Volleyball

Eltmanns GmbH beantragt Insolvenz: 99 Cent auf dem Konto

Der Eltmanner Volleyball gerät immer schlimmer ins Trudeln. Peter Knieling, Vorsitzender der SG Eltmann und Geschäftsführer der Volleyball Eltmann GmbH, hatte noch am Samstag davon gesprochen, die GmbH retten und die Nachwuchsarbeit der SGE-Volleyballabteilung fortführen zu können. Nun steht beides mehr als auf der Kippe. Wie Knieling in einer vierzeiligen E-Mail am Donnerstag bekannt gab, musste die überschuldete GmbH am Mittwoch Insolvenz anmelden.

Der Eltmanner Volleyball gerät immer schlimmer ins Trudeln. Peter Knieling, Vorsitzender der SG Eltmann und Geschäftsführer der Volleyball Eltmann GmbH, hatte noch am Samstag davon gesprochen, die GmbH retten und die Nachwuchsarbeit der SGE-Volleyballabteilung fortführen zu können. Nun steht beides mehr als auf der Kippe. Wie Knieling in einer vierzeiligen E-Mail am Donnerstag bekannt gab, musste die überschuldete GmbH am Mittwoch Insolvenz anmelden.

Bereits während der letzten Saison waren immer wieder Gerüchte aufgetaucht, die von den Verantwortlichen aber stets dementiert wurden. Wie hoch der Schuldenstand der erst seit gut einem Jahr existierenden Volleyball-GmbH ist, wollte Knieling nicht bekannt geben, es sollen aber über 100 000 Euro sein. Ein Betrag, den auch der Insolvenzgutachter (Vorstufe des eigentlichen Insolvenzverwalters) Klaus-Christof Ehrlicher von der Coburger Kanzlei Linse in etwa bestätigt. Auf dem GmbH-Konto sei „mit Stichtag 7. 7. ein Betrag von 99 Cent vorhanden“ gewesen.

Ehrlicher muss nun prüfen, ob ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden kann oder mangels Masse abgewiesen werden muss. Ein Großteil der Schulden dürften ausstehende Spielergehälter sein. Ein Akteur soll sogar bereits versucht haben, seine Forderungen durch ein Inkassobüro eintreiben zu lassen. Aber auch das Finanzamt soll noch Forderungen an die GmbH haben.

Als Hauptgrund für den Fehlbetrag nennt Knieling ausbleibende Sponsorengelder. Mit Privateinlagen habe er noch versucht das Ruder herum zu reißen. Die SG Eltmann könnte mit einem blauen Auge davon kommen, Knieling: „Der Verein ist allerdings einer der Hauptgesellschafter, diese Einlage könnte verloren sein.“ Da er selbst Gläubiger und Geschäftsführer der insolventen GmbH sei, wolle er für die Zeit des Insolvenzverfahrens sein Amt als Vorsitzender der SG ruhen lassen, gab Knieling bekannt. „Das gibt sonst einen Interessenkonflikt.“ Den Klub führt nun Günther Preissner, der zweite Vorsitzende aus der Fußball-Abteilung.

Die Kooperation zur Nachwuchsförderung zwischen SGE und dem Bundesliga-Nachfolger VC Franken Bamberg ist offenbar geplatzt. Der VC Franken trat inzwischen der Volleyball-Gemeinschaft Bamberg bei, die den geforderten Unterbau liefert. Die beiden höchstklassigsten Herrenteams der VG treten in der neuen Spielzeit als VC Franken II und III an. Die Richtlinien der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) verlangen einen derartigen Unterbau. Mitglieder der VG sollen für den Ablauf der Heimspiele in der JAKO-Arena sorgen. „Die DVL hat das Kooperationsmodell mit Eltmann nicht genehmigt, wir mussten handeln“, sagte VC-Franken-Vorsitzender Patrick Loos. „Für die geplante Kooperation mit Eltmann hat das gravierende Folgen, wir können nicht zwei Vereine gleichzeitig unterstützen.“
Zwar habe es die Möglichkeit gegeben, zwei Eltmänner Teams als VC Franken II und III starten zu lassen, „dies ist aber mit Eltmann nicht zu machen gewesen“. Er habe vorgeschlagen, dass sich Verantwortliche der VG Bamberg und der SGE zusammen setzen, um eine Lösung zu finden, die Eltmann nicht ganz im Regen stehen lasse.

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