Bad Neustadt

Drei Fragezeichen beim HSC Bad Neustadt

Mittelmann Krisztian Galli (rechts) gibt im Heimspiel des HSC Bad Neustadt gegen die HSG Hanau an diesem Samstag möglicherweise sein Comeback im Trikot der Rotmilane.
Foto: Anand Anders | Mittelmann Krisztian Galli (rechts) gibt im Heimspiel des HSC Bad Neustadt gegen die HSG Hanau an diesem Samstag möglicherweise sein Comeback im Trikot der Rotmilane.

Handball

3. Liga Mitte
HSC Bad Neustadt – HSG Hanau
(Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister- Goebels-Halle)

Trotz der Niederlage in dem im Vorfeld als Schlüsselspiel bezeichneten Kellerduell gegen den Northeimer HC am vergangenen Sonntag „hat die Mannschaft den Glauben an den Klassenerhalt immer noch nicht aufgegeben“, sagt HSC-Bad-Neustadt-Trainer Frank Ihl mit etwas Verwunderung, aber auch Bewunderung. Denn die Ausgangsposition hat sich für den HSC (16./7:35) nach dem letzten Spieltag zwar verschlechtert, könnte aber wieder besser werden, wenn gegen die HSG Hanau (6./23:19) gewonnen wird.

Ihl: „Rechenspiele zählen im Sport nicht“

Dass dies nicht unrealistisch ist, beweisen die Ergebnisse der Kontrahenten in den letzten zwei Wochen. Da besiegten die Saalestädter die HSG Groß-Bieberau im vielleicht ihrem besten Heimspiel der Saison, Bieberau gewann danach 26:25 in Hanau. „Aber solche Rechenspiele zählen im Sport nicht“, warnt Ihl, „jedes Spiel geht bei Null los und wird von vielen Unwägbarkeiten beeinflusst.“ Diese Unwägbarkeiten sah er in Northeim zur Genüge. „Zum einen sind uns zu viele Fehler im Spielaufbau unterlaufen, zum anderen waren wir bei den Entscheidungen der Schiedsrichter so manches Mal baff.“ Er spielte dabei auf die frühe rote Karte für Gary Hines an, der bei einem Siebenmeter den HC-Keeper am Kopf getroffen haben soll, der Ball habe wohl aber eher das Ohr des Torwarts berührt. Die spätere Disqualifikation für Max Bauer sah der HSC-Übungsleiter ebenfalls als überzogen an. „Zumindest eine der drei Zeitstrafen war mehr als diskussionswürdig.“

Schmidl muss wegen einer Adduktorenzerrung pausieren

Aber Lamentieren hilft im Nachhinein nicht, die Rotmilane blicken vorwärts. Gegen die Grimmstädter ist Revanche für die 21:26-Hinspielniederlage angesagt. „Die Spieler müssen mit einer 120-prozentigen Einstellung von Anfang an agieren.“ Dabei kann sich der Kader der letzten Woche rehabilitieren, wobei es personelle Veränderungen gibt und noch geben kann. Denn es fällt sicher Torhüter Felix Schmidl (Adduktorenzerrung) aus, seinen Platz nimmt Moritz Rubner, der Keeper der Bezirksoberligamannschaft ein. Die Einsätze von Gary Hines (Zusammenprall im Training) sowie von Jure Fistonic (Leiste) sind gefährdet, berichtet ihr Coach. Möglicherweise kann er auf Krisztian Galli zurückgreifen, „der schmerzfrei trainiert hat“.

Große Verletzungssorgen bei der HSG Hanau

Personelle Probleme hat aber auch der Hanauer Trainer Oliver Lücke zu verdauen. Der hat wegen eines gut gefüllten Lazaretts kaum die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Es fallen Daniel Wernig, Matthias Schwalbe und Jannik Ruppert aus, alle wegen einer Kreuzbandverletzung. Auch Spielmacher Jan-Eric Ritter wird die Auswärtsfahrt nicht antreten können. Da ist es für den Gäste-Coach ein schwacher Trost, dass sich der Rückraumakteur Maximilian Bergold zurückgemeldet hat. Dass es bei den HSGlern zuletzt nicht so rund lief, ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ihr erfolgreichster Torschütze in der Vorrunde, Michael Malik (88 Treffer), den Verein zum Jahreswechsel verlassen hat.

Gelingt dem HSC der vierte Heimsieg in Folge?

Aber trotz der personellen Handicaps sind die Gäste gefährlich, Rückraumakteur Yaron Pillmann, Kreisläufer Lucas Lorenz sowie die Außen Björn Christoffel und Marius Brüggemann haben schon in der Vergangenheit der HSC-Deckung Probleme bereitet. „Diese muss kompakt stehen, wir können und haben unsere Spiele nur gewonnen, wenn wir am eigenen Kreis aggressiv in die Zweikämpfe gegangen sind und den Rückraum des Gegners durch Blockbildung lahmgelegt haben“, weiß Frank Ihl. Soll der doppelte Punktgewinn gelingen, ist allerdings auch die Offensive gefragt, in den letzten Wochen präsentierte sich da die linke Angriffsseite mit Vilim Leskovec und Martin Bieger als treffsicher. „Aber wir müssen aus allen Positionen Torgefahr ausstrahlen, ansonsten wären wir zu leicht auszurechnen“, verkündet der Trainer, der auf den vierten Heimsieg in Folge hofft.

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