Moskau

Russlands Anti-Doping-Agentur akzeptiert CAS-Urteil

Olympia-Bann       -  Russland akzeptiert das CAS-Urteil.
Foto: Jan Woitas/zb/dpa | Russland akzeptiert das CAS-Urteil.

Russlands Anti-Doping-Agentur Rusada will das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs Cas zu den Sanktionen gegen Sportler nun doch hinnehmen. Im Interesse der Athleten werde auf die Berufung verzichtet, teilte die Rusada in Moskau mit.

Die russischen Sportler dürfen nach dem Urteil vom Dezember zwei Jahre lang nicht unter Flagge und Hymne ihres Landes an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilnehmen. Möglich ist allerdings eine Teilnahme unbelasteter Athleten mit neutralem Status. Die von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada verhängte Vierjahressperre war mit dem Urteil halbiert worden. Zudem hatte die Wada die Rusada suspendiert.

Trotz aller Kritik an dem Urteil begrüßte die Rusada einen „vernünftigen” Umgang mit den russischen Sportlern, weil es keinen kompletten Ausschluss der Athleten gebe. „Die Richter haben im Geiste ehrlicher Spiele und von Gerechtigkeit gehandelt, in dem sie eine Entscheidung getroffen haben, die die fundamentalen Werte und Interessen der ganzen internationalen Sportgemeinschaft widerspiegeln und unterstützen.”

Auf diese Weise würden unschuldige Sportler nicht für die Doping-Vergehen anderer bestraft, hieß es. International gab es teils harsche Kritik an der Cas-Entscheidung wegen einer „Verwässerung der Strafe” gegen Russland. Statt für vier Jahre ist Russland nur von den Olympischen Spielen in diesem Jahr in Tokio (Sommer) und im nächsten Jahr in Peking (Winter) ausgeschlossen.

Noch im Dezember hatte der Präsident des russischen Nationalen Olympischen Komitees, Stanislaw Posdnajkow, dem Cas Verfahrensverstöße vorgeworfen und angekündigt, die Entscheidung anzufechten. Auch die Rusada kritisierte erneut, dass die Vorwürfe der Manipulation von Daten aus dem Moskauer Anti-Doping-Labor nicht belegt seien. Das Urteil fuße auf einer falschen und einseitigen Bewertung von Fakten.

Auch die Rusada-Suspendierung durch die Wada sei „unbegründet und ungerecht”, teilte die Agentur mit. Die Wada hatte Rusada wegen systematischen Dopings erstmals im November 2015 suspendiert. Ziel sei es nun, alles für die Wiederherstellung des Status zu tun. „Die Rusada wird weiter die Rechte von „sauberen” russischen Athleten verteidigen, um einer Diskriminierung des russischen Sports in jeder beliebigen Form entgegenzutreten.”

© dpa-infocom, dpa:210125-99-159376/3

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