EISHOCKEY: BAYERNLIGA

Der ERV Schweinfurt startet in eine Saison des Umbruchs

Mit diesem Kader gehen die Mighty Dogs in die neue Saison: Hinten (von links) Dr. Krisztian Fülöp, Dr. Michael Völk (Mannschaftsärzte), Jonas Manger, Kevin Heckenberger, Benjamin Rakonic, Maurice Köder, Marcel Grüner, Lukas Fröhlich, Abteilungsleiter Stephan Steinert, Sportleiter Christopher Schadewaldt; mittlere Reihe Sergei Chevalier (erster Vorsitzender), Betreuer Ralf Michel, Nachwuchsleiter Robert Häring, Betreuer Dirk Grimm, Oleg Seibel, David Adam, Lucas Kleider, Domantas Eypas, Moritz Schlick, Kevin Faust, Viktor Ledin, Mannschaftsarzt Dr. Matthias Blanke, Physiotherapeut Benny End, Betreuer Andreas Keidel, Mannschaftsführer Stefan Keidel sowie vorne Kevin Keßler, Jan Kouba, Daniel Tratz, Trainer Michael Dippold, Philipp Schnierstein, Andreas Kleider, Markus Babinsky, Maximilian Rabs und Leon Pöhlmann. Es fehlt: Jeff Murray.
Mit diesem Kader gehen die Mighty Dogs in die neue Saison: Hinten (von links) Dr. Krisztian Fülöp, Dr. Michael Völk (Mannschaftsärzte), Jonas Manger, Kevin Heckenberger, Benjamin Rakonic, Maurice Köder, Marcel Grüner, Lukas Fröhlich, Abteilungsleiter Stephan Steinert, Sportleiter Christopher Schadewaldt; mittlere Reihe Sergei Chevalier (erster Vorsitzender), Betreuer Ralf Michel, Nachwuchsleiter Robert Häring, Betreuer Dirk Grimm, Oleg Seibel, David Adam, Lucas Kleider, Domantas Eypas, Moritz Schlick, Kevin Faust, Viktor Ledin, Mannschaftsarzt Dr. Matthias Blanke, Physiotherapeut Benny End, Betreuer Andreas Keidel, Mannschaftsführer Stefan Keidel sowie vorne Kevin Keßler, Jan Kouba, Daniel Tratz, Trainer Michael Dippold, Philipp Schnierstein, Andreas Kleider, Markus Babinsky, Maximilian Rabs und Leon Pöhlmann. Es fehlt: Jeff Murray. Foto: Marion Wetterich

Die Rückkehr in die Bayernliga verlief für den ERV Schweinfurt in der vergangenen Saison nicht wie gewünscht. Zwar wurde mit dem Klassenerhalt das Minimalziel letztlich erreicht, die erhoffte Teilnahme an der Aufstiegsrunde jedoch deutlich verpasst. Daraus zog der ERV die Konsequenzen und baute im Verein kräftig um.

Mit Michael Dippold wurde nach ständigem Hin und Her auf dieser Position ein neuer Trainer verpflichtet. Mit Christopher Schadewaldt ist ab dieser Runde auch ein neuer Sportleiter in der Verantwortung. Und auch der Kader wurde kräftig durchgeschüttelt. Den Abgängen von Spielern wie Simon Knaup und Schadewaldt (jeweils Ende der aktiven Laufbahn), Stephan Trolda, Josef Straka oder Patrik Rypar stehen zahlreiche Neuzugänge und Aufrücker aus dem eigenen Nachwuchs entgegen. Für das Tor wurde Philipp Schnierstein geholt, für die Abwehr sicherten sich die Mighty Dogs Domantas Cypas (Kontingentspieler) und Markus Babinsky. Im Sturm gehen nun David Adam, Oleg Seibel, Jeff Murray (zweiter Kontingentspieler), Kevin Heckenberger und Lucas Fröhlich auf Torejagd.

Teambuilding als Hauptaufgabe

Bei so viel neuem Personal war es für Trainer Dippold in der Vorbereitung die vornehmlichste Aufgabe, die Mannschaft kennenzulernen und aus den verbliebenen Akteuren sowie den Neuzugängen schnellstmöglich eine Einheit zu bilden. „Deshalb haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Teambildung gelegt. Ich wollte wissen, wie die Spieler ticken.“ Und hier zieht der neue Coach ein positives Fazit. „Die Jungs haben sich schnell gefunden und brennen als Team auf die neue Saison.“ Das Problem eines Vakuums in der Hierarchie sieht Dippold nach dem Abgang diverser Führungsspieler nicht.

