Aubstadt

Vor einer ganz spannenden Reise

Enttäuschung bei den Spielern des TSV Aubstadt nach der 3:6-Niederlage beim 1. FC Nürnberg II, obwohl die Gäste eine überzeugende Vorstellung boten.
Foto: Rudi Dümpert | Enttäuschung bei den Spielern des TSV Aubstadt nach der 3:6-Niederlage beim 1. FC Nürnberg II, obwohl die Gäste eine überzeugende Vorstellung boten.

Normalerweise überwiegen nach einer 3:6-Niederlage bei den Verlierern und deren Trainer Frust und Enttäuschung. Bei jener des TSV Aubstadt am Samstag in der Regionalliga Bayern beim 1. FC Nürnberg II war das bei fast allen Beteiligten anders.

Es hatte nichts mit Schönreden oder Schwamm-drüber zu tun. Es war genau die Reaktion, die so ein gutes Spiel auslöst, wenn danach den Unterlegenen nicht die Angst um den Klassenerhalt im Nacken steckt. Die U 21 des Traditionsvereins ist schließlich potenzieller Meisterschaftskandidat und gespickt mit ausgezeichneten Fußballern. TSV-Trainer Victor Kleinhenz rief seine Fußballer zum Spielerkreis, wahrscheinlich auch deshalb, weil er spürte, in welchem Konflikt sie sich vorübergehend befanden: Ob man sich nach so einer Niederlage denn tatsächlich über die eigene Leistung freuen dürfe. Dann bezog er sich relativ wenig auf dieses Spiel, sondern auf die letzten vier Monate, in denen er und die Mannschaft zusammenarbeiteten. Es hörte sich an wie eine Abschlussrechnung, wie eine Bilanz, weil zwei Tage später, am Montag, die allgemein erwartete Unterbrechung der Saison beschlossen wurde.

Vorzeitiger Gang in die Winterpause

„Bedingt durch die vom Freistaat Bayern umgesetzten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Infektionen und dem damit einhergehenden vierwöchigen Trainings- und Wettkampfverbot für den kompletten Breitensport im November hat der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) den vorzeitigen Gang in die Winterpause beschlossen“, heißt es in der Pressemitteilung des BFV.

Wilde zehn Minuten blieben nicht ohne Folgen

Und zurück zur Partie des TSV Aubstadt am Valznerweiher. „Es war hier ein brutal geiles Spiel, auch wenn das Ergebnis nicht so gepasst hat“, sagte Kleinhenz. „Aber es war für mich auch irgendwie der Höhepunkt von dem, was wir in den letzten drei, vier Monaten erlebt haben: mit Trainerwechsel, mit neuer Mannschaft, mit teils katastrophalen Testspielen, mit Ligapokal, mit Verletzungen, mit Lockdown und, und, und. Höhepunkt auch deshalb, weil wir heute spielerisch ein sehr gutes Spiel gemacht haben gegen eine wirklich tolle Mannschaft, besonders in der ersten Halbzeit. Ich hatte in so vielen Phasen das Gefühl, dass wir mindestens auf Augenhöhe sind. Die haben halt alles eiskalt bestraft.

Nach unserer 2:1-Führung ist unser Anspruch gestiegen. Dann kriegen wir gleich das 2:2 und das fühlt sich schon wie eine Niederlage an. Aber in der 50. Minute schon alles auf zu machen, war falsch und schade. Diese wilden zehn Minuten haben uns das Spiel gekostet. Ich bin sicher, wir werden auch daraus lernen.“

„Frohe Weihnachten“ geht im Beifall der Mannschaft unter

Kleinhenz weiter: „Jetzt machen wir erst mal eine dicke Pause. Habt einfach ein bisschen Geduld. Es wird eine Phase kommen, in der jeder Spieler verantwortungsvoll dafür sorgen muss, dass er fit bleibt. Wir haben vieles übernommen aus der Vergangenheit. Mein Trainerteam und ich haben noch einige Ideen, was wir verändern wollen. Ich freue mich schon darauf, wenn es, hoffentlich, Mitte, Ende Januar wieder mit voller Kapelle los geht.

Dann kommen noch Mike Dellinger, Dominik Weiß, Jens Trunk, Dominik Grader, Essa Ganes und Vincent Held dazu. Es wird bestimmt noch eine ganz, ganz spannende Reise in die Endphase der Saison.“ Sein „Frohe Weihnachten, Jungs“ ging im Beifall der Mannschaft unter.

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