Großbardorf

Was der Wechsel von André Betz nach Aubstadt für Großbardorf bedeutet

Grabfeld-Gallier-Sportvorstand Andreas Lampert verhehlt nicht, dass der Abgang des Teammanagers ins Trainerteam des Nachbarn schmerzt.
Sportvorstand Andreas Lampert (Archivbild) reagiert gelassen auf den Abgang von Teammanager André Betz zum TSV Aubstadt.
Foto: Florian Karlein | Sportvorstand Andreas Lampert (Archivbild) reagiert gelassen auf den Abgang von Teammanager André Betz zum TSV Aubstadt.

In der kommenden Saison wird André Betz Assistent im von Victor Kleinhenz geführten Trainerteam des Fußball-Regionalligisten TSV Aubstadt. Bis dahin steht er als Teammanager in Diensten des Bayernligisten TSV Großbardorf. Und wird dieser Aufgabe seine ganze Aufmerksamkeit widmen, wie der 39-Jährige betont: "Es gibt da noch einige Dinge, die ich in Großbardorf zum Abschluss bringen möchte."

Betz' Position ist eine sensible

Es ist eine durchaus sensible Position, die Betz bei den Grabfeld-Galliern inne hat. Als Team-Manager ist er Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft auf der einen sowie Funktionsträgern auf der anderen Seite. Dass er in die sportlichen Planungen des Klubs eingebunden ist, versteht sich von selbst. Wird er mit seiner Entscheidung, ab 1. Juli für den TSV Aubstadt zu arbeiten, in Großbardorf zu einer "lame duck"? Also zu einer lahmen Ente, die zwar noch im Amt, aber so gut wie handlungsunfähig ist?

Betz sieht das nicht so. Nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil der Arbeit bereits erledigt sei: "Die Kaderplanung für die kommende Saison ist fast komplett." Einiges müsse noch im Detail geklärt werden, aber: "Wir haben in den letzten Monaten gute Arbeit geleistet."

Lampert: "Ziemlich weit mit den Planungen"

"Wir sind in Großbardorf ja immer fleißig", sagt Sportvorstand Andreas Lampert. Er bestätigt, dass der Verein in seinen Planungen "ziemlich weit" sei. "Aber wie heißt es so schön: Wir halten Augen und Ohren immer offen." Generell sei es im Moment freilich nicht einfach, neues Personal zu gewinnen. Weil es nun einmal seit Monaten unmöglich sei, mögliche Neuzugänge zu beobachten oder ins Training einzuladen.

Jüngst hatte Torjäger Simon Snaschel angekündigt, ab nächster Saison für den TSV Münnerstadt aufzulaufen. Bereits in der Winterpause schließt sich Lukas Dinkel der FT Schweinfurt an.

Dass der Abgang von André Betz schmerzt, mag Lampert nicht verhehlen. "Wir haben seine Arbeit in den sechs Jahren bei uns sehr geschätzt. Auch Freundschaften sind entstanden." Aber letztlich sei ein Vereinswechsel "ein ganz normaler Vorgang im Fußball". Aus dem Tritt bringen werde Betz' Wechsel zum Nachbarn nach Aubstadt seinen Klub nicht, sagt Lampert.

Großbardorf baut auf das bewährte Führungsteam

"Das Gute in Großbardorf ist ja, dass unser Führungsteam seit vielen Jahren aus den gleichen Leuten besteht", sagt er und nennt neben sich selbst Manager Gerhard Schüler, Abteilungsleiter Bernhard Leicht, die Co-Trainer Udo Eckert und Otto Dietz sowie Manuel Leicht. Letzterer war viele Jahre lang die Galionsfigur der Bayernliga-Mannschaft. Nach seinem Rückzug in die zweite Mannschaft übernahm er zeitgleich mit André Betz im vergangenen Sommer den Posten des Teammanagers für die Kreisliga-Mannschaft.

Werden die Grabfeld-Gallier Betz' Posten neu besetzen? Und falls ja, mit wem? "Wir werden in Ruhe besprechen, wie wir weiter verfahren wollen", sagt Lampert. Der TSV sei kein Verein, der personelle Neuigkeiten unbedingt dieser Tage öffentlich machen müsse. "Es ist ja absehbar, dass es noch länger dauert, bis wieder Fußball gespielt werden kann."

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