„Wir sind ein Team ohne Stars. Da ergibt sich das von selbst. Führungsspieler braucht man vor allem in der Kabine. Und da haben wir zum Beispiel mit Kapitän Andreas Kleider und seinem Stellvertreter Markus Babinsky Spieler, die klare Worte finden.“ Auf dem Eis steht für Dippold die Mannschaftsleistung im Vordergrund. „Jeder kann und soll seinen Teil dazu beitragen.“

Von seinem Team will der Trainer dabei vor allem kreatives, offensives Eishockey sehen. „Wir wollen variantenreich spielen und haben dazu bereits viel einstudiert. Natürlich werden wir – je nach Gegner – auch mal defensiver agieren. Grundsätzlich möchte ich aber sehen, dass die Mannschaft schnell spielt, gute Pässe zeigt und für Spektakel sorgt. Ich denke das ist auch das, was die Zuschauer sehen wollen.“

Ein Problem könnte dabei werden, dass im Kader des ERV ein echter Torjäger fehlt. „Auch das müssen wir als Team lösen, was allerdings auch noch ein paar Spiele dauern kann“, bittet der Trainer um etwas Geduld, um das Zusammenwachsen des Teams weiter vorantreiben zu können, „zumal es unser Auftaktprogramm durchaus in sich hat.“

Weitere Neuzugänge sind beim ERV aktuell nicht geplant. „Ich vertraue dem Kader – auch den jungen Spielern, die ich so oft wie möglich einsetzen möchte, damit sie sich entwickeln können“, sagt Dippold, der allerdings andere Konkurrenten hinsichtlich des Kaders durchaus stärker einschätzt. „Wenn man sich zum Beispiel ansieht, was Miesbach, Passau, Waldkraiburg, Königsbrunn oder Klostersee aufbieten, ist das schon brutal.“

Vielleicht wurde deshalb das Saisonziel mit einer Verbesserung im Vergleich zur Vorsaison und dem Nichtabstieg eher vorsichtig gewählt. „Die Jungs und ich würden aber schon gerne die Playoffs erreichen.“ Nach einer erneuten Änderung des Modus würde dazu ein Platz zwischen eins und sechs erklommen werden müssen. „Wir schielen da eher auf die Plätze sieben und acht, über die eine Qualifikation auch noch möglich wäre.“ Zunächst setzt Dippold den Fokus aber darauf, die Spiele zu Saisonbeginn offen zu gestalten. „Ich stelle mir vor, dass wir in allen Spielen bis zum Ende die Möglichkeit haben, zu gewinnen.“ Mit welchen Reihen er dieses Ziel beim Saisonauftakt gegen den EHC Klostersee (Freitag, 20 Uhr, Icedome) und zwei Tage später beim Auswärtsspiel gegen den ESC Dorfen (17 Uhr, Eisstadion) angehen wird, ist noch offen. „Lediglich der dritte Block mit Maximilian Rabs, Marcel Grüner und Jonas Manger im Sturm sowie Andreas Kleider und Maurice Köder in der Abwehr ist fix. Sie haben mich in der Vorbereitung in dieser Zusammenstellung überzeugt und sind unheimlich marschiert.“ Ob Neuzugang Schnierstein – oder Kevin Keßler – das Tor hüten wird ist ebenfalls offen. Man darf also gespannt sein, in welcher Konstellation und in welcher Form sich die Mighty Dogs in der neuen Saison präsentieren.

Der Kader der Mighty Dogs im Überblick

Abgänge: Patrik Rypar (Höchstadter EC), Marc Zajic (ESC Moskitos Essen), Jan Lukas Haack, Jamie Akers (beide EC Bad Kissingen), Simon Knaup (Karriereende), Christopher Schadewald (Karriereende, nun Sportleiter), Josef Straka (EHC Waldkraiburg), Stephan Trolda (EHC Bayreuth Tigers 1b), Alexander Andrusovich, Martin Oertel, Ferdinand Dürr (alle Ziel unbekannt). Zugänge: Philipp Schnierstein, Markus Babinsky, Oleg Seibel, Lucas Fröhlich (alle Höchstadter EC), David Adam (EHC 80 Nürnberg Young Ice Tigers), Domantas Cypas (EC Bad Kissingen), Kevin Heckenberger, Moritz Schlick, Leon Pöhlmann (alle eigene Jugend), Jeff Murray (Brampton Beast), Benjamin Rakovic (EV Pegnitz).

Kader – Tor: Kevin Keßler (Rückennummer 31), Leon Pöhlmann (40), Philipp Schnierstein (89). Abwehr: Lucas Kleider (2), Maurice Köder (7), Domantas Cypas (29), Andreas Kleider (51), Markus Babinsky (73), Kevin Faust (85). Sturm: David Adam (8), Kevin Heckenberger (10), Moritz Schlick (11), Jonas Manger (13), Oleg Seibel (17), Viktor Ledin (18), Jeff Murray (19), Daniel Tratz (20), Marcel Grüner (21), Maximilian Rabs (87), Jan Kouba (93), Lucas Fröhlich (96), Benjamin Rakovic (98).

Trainer: Michael Dippold (seit 2019, zuletzt EC Pfaffenhofen).

Saisonziel: Nichtabstieg. Meistertipp: keine Angabe.

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