TISCHTENNIS: BEZIRKSOBERLIGA MÄNNER

Schwanfeld will kein Underdog sein

Fairer Verlierer: Andreas Volpert (SpVgg Hambach, links) hatte nach seiner sehr knappen Fünfsatz-Niederlage gegen Detlef Römmelt (SV Schwanfeld) noch ein Lächeln auf den Lippen. Foto: Wolfgang Müller

Tischtennis

Bezirksoberliga Männer Nord

 

TSV Brendlorenzen II – TV/DJK Hammelburg 9:3  
SV Schwanfeld – SpVgg Hambach 9:6  
TSV Gochsheim – TSV Arnshausen 6:9  

 

 

1. (1.) TV/DJK Hammelburg 5 4 0 1 39 : 21 8 : 2  
2. (2.) TSV Brendlorenzen II 4 3 0 1 32 : 18 6 : 2  
3. (3.) TSV Gochsheim 3 2 0 1 24 : 21 4 : 2  
4. (4.) TSV Waigolshausen 3 2 0 1 20 : 19 4 : 2  
5. (5.) SpVgg Hambach 4 2 0 2 27 : 27 4 : 4  
6. (9.) TSV Arnshausen 5 2 0 3 33 : 37 4 : 6  
7. (6.) SV Ramsthal 2 1 0 1 16 : 12 2 : 2  
8. (7.) TSV Schwebheim 3 1 0 2 18 : 21 2 : 4  
9. (8.) SV Schwanfeld 3 1 0 2 18 : 24 2 : 4  
10. (10.) TSV Goßmannsdorf 4 0 0 4 9 : 36 0 : 8  

 

SV Schwanfeld – SpVgg Hambach 9:6 (33:28 Sätze)

Der SV Schwanfeld setzte sich in der Tischtennis-Bezirksoberliga gegen die favorisierte SpVgg Hambach überraschend mit 9:6 (33:28 Sätze) durch und holte damit im dritten Spiel die ersten Punkte der Saison. „Ihr habt verdient gewonnen, wart als Mannschaft besser.“ Mit diesen Worten verließ der Hambacher Roman Hoffmann, der im zweiten Paarkreuz beide Spiele gewann, die Halle – eine Viertelstunde vor Mitternacht.

Was heißt „als Mannschaft“? Hofmanns Kollege und Mannschaftsführer Andreas Volpert wurde deutlicher. „Von der Position vier und sechs kommt im Moment zu wenig“. Damit waren Renato Kalman und Bernd Hasler gemeint, die jeweils beide Einzel abgaben. Gleiches unterlief Bernds Vater Christian im ersten Paarkreuz. Wobei dieser, nach mehreren Stunden Autobahnfahrt, direkt aus Norddeutschland angereist war. Seinetwegen wurde auch erst eine Viertelstunde später begonnen. „Es war nicht mein Tag. Die Gegner haben sehr gut gespielt“, wollte er – sportlich fair – die nicht ideale Vorbereitung auf seine Partien keineswegs als Ausrede gelten lassen.

Starker Beginn der Gastgeber

Schwanfeld startete mit 2:1 in den Doppeln. Auch, weil Hambachs Aufstellungs-Experiment nicht den gewünschten Effekt brachte. Doppel drei mit Andreas Volpert und Renato Kalmann sollte „stark gemacht“ werden. War es auch. Aber es war der einzige Punkt, weil das klassische Einser-Doppel C. Hasler/Hoffmann ebenso verlor (gegen Frank Räder und Peer Papior) wie Martin Riedel, der mit Abstand stärkste Einzelspieler dieses Abends, an der Seite von Bernd Hasler (gegen Patrick Mothes/ Detlef Römmelt).

„Wir sind die ganze Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen“, sagte Volpert zum Spielverlauf. Gleichwohl hatte es nach Riedels eindrucksvollem 11:1, 11:4 und 11:3 im Spitzen-Einzel gegen Frank Räder immerhin 5:5 gestanden. Riedels Aufschlag war eine echte Waffe. Und auch sonst kam Schwanfelds Spitzenspieler, der immerhin vorher in vier Sätzen Christian Hasler bezwungen hatte, gar nicht rein in dieses Spiel.

Klaus Räder („gegen Hoffmann habe ich noch nie gewonnen“) sollte auch diesmal gegen den Hambacher das Nachsehen haben. „Nach dem ersten Satz dachte ich, dass ich eine Chance habe“, sagte der Unterlegene nach dem 11:4, 3:11, 5:11, 7:11.

Hoffmann wusste genau, wie er spielen musste, antizipierte das Spiel des Gegners bestens und gewann klar. In seiner ersten Partie war es deutlich knapper: Ein 13:11 im fünften Satz gegen Peer Papior war entscheidend. Und dies in einer Situation, als er im finalen Durchgang bereits ein 10:7 zu einem 10:11 verspielt und einen Matchball gegen sich hatte. Papior, der stark begann, war zurecht enttäuscht. „Verschenkt“ sagte er, nachdem ihm im zweiten Satz eine 9:7-Führung zu einem 10:12 und damit dem Satzausgleich entglitten war.

Einige Minuten sah es so aus, als ob es zu einem Schlussdoppel kommen würde, führte doch Andreas Volpert gegen Detlef Römmelt bereits mit 2:0 Sätzen. Aber der Schwanfelder steigerte sich in einer rasanten Partie mit tischnahem Block- und Konterspiel – und siegte noch mit 4:11, 3:11, 11:6, 11:9 und 15:13.

Schwanfeld wurde in der Vergangenheit nie zum Favoritenkreis gezählt – eher so eingeordnet, wie es dem aktuellen vorletzten Tabellenplatz entspricht. Klaus Räder sieht das ein wenig anders: „Von Platz eins bis acht kann jeder jeden schlagen“, sagt er. Und die bislang letzten Ergebnisse sprechen wahrlich dafür. Da gewann Hambach, ohne den etatmäßigen Einser, unlängst gegen Ramsthal. Oder: Der vermeintliche Favorit DJK Hammelburg kassierte, trotz respektabler Aufstellung, eine 3:9-Klatsche bei Brendlorenzen II. Nutznießer aus der Schweinfurter Region könnte der TSV Gochsheim werden. Für Klaus Räder ist für sein Team ein Platz im gesicherten Mittelfeld realistisch, „wenn wir komplett sind“.

Punkte für Schwanfeld: Detlef Römmelt 2, Patrick Mothes/Römmelt 1, Frank Räder/Peer Papior 1, F. Räder 1, Mothes 1, Klaus Räder 1, Papior 1, Fynn Werner 1. Hambach: Martin Riedel 2, Roman Hoffmann 2, Renato Kalman/Andreas Volpert 1, Volpert 1.

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