FUßBALL

„Oldies“ haben das Toreschießen nicht verlernt

Beim Benefizspiel für Hubert Betz kam ein stattlicher Geldbetrag zusammen. Unser Bild zeigt (von links) Josef Brand (ersteigerte das Nürnberg-Trikot), 2. DJK-Vorsitzenden Thomas Persch, Landrat Wilhelm Schneider, Monika Betz, Horst Hartmann, Roland Kimmel (spendete 1000 Euro), Heike Hau (Firma Uponor, 500 Euro Spende), Dampfachs Spielleiter und Organisator Werner Griebel, Uwe Ernst und DJK-Vorsitzenden Bernd Riedlmeier.
Beim Benefizspiel für Hubert Betz kam ein stattlicher Geldbetrag zusammen. Unser Bild zeigt (von links) Josef Brand (ersteigerte das Nürnberg-Trikot), 2. DJK-Vorsitzenden Thomas Persch, Landrat Wilhelm Schneider, Monika Betz, Horst Hartmann, Roland Kimmel (spendete 1000 Euro), Heike Hau (Firma Uponor, 500 Euro Spende), Dampfachs Spielleiter und Organisator Werner Griebel, Uwe Ernst und DJK-Vorsitzenden Bernd Riedlmeier. Foto: Ralf Naumann

Landrat Wilhelm Schneider war sehr angetan. Er freute sich in erster Linie über die große Solidarität, die auch noch Jahre nach dem Schlaganfall und dem Wachkoma anhält. Die Rede ist vom Prappacher Hubert Betz, für den am Montagabend erneut viele ehemalige Weggefährten auf den Sportplatz gingen, um Spenden für ihn zu erspielen.

Wie schon beim Spiel im vergangenen Jahr zwischen der DJK Dampfach und dem FC Sand war Schneider erneut als Schirmherr in das „Salistadion“ gekommen, wo sich diesmal keine aktuellen Regional- und Bezirksligaspieler gegenüberstanden.

Dabei ist das Wort „aktuell“ entscheidend, denn in der Partie der Traditionself des FC 05 Schweinfurt gegen die Haßberge-Allstars sahen die 250 Zuschauer viele ehemalige Akteure, die einst in den höheren Fußballligen zu Hause waren. Und dass sie immer noch mit dem Ball umgehen können, wurde in der unterhaltsamen Partie deutlich.

Zweimal lagen dabei die vom Trainertrio Erwin Albert (FC Sand oder TSV Großbardorf), Manfred Fehlbaum (FC Haßfurt) und Reinhold „Asti“ Müller (DJK Dampfach) betreuten „Allstars“ in Führung. Der Geusfelder Topstürmer Burkard Wengel erzielte beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Schweinfurts Matthias Keller (5.) beide Treffer (3./12.). Bis zur Pause aber schafften Thorsten Seufert sowie Uwe Ernst (jetzt Trainer des FC Sand II) noch vor der Pause die Wende und schossen die Schnüdel-Traditionself mit 3:2 (26./34.) nach vorne. Nach dem Seitenwechsel sorgten Rainer Scheller (70.) sowie Florian Streit (77.) für den 5:2-Endstand.

Sieger waren nicht nur die beiden Mannschaften, die sich einen offenen Schlagabtausch lieferten. Sieger war vor allem Hubert Betz und dessen Familie. Seine Frau Monika, welche das Benefizspiel live verfolgte, darf sich über mehrere Tausend Euro zur finanziellen Unterstützung für die teure Pflege ihres Mannes freuen.

Organisator Werner Griebel, der nach der Partie zwischen der aktuellen Elf des FC 05 Schweinfurt gegen Dampfach vor einigen Wochen auch für das zweite Benefizspiel verantwortlich war und sich in den letzten Wochen die Finger wund telefoniert hat, um viele Fußballer für die Sache zu begeistern, verwies auf das eigens eingerichtete Spendenkonto.

Vor der Partie waren bereits 1610 Euro eingegangen, inklusive 1000 Euro von Roland Kimmel (Dampfach), der auf Geschenke zu seinem 50. Geburtstag verzichtete und stattdessen um Geld für einen guten Zweck bat. Durch weitere Zuwendungen, wie etwa 500 Euro von der Firma Uponor, 210 Euro der „Allstars“ und 600 Euro vom Eintritt ist der Kontostand weiter angewachsen. Einen Beitrag leistete Josef Brand, der für 110 Euro ein handsigniertes Originaltrikot des 1. FC Nürnberg ersteigerte. Das Kuriose: Der Dampfacher ist eingefleischter Bayernfan: „Ich will es weiter verschenken“.

Offiziell soll das ganze Geld Anfang August an Monika Betz überwiesen werden. Bis dahin freut sich Werner Griebel bis einschließlich Freitag, 24. Juli, über weitere Zahlungseingänge auf das Sonderkonto bei der Sparkasse Ostunterfranken, IBAN DE30793517300009347170, Verwendungszweck: „Hubert Betz“.

Geballte Erfahrung auf beiden Seiten. Beim Benefizspiel für den seit Jahren im Wachkoma befindlichen Hubert Betz gaben sich viele bekannte Ex- und auch noch aktuelle Spieler aus dem Landkreis im Team „Allstars Haßberge“ (gestreifte Trikots) die Ehre. Natürlich war die Traditionself des FC 05 Schweinfurt ebenfalls gespickt mit namhaften Akteuren.
Geballte Erfahrung auf beiden Seiten. Beim Benefizspiel für den seit Jahren im Wachkoma befindlichen Hubert Betz gaben sich viele bekannte Ex- und auch noch aktuelle Spieler aus dem Landkreis im Team „Allstars Haßberge“ (gestreifte Trikots) die Ehre. Natürlich war die Traditionself des FC 05 Schweinfurt ebenfalls gespickt mit namhaften Akteuren. Foto: Ralf Naumann
Diakon am Boden: Manfred Griebel (rechts) bringt Schweinfurts Dietmar Dieckmann aus dem Gleichgewicht.
Diakon am Boden: Manfred Griebel (rechts) bringt Schweinfurts Dietmar Dieckmann aus dem Gleichgewicht. Foto: Ralf Naumann
Der Schweinfurter Matthias Keller (links) grätscht dem zweifachen „Allstar“-Torschützen Burkard Wengel den Ball ab.
Der Schweinfurter Matthias Keller (links) grätscht dem zweifachen „Allstar“-Torschützen Burkard Wengel den Ball ab. Foto: Ralf Naumann

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