Bad Königshofen

Geht Nina Kühlwein-Tücherts Plan perfekt auf?

Spitzenspielerin Nina Kühlwein-Tüchert erwartet Ende Juni ihr erstes Kind und wir in der neuen Saison daher nicht für die Frauen-30-Mannschaft des TC Rot-Weiß Bad Königshofen aufschlagen können.
Foto: Günter Madrenas | Spitzenspielerin Nina Kühlwein-Tüchert erwartet Ende Juni ihr erstes Kind und wir in der neuen Saison daher nicht für die Frauen-30-Mannschaft des TC Rot-Weiß Bad Königshofen aufschlagen können.

Auf der Suche nach den Terminen der Frauen-30-Mannschaft des TC Rot-Weiß Bad Königshofen für die Anfang Juni beginnenden Mannschaftswettkämpfe (Medenrunde) im Tennis findet man diese nicht wie erwartet in der Terminliste der Bayernliga Nord. In dieser Spielklasse haben die Spielerinnen aus dem Grabfeld um Mannschaftsführerin Katrin Blechschmidt seit mehreren Jahren erfolgreich aufgeschlagen. Dabei gerieten die Bad Königshöferinnen in der höchsten bayerischen Liga kein einziges Mal in Abstiegsgefahr, einmal schnupperten sie sogar am Aufstieg in die Regionalliga und belegten den zweiten Platz. Im Vorfeld dieser Saison, die wegen der Corona-Pandemie allerdings noch gar nicht gesichert ist, entschlossen sich die Spielerinnen des TC Rot-Weiß nun aber, freiwillig die Bayernliga zu verlassen und eine Klasse tiefer in der Landesliga Nord an den Start zu gehen.

Spitzenspielerin Nina Kühlwein-Tüchert erstmals schwanger

Was waren die Gründe für den Rückzug aus der höchsten bayerischen Spielklasse? „Der Hauptgrund dafür ist, dass Nina Kühlwein-Tüchert schwanger ist, Ende Juni ihr erstes Kind erwartet und folglich heuer nicht für unsere Mannschaft zum Schläger greifen kann. Dadurch fällt Nina als unsere Nummer eins und fleißige Punktesammlerin weg und die folgenden Spielerinnen müssten aufrücken. Dies würde aber eine erhebliche Schwächung des Teams bedeuten. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine Klasse tiefer unser Glück zu versuchen“, erklärt Mannschaftsführerin Katrin Blechschmidt. Zudem sei noch unklar, ob Vera Schmitt, die berufsbedingt jetzt in Regensburg wohnt, bei jedem Match zur Verfügung stehen wird. „Seit Oktober des letzten Jahres hat außerdem keine Spielerin der Mannschaft den Schläger in der Hand gehabt, da kein Training stattgefunden hat“, fügt Blechschmidt als weiteren Grund an.

„Bevor meine Schwangerschaft allgemein bekannt wurde und die Mannschaft den Rückzug aus der Bayernliga beschloss, habe ich mit Ellen Semineth und meiner Schwester Viki Zirkelbach, die hinter mir in der Meldeliste stehen und deshalb hätten aufrücken müssen, gesprochen. Sie wollten aber nicht in der Bayernliga an Nummer eins und zwei spielen“, sagt Nina Kühlwein-Tüchert. Deshalb waren beide froh, dass es zum freiwilligen Verzicht kam und sie nun in der Landesliga die Spitzenplätze einnehmen werden.

In Bad Königshofen ist man skeptisch, ob überhaupt gespielt werden kann

Die Frage aller Fragen, die sich sowohl Blechschmidt als auch Kühlwein-Tüchert stellen, lautet aktuell: Kann überhaupt gespielt werden? Beide Bad Königshöferinnen sind da eher skeptisch. „Da derzeit nur die Zusammenkunft eines Haushalts plus eine Person erlaubt ist, können eigentlich nur Einzel gespielt werden. Denn es ist unmöglich, immer den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Deshalb glaube ich, dass in diesem Jahr keine Medenspiele stattfinden werden“, sagt Katrin Blechschmidt. Dieser Meinung schließt sich Nina Kühlwein-Tüchert an. „Anfangs war ich optimistisch, dass gespielt werden kann. Jetzt aber geht es in Richtung Absage. Sollte diese Saison aber ausfallen, kann man doch wohl sagen, dass meine Schwangerschaft perfekt geplant war“, fügt sie schmunzelnd hinzu. „Alle Sportarten sagen wegen der Corona-Pandemie ab. Da frage ich mich schon: Kann da Tennis sagen: Wir spielen doch? Deshalb glaube ich, dass die Saison doch noch komplett abgesagt wird und nicht wie im Jahr 2020 den Mannschaften freigestellt wird, ob sie spielen wollen oder nicht."

Frank Wiesenmüller, Vorsitzender des TC Rot-Weiß Bad Königshofen, ist sich überhaupt noch nicht schlüssig, was er in dieser Frage glauben soll. "Das ist eine schwierige Frage, die für mich im Augenblick nicht zu beantworten ist. Der Anfang der Medenrunde wurde schon auf Anfang Juni verschoben. Ich persönlich bin noch unentschlossen. Ich kann mir aber vorstellen, dass doch gespielt werden kann. Eventuell wieder wie im vergangenen Jahr, als die Mannschaften selbst entscheiden durften, ob sie spielen wollen oder nicht.“

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