Eishockey: Landesliga Play-offs

Ernüchterung bei den Mighty Dogs

Hat viel zu grübeln: Mighty-Dogs-Coach Thomas Berndaner muss seine Mannschaft nach der 1:7-Klatsche im ersten Halbfinale in Passau nun für das entscheidende Spiel am Freitag wieder aufbauen.
Hat viel zu grübeln: Mighty-Dogs-Coach Thomas Berndaner muss seine Mannschaft nach der 1:7-Klatsche im ersten Halbfinale in Passau nun für das entscheidende Spiel am Freitag wieder aufbauen. Foto: Marion Wetterich

 

Landesliga, Play-off-Halbfinale Spiel 1 (best of three):
EHF Passau – ERV Schweinfurt 7:1 (2:1, 1:0, 4:0)

„Die Pizza, die wir für die Rückfahrt bestellt hatten, habe ich so mit nach Hause genommen“, gewährte ERV-Coach Thomas Berndaner nach der 1:7-Niederlage in Passau einen Einblick in sein Seelenleben. Und das war nach der überdeutlichen Pleite zum Auftakt der Halbfinal-Serie von großer Enttäuschung geprägt. Auch wenn er sich viele Faktoren, die zu der „zu hoch ausgefallenen Niederlage“ geführt haben, sehr gut erklären kann.

Da wäre allen voran die angespannte personelle Situation der Schweinfurter. Denn auch am Sonntag musste der Trainer neben Andreas Kleider (Beinbruch) und Michele Amrhein (Sperre) auch wieder kurzfristig zwei weitere Akteure ersetzen: Jan Eberlein und Maximilian Rabs fielen mit Grippe aus. Dies war der Grund, warum plötzlich Co-Trainer Stephen Heckenberger auf dem Spielberichtsbogen auftauchte. Er sollte durch seinen Einsatz dafür sorgen, dass der ERV gegen personell top besetzte Gastgeber überhaupt eine dritte Sturmreihe aufs Eis schicken konnte. Hinzu kam, dass mit Maximilian Schneider nach nicht einmal zehn Minuten ein weiterer Spieler ausfiel. „Maxi kam zur Bank und hat mitgeteilt, dass er nach seiner schweren Erkältung keine Luft mehr bekommt“, so Berndaner, dessen Pläne danach bereits wieder Makulatur waren. Die neu zusammengestellten Reihen mussten erneut durchgewürfelt werden.

Dafür hielten die Gäste lange Zeit gut mit und gingen mit einem knappen Rückstand in die erste Pause. Und auch im Mitteldrittel blieb das Spiel offen. Nach einem Fehler des jungen Jona Schneider erhöhten die Passauer zwar auf 3:1 (28.). Der ERV hatte aber durchaus genügend Chancen, den alten Abstand wieder herzustellen. „Da haben wir wieder mal aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht. Ich habe nach meinen Eindrücken vom Spiel der Passauer gegen Fürstenfeldbruck vor und während des Spiels immer wieder darauf hingewiesen, dass der Goalie nicht der Sicherste ist. Trotzdem spielen wir immer wieder den komplizierten Pass, statt den Abschluss zu suchen“, nahm Berndaner aber auch die verbliebenen Spieler in die Pflicht. Diese müssen es nun am Freitagabend im Icedome richten und vor eigenem Publikum mit einem Sieg ein Entscheidungsspiel erzwingen.

Doch die Chancen, dass ihm dann mehr Personal zur Verfügung stehen wird, stuft der Trainer als eher gering ein. Dennoch sieht er die Möglichkeiten. Die Niederlage war nämlich nicht nur vom Ergebnis zu hoch, sondern ist letztlich in der Höhe ja auch egal. „Es steht lediglich 1:0 für Passau“, betont Berndaner mit Verweis auf den Modus der best-of-three-Serie. Nach dem 1:4 im dritten Drittel ließen die Schweinfurter in ihrer Gegenwehr stark nach, um alle Kräfte für das Spiel am Freitag zu bündeln. „Da ging dann nicht mehr viel“, so der Coach.

Schweinfurt: Dirksen – Schäfer, J. Knaup, S. Knaup, M. Schneider, J. Schneider – Campbell, Marquardt, Geuder, Ludwig, Manger, Zimmermann, Bendel, Stumpf, Heckenberger. Tore: 1:0 (15.) Friedl (Dörfler, Linnenbrügger), 2:0 (16.) Mrazek (Lederer), 2:1 (19.) Campbell (Geuder), 3:1 (28.) Linnenbrügger (Persch), 4:1 (47.) Lederer (Linnenbrügger, Mrazek), 5:1 (47.) Linnenbrügger (Friedl, Ackermann), 6:1 (57.) Lederer (Persch, Hamberger), 7:1 (59.) Linnenbrügger (Nutz). Strafminuten: 6/12. Zuschauer: 1017.

Landesliga-Play-off Halbfinale

Halbfinale 1: TSV Erding – EA Schongau 7:4 Modus best of three Play-off-Stand: 1:0 Spiel 2: EA Schongau – TSV Erding (Freitag, 20 Uhr) Halbfinale 2: EHF Passau – ERV Schweinfurt 7:1 Modus best of three Play-off-Stand: 1:0 Spiel 2: ERV Schweinfurt – EHF Passau (Freitag, 20 Uhr) Die Sieger der Halbfinales spielen im Finale den direkten Aufsteiger in die Bayernliga aus (Modus best of three). Der Verlierer des Finales bekommt eine zweite Chance gegen den Gewinner der Abstiegs-Relegation der Bayernliga. Die beiden Halbfinal-Verlierer bleiben in der Landesliga.

LL Bayern Abstieg Gr. C
 
ESC Haßfurt – VER Selb 1b 3:2  
EHC Bayreuth 1b – EHC Nürnberg 9:8  
SG Schliersee/Miesbach – EHC Bad Aibling 4:5 n.P.  
EHC Nürnberg – VER Selb 1b 7:1  
EHC Bad Aibling – EHC Bayreuth 1b 5:1  
EC Bad Tölz 1b – SG Schliersee/Miesbach 4:2  
 
1. (1.) EHC Bad Aibling 10 57 : 24 23  
2. (3.) EC Bad Tölz 1b 11 53 : 44 18  
3. (2.) ESC Haßfurt 9 47 : 38 18  
4. (4.) EHC Nürnberg 9 55 : 47 18  
5. (6.) EHC Bayreuth 1b 11 48 : 65 12  
6. (5.) VER Selb 1b 12 37 : 54 12  
7. (7.) SG Schliersee/Miesbach 10 34 : 59 7  
LL Bayern Abstieg Gr. D
 
ESC Kempten – SC Reichersbeuern 2:4  
EV Bad Wörishofen – SC Forst 6:1  
ESV Burgau – DEC Inzell 8:3  
EC Oberstdorf – DEC Inzell 6:5 n.P.  
EV Bad Wörishofen – ESC Kempten 5:4  
TSV Trostberg – ESV Burgau 6:0  
SC Forst – EC Oberstdorf abges.  
 
1. (3.) EV Bad Wörishofen 10 50 : 32 26  
2. (1.) TSV Trostberg 10 48 : 25 24  
3. (2.) SC Reichersbeuern 11 51 : 37 24  
4. (4.) SC Forst 10 46 : 44 13  
5. (5.) DEC Inzell 12 43 : 52 12  
6. (6.) ESC Kempten 9 35 : 42 9  
7. (7.) ESV Burgau 11 31 : 60 9  
8. (8.) EC Oberstdorf 9 31 : 43 6  

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