Bad Königshofen

Lieber mit Fans den Sieg gefeiert

Im siebten Anlauf nach fünf TTBL- und einem DTTB-Pokal-Spiel hat der TSV Bad Königshofen den Derby-Nachbarn TTC Fulda-Maberzell zum ersten Mal (3:0) besiegt und damit außer dem deutschen Meister Saarbrücken und dem Vizemeister Ochsenhausen nun jeden Bundesligisten schon mindestens ein Mal geschlagen. So unsicher man sich vorher war, ob man, zumal ohne den Neuzugang Abdel-Kader Salifou, bestehen würde, so sehr freute sich das Trio Kilian Ort, Bastian Steger, Filip Zeljko nach dem Spiel.

Kilian Ort: „Sicher bin ich erleichtert und froh, Aruna besiegt zu haben. Er ist nicht von ungefähr die Nummer 20 der Welt und hat schon viele herausragende Spieler wie Timo Boll bei Olympia geschlagen. Er kommt aus Nigeria, wo man nicht das Knowhow hat wie in Deutschland oder China. Er hat daher schon noch Löcher. Und gegen solche Leute, die noch Löcher haben, die noch nicht komplett und in allem hundert Prozent sind, tue ich mir tendenziell leichter. So fest wie er spielt allerdings keiner seine Vorhand auf der Welt. Mein Respekt war groß, ich wusste aber auch, dass es sein erstes Bundesligaspiel ist, und damit hat mancher seine Probleme. Der Start mit 3:11 war suboptimal. Aber nach dem 8:8 im zweiten Satz, nach der Auszeit, habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Filip Zeljko: „Zunächst war ich überrascht, wie Fulda aufgestellt hatte. Wir hatten erwartet, dass sie Meng an 2 stellen gegen Basti Steger, so dass ich und Kilian gegen Filus und Aruna spielen. Ihr Wechseln war letztlich gut für uns. Gegen Meng hatte ich vorher noch nie gespielt. Ich habe einige Dinge in meinem Spiel verbessert und mich hat die 2:0-Führung im Hinterkopf beflügelt. Ich habe auf Videos im Vorfeld auch seine Taktik studiert, im Spiel mein Bestes gegeben und das reichte dann. Unglücklicherweise waren keine Zuschauer da. Ich hätte den Sieg viel lieber mit ihnen in voller Halle gefeiert. Ich hoffe, dass es die Regierung bald wieder erlaubt. Die wenigen Unterstützer hier haben aber auch ihr Bestes gegeben.“

Bastian Steger: „Ich habe nur ganz schwer ins Spiel rein gefunden, die ersten zwei Sätze verloren. Da fühlt man sich natürlich nicht so gut. Ich habe aber immer gewusst bzw. daran geglaubt, dass es möglich ist zu gewinnen. Ich habe dann einfach ein bisschen sicherer gespielt, nicht mehr so viele leichte Fehler wie in den ersten beiden Sätzen gemacht und bin so besser ins Spiel reingekommen. Als ich dann den dritten gewonnen hatte, wurde ich immer sicherer und konnte es deshalb bis zum Sieg durchziehen. Inklusive Training habe ich gewiss schon mehr als hundert mal gegen ihn gespielt. Das ist gar nicht so einfach, wenn man sich so gut kennt. Er ist ja auch kein reiner Abwehrspieler, sondern auch brandgefährlich mit seinen Angriffsschlägen. Da ist es schwer, die Mischung zu finden zwischen Risikobereitschaft und Passivität. Die Halle hat heute leider nicht gebebt. Aber was die paar Leute uns unterstützt haben, hat uns auch sehr geholfen.“ (rd)

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