KORBBALL: BUNDESLIGA SÜD

Eßleben bleibt an der Spitze

Zielstrebig: Laura Königer vom Tabellenführer TSV Eßleben (am Ball) setzt sich gegen Janka-Kathleen Meier (links) und Milena Luthe (Eisbergen) durch. Foto: Wolfgang Müller

KORBBALL

Bundesliga Süd Halle

 

TuS Helpup – SV Schraudenbach 5:5  
TuS Eisbergen – TSV Essleben 7:14  
TuS Helpup – TSV Ettleben 8:10  
TuS Eisbergen – SV Schraudenbach 5:11  
TSV Ettleben – TSV Essleben 1:1  

 

 

1. (1.) TSV Essleben 4 3 1 0 26 : 15 7  
2. (3.) SV Schraudenbach 4 2 1 1 24 : 15 5  
3. (4.) TSV Ettleben 4 2 1 1 25 : 21 5  
4. (2.) TuS Helpup 4 1 1 2 29 : 28 3  
5. (5.) TSV Bergrheinfeld 2 1 0 1 5 : 6 2  
6. (6.) VfL Kleinlangheim 2 1 0 1 15 : 17 2  
7. (7.) TuS Eisbergen 4 1 0 3 28 : 45 2  
8. (8.) TSV Werneck 2 0 0 2 12 : 17 0  

 

Am zweiten Spieltag der Korbball-Bundesliga Süd heimsten im Waigolshausener Freizeitzentrum die Vertreter aus der Region allesamt einen Sieg und ein Unentschieden ein, während den seit zehn Jahren stets unter den besten vier platzierten nordrhein-westfälischen Mannschaften des deutschen Vizemeisters TuS Eisbergen und des TuS Helpup, primär bedingt durch Wechsel auf der Korbhüterposition, ein Absturz ins Mittelmaß droht. Der TSV Eßleben bleibt Tabellenführer.

„Heute haben wir auch mal Glück gehabt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Helpup-Trainerin Tanja Nedderhof nach dem 5:5 im Auftaktspiel gegen den deutschen Meister SV Schraudenbach. Ihre deutlich verjüngte Mannschaft („Projekt Zukunft“), bei der auch die einstige Top-Korbhüterin Lea Gaffron nicht mehr dabei ist, erkämpfte sich dieses Remis, nachdem zuvor eine 3:0-Führung dahinschmolz. „Wir haben vor der Pause neun Mal hinten auf den Korbring getroffen“, erklärte Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel, weshalb auf SV-Seite lange null Körbe standen. Ab dem 4:4, Mitte der zweiten Halbzeit, war es ein richtig gutes Spiel. „Wir haben uns insgesamt zu wenige Chancen erarbeitet“, sagte Rumpel.

Eßleben egalisiert einen Rückstand

Das Spiel hatte Helpup viel Kraft und Konzentration gekostet. So führte Gastgeber TSV Ettleben in seinem Auftaktspiel gegen die Westfälinnen beim 10:8 (7:4) nach acht Minuten bereits 4:1. Am Korb der Unterlegenen spielte dann anstelle von Lea-Marie Schneider für längere Zeit Janina Hörmann, was insgesamt etwas mehr Sicherheit brachte. Der TSV, der ohne Trainer dasteht, agierte lange routiniert und ballsicher. Am Ende wurde es allerdings knapp. Eine 9:5-Führung schmolz auf 9:8 (39.), Helpup ging dann in der letzten Minute erhöhtes Risiko, löste die Abwehr auf und kassierte das 8:10.

Der Tabellenführer TSV Eßleben machte seine Sache gegen den TuS Eisbergen, bei dem anstelle der Stammkorbhüterin Alina Meier – wie schon am ersten Spieltag – eine Feldspielerin diesen Part übernehmen musste, mindestens genauso gut. Aus einem 5:7-Rückstand zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde ein 14:7, also ein Lauf von 9:0 Körben. Hauptgrund hierfür war, dass praktisch jeder Distanzwurf, der auf den Korb kam, drin war. „Wir sind nicht so gut reingekommen, haben später besser verteidigt“, erklärte Eßlebens neuer Trainer Frank Dittmar, der zuvor 17 Jahre den TSV Ettleben trainiert hatte. In der tat kam in Durchgang eins Eisbergen durch blitzsaubere, verzögerte Heber gegen Spitzenkorbfrau Klara Aschenbrenner häufiger zum Erfolg.

Schraudenbach war nach den bisherigen Eindrücken in der Neuauflage des Endspiels der deutschen Meisterschaft gegen Eisbergen beim 11:5 (6:4) Favorit – und wurde dieser Rolle auch gerecht. Eisbergen verkürzte zwar zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff per Weitwurf auf 4:6, wenig später stand es aber 4:7. Der SVS schaltete einen Gang zurück, lange passierte nichts. Auf das 4:8 folgte prompt noch einmal die Verkürzung auf 5:8. Eisbergen steckte in Halbzeit zwei zwar nicht auf, aber es wollte einfach nichts mehr klappen – selbst aus aussichtsreichen Positionen nicht.

Fotoserie

Korbball-Bundesliga

zur Fotoansicht

Das letzte Spiel des Tages, Ettleben gegen Eßleben (1:1, Halbzeit 0:1), war dann der Papierform nach das Spitzenspiel. Auch wenn die Tabelle so früh in der Saison nur bedingte Aussagekraft hat, dieses Spiel wurde dem Anspruch gerecht. Dittmar sagte nachher treffend: „Ein Spiel mit je einem Korb kann auch interessant sein.“ Wohl wahr. Denn es ging recht munter los. Chancen auf beiden Seiten gab es zunächst im Minutentakt. Aber erst in der 13. Minute erzielte Lisa Strahl die Eßlebener Führung.

Nach der Pause vergab sie eine erstklassige Gelegenheit zum 2:0. Insgesamt gesehen hatten die Gastgeber jedoch ein Chancenplus, vor allem Spielführerin Carina Hart probierte es oft aus der Eckposition. Die meisten Würfe gerieten zu kurz. „Klara Aschenbrenner hat stark pariert“, sagte Hart später. Das 1:1 resultierte aus einem Viermeter. Jedenfalls waren Ettlebens Spielerinnen mit dem Unentschieden „hochzufrieden“ und mit dem Spieltag insgesamt „mehr als zufrieden“. Auch Dittmar, der sein Team auf seine ehemalige Mannschaft natürlich gut eingestellt hatte, war mit der Punkteteilung einverstanden.

Körbe, Schraudenbach: Theresa Rumpel 5, Julia Fuchs 4, Jennifer Rumpel 2, Michelle Brietzke 2, Anna-Lena Blesch 2, Sabrina Heuler 1. Eßleben: Lisa Strahl 3, Ronja Brendler 3, Laura Königer 3, Klara Aschenbrenner 3, Julia Kamm 2, Ann-Kathrin Cäsar 1. Ettleben: Carina Hart 4, Hannah Erhardt 3, Johanna Reuß 3, Christina Pfister 1.

 

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Waigolshausen
  • Wolfgang Müller
  • Deutsche Meister
  • Deutsche Meisterschaften
  • Eisbergen
  • Erfolge
  • Ettleben
  • Gerechtigkeit
  • Happy smiley
  • Helpup
  • Schraudenbach
  • Tabellenführung
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!