spielen. "Uns haben die Leute gesagt, dass die Shakehands-Arena einem Hochsicherheitstrakt geglichen hätte", seufzte Albert. Was doppelt weh tat, als die Grabfelder Bilder aus Bad Homburg erreichten. Der Bundesliga-Aufsteiger aus Hessen debütierte vor 220 Fans.

Etat ohne Zuschauereinnahmen geplant

Zu seinem nächsten Heimspiel am 27. September gegen den TTC Neu-Ulm darf der TSV Bad Königshofen 200 Zuschauer in die Halle lassen. So denn die Lockerung der Auflagen nicht nur für den bayerischen Amateursport gilt, sondern auch für die Profis der Tischtennis-Bundesliga. Das blieb am Dienstag zunächst noch offen. 200 wäre freilich eine Zahl, die sich in etwa deckt mit dem noch im August bei den Behörden eingereichten "Corona-Plan", der knapp 180 Zuschauer vorsah. Die Bad Königshofener hatten ihren Saisonetat vorsorglich ohne Zuschauereinnahmen aufgestellt.

Die TSV-Verantwortlichen werden sich nun Gedanken machen, ob sie das Online-Kartenportal öffnen sollen oder nicht. Und sie werden eine Liste erstellen, wer in welcher Priorität Zugriff auf eine Karte haben sollte. So wisse er beispielsweise noch nicht, sagte Albert, ob er die Zahl der Helfer von den 200 möglichen Zuschauern abziehen müsse. Oder, wie es um die etwa 120 Sponsoren-Karten bestellt ist und wie um die Tickets, die TSV-Mitglieder gegen eine Spende bekommen haben. Die TSV-Heimspiele der Vorsaison hatten im Schnitt 582 Zuschauer gesehen.

HSC- Geschäftsführer Eduard Mardian
Foto: Anand Anders | HSC- Geschäftsführer Eduard Mardian

Der gleiche Mix aus Unsicherheit und Erleichterung herrscht auch bei Eduard Mardian, dem Geschäftsführer der Drittliga-Handballer des HSC Bad Neustadt. Deren Saison in der Staffel Mitte soll am 3. Oktober mit einem Heimspiel gegen Zweibrücken starten. "Wir hatten uns schon auf eine Partie ohne Zuschauer vorbereitet und durchgesprochen, wie viele Ordner wir weniger brauchen würden oder wie das Catering aussehen sollte", zeigt sich Mardian erfreut darüber, diese Pläne vorerst zu den Akten legen zu können.

HSC plant Verkauf von Dauerkarten

In der vergangenen Saison hatten die Rotmilane in Summe knapp über 300 Sponsoren- und Dauerkarten verteilt beziehungsweise verkauft. Etwa 450 Zuschauer im Schnitt sahen im abgebrochenen Spieljahr 2019/20 die Heimspiele des HSC, der zuletzt ein Trainingslager in Bernburg absolvierte. Auch in Bad Neustadt beginnen alsbald die Beratungen, wie die erlaubten 200 Zuschauerplätze in der Bürgermeister-Goebels-Halle besetzt werden können. Der Verkauf von Dauerkarten werde jedenfalls in Kürze gestartet, kündigte Mardian an.

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