Bad Königshofen

TSV Bad Königshofen wohl wieder nicht komplett

Kann Kilian Ort (rechts) in Mühlhausen für den TSV Bad Königshofen (von links Koji Itagaki, Bastian Steger, Filip Zeljko) auflaufen? Diese Frage ist noch nicht beantwortet.
Foto: Rudi Dümpert | Kann Kilian Ort (rechts) in Mühlhausen für den TSV Bad Königshofen (von links Koji Itagaki, Bastian Steger, Filip Zeljko) auflaufen? Diese Frage ist noch nicht beantwortet.

Tischtennis

Bundesliga TTBL Post SV Mühlhausen – TSV Bad Königshofen (Sonntag, 15 Uhr, Post-Halle)

Der TSV Bad Königshofen gastiert an diesem Sonntag im westthüringischen Mühlhausen beim Post SV in der vereinseigenen Sporthalle am Kristanplatz. Diese beiden Teams waren in der Bundesliga TTBL bislang sechs Mal am Start. Die Postler sind Sechster mit 6:6 Punkten, die Bad Königshöfer Neunter mit 4:8.

Wie ein Befreiungsschlag wirkte der 3:1-Sieg des TSV gegen den Pokalsieger und damaligen Tabellendritten ASV Grünwettersbach vor zwei Wochen. Zum einen konnte man dadurch den Vorsprung auf die Abstiegsplätze (Grenzau und Bad Homburg, je 0:12) auf vier Punkte ausbauen. Zum anderen hat der Sieg gegen die Mannschaft aus Karlsruhe gezeigt, wozu das wahre Leistungspotenzial der Mannschaft reicht, falls das Quartett Steger, Ort, Zeljko, Salifou komplett, gesund und in Form ist. Das war in dieser Runde noch nie der Fall.

TSV-Spieler zuletzt nervenstark

Beim Heimsieg gegen Grünwettersbach fiel kurzfristig der bislang erfolgreichste Punktesammler Bastian Steger aus. Dafür sprengte Abdel-Kader Salifou, der bis dahin sieglos gewesen war, den Knoten und gewann an Position 1 beide Spiele. Allerdings gelang an dem Tag fast alles, außer bei Filip Zeljko. Von den sechs Sätzen, die mit 11:9 oder sogar in der Verlängerung entschieden wurden, gewannen die Bad Königshöfer fünf.

Der Sieg hing also ebenso am seidenen Faden, wie drei der vier bisher verlorenen Spiele mit nur halb so viel Glück auch hätten gewonnen werden können. Womit man Tabellenzweiter wäre. Das ist zwar nicht der Anspruch der Bad Königshöfer. Im Endeffekt gewannen in den letzten Jahren die Titel immer Mannschaften, die personell breit aufgestellt sind und Ausfälle jederzeit kompensieren können.

Der Post SV Mühlhausen ist seit 2013 ständiges Mitglied der Tischtennis-Bundesliga und hat die nach dem vorletzten Spieltag abgebrochene Saison 2019/20 als Fünfter beendet und damit sein bestes Ergebnis erzielt. Das Quartett der Thüringer bildet vom Alter und von den Weltranglisten-Positionen her ein Paket an Erfahrung, die besonders im Tischtennis von herausragender Bedeutung ist. Alle Spieler sind über 30. In der Weltrangliste sind drei Spieler in den Top 100.

Nur Steffen Mengel (32, Nr. 129) nicht, hat dafür mit 4:3 eine positive Bilanz vorzuweisen. Bester ist diesbezüglich der Österreicher Daniel Habesohn (34, Nr. 36), ehemaliger Doppel- und Team-Europameister, mit 4:2. Der Einzel-Vizeeuropameister von 2018, Ovidiu Ionescu aus Rumänien, ist mit 31 das Küken der Mannschaft, Nr. 59 der Weltrangliste und hat rätselhafterweise eine 0:4-Bilanz. Selbst der Tscheche Lubomir Jancarik (33, Nr. 93) hat bislang positiv gespielt mit 2:1.

Trainer Erik Schreyer (32) ist der jüngste der Bundesliga und wurde in einer Online-Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) vor elf weiteren Nominierten (u. a. Julian Nagelsmann) zum „mitteldeutschen Trainer des Jahres 2019“ gewählt. Nicht zuletzt, weil er mit seiner Mannschaft ins Viertelfinale der ETTU-Champions-League vorgedrungen war. Für diese wurde der Post SV auch diese Saison gemeldet. Sie wird in einem großen Bubble-Turnier vom 11. bis 18. Dezember in Düsseldorf ausgetragen. In der Gruppenphase treffen die Thüringer auf Fakel Gazprom Orenburg (Russland, mit Dimitrij Ovtcharov), Leka-Enea Tenis de Mesa (Spanien) und KS Dartom Mazowiecki (Polen).

Bastian Steger trainiert wieder

Das bisherige Abschneiden der Bad Königshöfer in den Vergleichen mit Mühlhausen macht eher wenig Hoffnung. Daheim gab es zwei Siege, eine Niederlage, in der speziellen Atmosphäre der engen Halle des Gegners drei klare Niederlagen. Bei Kilian Ort sah es Mitte der Woche nicht danach aus, dass er einsatzfähig sein könnte. Anfang der Woche war Bastian Steger wieder ins Training eingestiegen. Wenn es ihm, Salifou und Zeljko gelingt, die Historie auszublenden, dann sollte man doch den Bock umstoßen und endlich den ersten Sieg in Mühlhausen landen können. Schließlich war man bei den zwei Siegen auch nicht komplett: Gegen Fulda ohne Salifou, gegen Neu-Ulm ohne Steger. Aber auch mit Ort und in eigener Halle. (rd)

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