Bad Neustadt

HSC: Das Glück erzwingen

Max Bauer (links) war im Hinspiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit sieben Treffern bester Werfer des HSC Bad Neustadt. Im Rückspiel will er an diese Leistung anknüpfen und mit den Rotmilanen den ersten Saisonsieg feiern.
Foto: Anand Anders | Max Bauer (links) war im Hinspiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit sieben Treffern bester Werfer des HSC Bad Neustadt.

Handball

3. Liga Mitte HSG Rodgau Nieder-Roden – HSC Bad Neustadt (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Nieder-Roden)

Schafft der HSC Bad Neustadt (16./1:29) noch den Klassenerhalt? Diese Frage können eigentlich nur die Spieler selbst beantworten. Denen steht zu Beginn der Rückrunde aber gleich einmal eine unangenehme Reise bevor. Die HSG Rodgau Nieder-Roden (4./20:10) gehört nämlich zweifellos zu den stärksten Teams der Liga, kann auf eine ordentliche Vorrunde zurückblicken und will den Anschluss an Tabellenführer TV Großwallstadt nicht verlieren. Dabei streben die Baggerseepiraten allerdings nicht den Aufstieg an, das geben die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht her. Aber guten Handball können die Südhessen trotzdem spielen, das haben sie bereits am ersten Spieltag, als sie nach dem 33:26-Erfolg zwei Punkte vom Schulberg mitnahmen, bewiesen.

Verdiente Niederlage im Hinspiel

Die Niederlage der Rotmilane war verdient. Dass es der Auftakt einer sieglosen Vorrunde werden sollte, war damals allerdings noch nicht abzusehen. Denn eigentlich schlugen sich die Bad Neustädter als Aufsteiger damals wacker, begingen aber Fehler, die die routinierten Schützlinge von Coach Jan Redmann gnadenlos ausnutzten. „Aus diesen Fehlern werden wir lernen“, erklärte der damalige HSC-Coach Chrischa Hannawald. Doch seine Hoffnung wurde im weiteren Saisonverlauf nicht umgesetzt. Die Fehlerquote des HSC Bad Neustadt blieb weiter hoch, Hannawalds Nachfolger Frank Ihl gab sie nach weiteren Misserfolgen als deren Hauptgrund an.

Team ist intakt

Auch vor acht Tagen, als man zu Hause ein fast schon gewonnenes Spiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen in den Schlusssekunden noch mit 24:25 verlor. „Das hätte nicht passieren dürfen, nicht nur wegen unseres Tabellenstandes, sondern auch wegen der guten kämpferischen Leistung über sechzig Minuten hinweg“. Doch die alte Weisheit, dass eine Mannschaft, die im Tabellenkeller platziert ist, vom Füllhorn Fortunas nicht überschüttet wird, bewahrheitete sich auch in dieser Partie. „Trotzdem muss ich angesichts unserer Lage, unser Punkterückstand zum rettenden Ufer beträgt jetzt schon neun Punkte, nur staunen. Das Team ist immer noch intakt, zermürbt sich nicht durch unangebrachte Fehlerzuweisungen und hat sich darauf eingeschworen, eine erfolgreiche Rückrunde mit Happy-End zu spielen.“

Galli wohl wieder dabei

Der Anfang soll nun im letzten Spiel des Jahres gemacht werden trotz des Wissens, dieses als klarer Außenseiter zu bestreiten. Personell hat sich gegenüber der Vorwoche die Lage etwas entschärft. Der Einsatz von Krisztian Galli, der vor einer Woche schmerzlich vermisst wurde, erscheint möglich. Weiterhin fehlen wird allerdings Linksaußen Martin Bieger. Wichtig wird sein, dass die Deckung steht, denn die Heimsieben verfügt über einen starken Rückraum. Torgefährlich sind zudem die Außen Michael Weidinger und Sam Hoddersen. Letzterer gehört der US-Nationalmannschaft an und feiert daher ein Wiedersehen mit Gary Hines.

Hines, der zuletzt wenig Würfe aus dem Rückraum nahm und auf der Linksaußenposition genauso wie die Rechtsaußen Max Bauer und Ioannis Fraggis unter fehlenden Anspielen litt, darf sich genauso wie seine Mitspieler wenig Ballverluste im Spielaufbau leisten. „Wir treffen auf ein bärenstarkes Team mit einem überragenden Torhüter Marco Rhein“, weiß der HSC-Coach, der sich auch nicht von der Niederlage des Gegners am letzten Spieltag blenden lassen will. Da setzte es für die HSG Rodgau Nieder-Roden im Derby bei der TV Gelnhausen eine überraschende 32:35-Niederlage. (ba)

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