Schweinfurt

20 Minuten Tempofußball reichen der FTS

Wie die Schweinfurter ihren 3:0-Sieg gegen Lengfeld nach der Pause fast noch verspielt hätten. Schwebenried/Schwemmelsbach holt trotz Personalmisere verdienten Punkt.
Im Vorwärtsgang: In der ersten Halbzeit rannte die FT Schweinfurt (rechts der zweifache Torschütze Dominik Popp) den TSV Lengfeld (links Mika Lindner) regelrecht über den Haufen.
Foto: Hans Will | Im Vorwärtsgang: In der ersten Halbzeit rannte die FT Schweinfurt (rechts der zweifache Torschütze Dominik Popp) den TSV Lengfeld (links Mika Lindner) regelrecht über den Haufen.

FT Schweinfurt – TSV Lengfeld 3:0 (3:0).

Eine halbe Stunde Tempofußball, danach gepflegtes Auslaufen. Das genügte der FT Schweinfurt, um gegen den TSV Lengfeld mit 3:0 die Oberhand zu behalten. Wobei Tyrell Walton, der im Spielaufbau einen Ball abfing und sofort umschaltete, schon in der ersten Spielminute die Weichen mit dem 1:0 stellte. „Wenn man so eine Negativserie wie Lengfeld hatte, die Mannschaft entsprechend eingestellt hat und schon nach in paar Sekunden das ganze Konzept über den Haufen geworfen wird, das ist schon der Super-GAU“, hatte Schweinfurts Trainer Adrian Gahn beinahe Mitleid mit dem Gegner.

Die Gastgeber beflügelte der frühe Treffer sichtlich: Rund eine halbe Stunde lang wurde Lengfeld an die Wand gespielt. Zwei weitere Abwehrfehler nutzte Dominik Popp, um sein Trefferkonto auf 24 Tore aufzustocken (13., 18.). Danach war schon klar, dass die Partie entschieden war. Doch schlich sich im Gefühl des sicheren Sieges der Schlendrian bei den Turnern ein. „Die zweite Halbzeit, das ging gar nicht“, schimpfte Gahn, „das habe ich den Jungs aber auch gesagt.“ Zumal sich Lengfeld trotz der Unterlegenheit als nach wie vor „lebende“ Mannschaft präsentierte und bis zuletzt auf Ergebnisverbesserung aus war.

Vor allem der ehemalige FC-05-Torwart Ralf Scherbaum, jetzt Co-Trainer im Würzburger Vorort, peitschte die Gäste von der Bank aus leidenschaftlich nach vorne. „Wenn es blöd läuft, dann geht dieses Spiel noch 4:4 aus“, musste FTS-Coach Gahn feststellen. Alleine, die Lengfelder trafen nicht. Seit sechs Spielen wartet der TSV nun auf einen Treffer bei einem Torverhältnis von 0:25. Die Schweinfurter können dagegen den Pflichtsieg abhaken und sich freuen, auf Tabellenrang fünf geklettert zu sein.

Schweinfurt: Mai – Kraus (46. Reuß), Mock (46. Hölderle), Öztürk, Heusinger (73. S.Werner) – Reith – Walton, Rinbergas (73. Zeißner), Y. Saal, Mosandl (62. Siegmund) – Popp.

Schiedsrichter: Martin Götz (Tütschengereuth). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Tyrell Walton (1.), 2:0, 3:0 Dominik Popp (13., 18.). (sel)

FC Coburg – DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 2:2 (1:1)

„Das war ein hart erarbeiteter Punkt, der aber vollauf in Ordnung geht“, freute sich DJK-Trainer Dominik Schönhöfer. Schwebenried/Schwemmelsbach entführte beim 2:2 in Coburg trotz ungünstigster Vorzeichen einen verdienten Punkt. Zumal die DJK personell erneut auf dem Zahnfleisch gingen. Zudem genießen die die äußeren Bedingungen in der Doktor-Stocke-Anlage den Ruf, gelinde gesagt „speziell“ zu sein. „Einen solchen Kunstrasenplatz gibt es nirgendwo sonst. Der reagiert komplett anderes als diejenigen, die wir gewohnt sind“, so Schönhöfer, „da muss man schon ein Gefühl dafür entwickeln, wann man passen oder kicken kann, oder einfach gehen muss. Das haben die Jungs aber ganz gut hin bekommen.“ Zumal auch das Flutlicht in Coburg durchaus „gewöhnungsbedürftig“ sei.

Vor allem zu Beginn waren die Gäste aus Unterfranken die leicht bessere Mannschaft. Coach Schönhöfer sprach von einem „hochintensiven Spiel“. Den Coburger Führungstreffer von Eric Heinze (21.) glich Julian Hart noch vor der Pause mit einem Nachschuss in den Winkel aus (42.). Was nach dem Seitenwechsel folgte, bezeichnete der DJK-Trainer als „wilde Fahrt“. Beide Teams stürmten erneut ohne Rücksicht auf Verluste nach vorne. So gab es beidseitig zahlreiche, gute Torchancen – allerdings durfte jede Mannschaft nur noch einmal jubeln. Erst legte Hart Pascal Stürmer auf, der die DJK mit 2:1 in Führung brachte (85.). Coburg glückte aber noch der durchaus verdiente, wenn auch späte Ausgleich durch Davide Dilauro (85.).

Schönhöfer reagierte prompt mit der Einwechslung zweier Stürmer: Aber sowohl Sascha Brauner, Torjäger der DJK II, noch der Vereinsvorsitzende Alexander Ziegler konnten den dritten Treffer erzielen. Auch nicht, als Coburg noch zwei Spieler durch Ampelkarten verloren hatte (88., 90.).

Schwebenried/Schwemmelsbach: Hartmann – Jazev, Zöller (86. Brauner), Wehner, Stürmer – Lichtlein, Behr, Markert (58. Deibl), Müller (58. Kummer) – Göller, Hart (87. Ziegler).

Schiedsrichter: Peter Dotzel (Heidenfeld). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Eric Heinze (21.), 1:1 Julian Hart (42.), 1:2 Pascal Stürmer (64), 2:2 Davide Dilauro (85.). Gelb-Rot: Eric Heinze (88.), Gökhan Sener (90./beide Coburg). (sel)

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