KORBBALL: BUNDESLIGA

Dämpfer für den TSV Werneck

Bei seiner Premiere als Ausrichter ging der Aufsteiger TSV Werneck leer aus. Wieso es diesmal nicht für einen Punktgewinn reichte.
Den Korb im Visier: Die Ettlebenerin Paula Erhardt (rechts) schließt ab, die Werneckerin Vanessa Reinhart kann nicht mehr eingreifen. Der TSV Ettleben entschied das Derby mit 11:4 für sich. Foto: Wolfgang Müller

Korbball

Bundesliga Süd Halle

 

TSV Bergrheinfeld – TuS Eisbergen 11:14  
TSV Eßleben – TuS Helpup 8:2  
TuS Eisbergen – TSV Werneck 15:8  
TuS Helpup – TSV Bergrheinfeld 4:9  
TSV Werneck – TSV Ettleben 4:11  

 

 

1. (2.) TSV Eßleben 7 5 1 1 38 : 20 11  
2. (1.) SV Schraudenbach 6 4 1 1 41 : 26 9  
3. (4.) TSV Bergrheinfeld 8 4 0 4 37 : 42 8  
4. (7.) TuS Eisbergen 8 4 0 4 78 : 84 8  
5. (5.) TSV Ettleben 5 3 1 1 36 : 25 7  
6. (3.) VfL Kleinlangheim 6 3 0 3 39 : 42 6  
7. (6.) TSV Werneck 8 2 0 6 55 : 66 4  
8. (8.) TuS Helpup 8 1 1 6 41 : 60 3  

 

Der zuletzt erfolgreiche Aufsteiger TSV Werneck erlitt bei seiner Premiere als Ausrichter eines Korbball-Bundesliga-Spieltags einen Dämpfer und ging in der Schweinfurter Georg-Wichtermann Halle vor etwa 100 Zuschauern gegen den TuS Eisbergen und TSV Ettleben leer aus.

„Einen Punkt hätten wir schon gerne mit genommen“, sagte Wernecks Trainer Michael Reinhart. „Wir sind überhaupt nicht richtig in die Spiele gekommen.“ Zudem habe in einigen Situationen die Cleverness gefehlt. Beispielsweise als man im mit „Mutter aller Derbys“ angekündigten Spiel gegen den TSV Ettleben (4:11) bei beginnendem Überzahlspiel sofort den Ball verlor. Sicher, da stand es wenige Minuten vor Schluss bereits 4:8, aber ein schneller Anschlusstreffer hätte eventuell noch einmal für ein wenig Spannung sorgen können. Dass man überhaupt so weit hinten lag, war primär Schwächen in der Rückwärtsbewegung geschuldet. Nach passablen Anfangsminuten fing sich Werneck binnen kürzester Zeit drei Konter zum 1:5, was auch der Halbzeitstand war.

„Nachdem Werneck zuletzt gut war, haben wir die Mannschaft nicht unterschätzt“, erläuterte Ettlebens Kerstin Hauck, die den letzten Korb erzielte. „Wir hatten den längeren Atem. Mit jedem Korb stieg die Sicherheit“, ergänzte sie. Gegen Eisbergen, in der Vorwoche mit 11:9 siegreich, misslang die Revanche. Denn zu viel hing von Korbhüterin Lara Helmreich ab, die vorne einige Blindwürfe erfolgreich platziert hatte und das Spiel bis zum 3:3 offenhielt. Am Ende stand ein klares 8:15 auf dem Bogen. Die Westfälinnen trumpften in den Schlussminuten auf und erzielten vier Körbe binnen zwei Minuten.

Fotoserie

Spieltag in Schweinfurt

zur Fotoansicht

Auch das Duell der ehemaligen deutschen Meister gewann Eisbergen gegen den TSV Bergrheinfeld, wenn auch nur mit 14:11 (6:7). „Nur“, weil Bergrheinfelds Korbhüterin Lena Hünlein ab der dritten Minute mit einer Knieverletzung, nach einer unglücklichen Landung nach einem Sprung, passen musste. „Es war bemerkenswert, dass alle möglichen Betreuer von Werneck, Eßleben und Helpup sofort da waren“, lobte die Verletzte die Erstversorgung. An ihrer Stelle ging es dann mit der Feldspielerin Mona Kegel weiter. Eigentlich eine enorme Schwächung.

Verzerrtes Tabellenbild

Und dennoch gelang es den Bergrheinfelderinnen zwischenzeitlich, dank starker Abwehr und fünf überragenden Distanzwürfen von Sabrina Eckert bis zur 17. Minute, eine 7:3-Führung herauszuholen. Aber auf den letzten Korb gab es prompt die gegnerische Antwort – und noch zwei weitere Treffer in den nächsten zwei Minuten. Der deutsche Vizemeister war von der Aufholjagd sichtlich beflügelt. Das Kombinationsspiel gelang wie zu besten Zeiten. Nach weiteren zehn Minuten war das Spiel mit 7:12 komplett gedreht – und vorentschieden.

Erst kurz vor Schluss gelang Bergrheinfelds Hanna Rumpel per Doppelschlag noch die Korrektur zum 11:14. Eisbergen holte also, mit der wieder fitten Stammkorbhüterin Alina Meier vier Punkte, während der Rivale TuS Helpup erneut leer ausging.

Gegen den neuen Spitzenreiter TSV Eßleben gab es ein deutliches 2:8 (1:5) und gegen Bergrheinfeld ein 4:9 (2:5). Für dieses Spiel erschien kurzfristig Bergrheinfelds Jugend-Korbfrau Emely Neuhauser, die an diesem Tag eigentlich anderweitig ehrenamtlich tätig war. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grote. Damit sei noch alles drin im Kampf um Platz drei. Helpup musste verletzungsbedingt ohne Janina Hörmann auskommen, die als beste TuS-Akteurin gehandelt wird.

Die Tabelle zeigt zum Jahresende ein schiefes Bild. Manche Klubs haben bereits acht Spiele absolviert – über die Hälfte, während Ettleben erst fünf Mal auf Punktejagd gegangen ist.

Körbe für Bergrheinfeld: Eckert 11, Rumpel 6, Göbel 2, Rudloff 1. Ettleben: Erhardt 6, Hauck 2, Hart 2, Reuß 1. Werneck: Helmreich 4, Graber 3, Riegler 2, Pfister 2, Reinhart 1. Eßleben: Brendler 2, Göb 2, Aschenbrenner 2, Strahl 1, Hümmer 1.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Wolfgang Müller
  • Deutsche Meister
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Eisbergen
  • Ettleben
  • Happy smiley
  • Helpup
  • Kegel
  • Körbe
  • Schraudenbach
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!