KORBBALL: BUNDESLIGA

Schraudenbach stürmt in der Korbball-Bundesliga vorneweg

Schraudenbachs Jennifer Rumpel erzielt das 2:2 gegen Ettleben, dessen Korbhüterin Johanna Reuß nicht mehr eingreifen kann. Foto: W. Müller

Korbball

Bundesliga Süd Halle

 

SV Schraudenbach – TSV Ettleben 9:6  
VfL Kleinlangheim – TSV Bergrheinfeld 2:4  
SV Schraudenbach – TSV Werneck 6:2  
TSV Ettleben – VfL Kleinlangheim 11:5  
TSV Bergrheinfeld – TSV Eßleben 17:1  

 

 

1. (2.) SV Schraudenbach 8 6 1 1 56 : 34 13  
2. (3.) TSV Bergrheinfeld 10 6 0 4 58 : 45 12  
3. (1.) TSV Eßleben 8 5 1 2 39 : 37 11  
4. (5.) TSV Ettleben 7 4 1 2 53 : 39 9  
5. (4.) TuS Eisbergen 8 4 0 4 78 : 84 8  
6. (6.) VfL Kleinlangheim 8 3 0 5 46 : 57 6  
7. (7.) TSV Werneck 9 2 0 7 57 : 72 4  
8. (8.) TuS Helpup 8 1 1 6 41 : 60 3  

 

Gastgeber SV Schraudenbach untermauerte im Waigolshausener Freizeitzentrum vor 130 Zuschauern seine Favoritenrolle in der Liga und setzte sich nach Anfangsschwierigkeiten gegen den TSV Ettleben und Aufsteiger TSV Werneck souverän durch. Der bisherige Spitzenreiter TSV Eßleben muss bis auf weiteres auf Stammkorbhüterin Klara Aschenbrenner (private Gründe) verzichten und steht somit vor einer schweren Restsaison.

„Mal schauen, wie weit uns die elf Punkte tragen“, sagte Eßlebens Coach Frank Dittmar nach dem 1:17 (1:6) gegen den TSV Bergrheinfeld. Erschwerend kam noch hinzu, dass mit Laura Königer verletzungsbedingt eine Feldspielerin fehlte, die zumindest ansatzweise die Stammkorbfrau vertreten kann. „75 Prozent ihrer Würfe waren drin“, lobte Dittmar den Gegner.

17 Bergrheinfelder Körbe

Zurecht, denn 17 Körbe muss man erst einmal werfen, zumal sich Eßleben keineswegs kampflos ergab. Man versuchte es mit einer direkten Deckung, also einer Art von Spiel, wie man es bei Nachwuchsmannschaften häufiger antrifft. Aber die läuferisch überlegenen Bergrheinfelderinnen fanden immer wieder entscheidende, freie Anspielstationen.

Die Mannschaft von Kirstin Grote gewann auch das erste Spiel, mit 4:2 (1:1) gegen den VfL Kleinlangheim. Es war über weite Strecken eine zähe Auseinandersetzung mit starken Abwehrreihen und vor allem einer starken VfL-Korbhüterin Mercedes Hoffmann. Ihre Mannschaft erhöhte in den letzten zehn Minuten die Schlagzahl, ging verdient mit 2:1 (35.) in Führung, ehe sie kurz danach einen Doppelschlag zum 2:3 einstecken musste. Zunächst behielt Hanna Rumpel die Nerven und verwertete einen Sechsmeter. Eine halbe Minute später erzielte Sabrina Eckert per Konter die Führung. Diese erhöhte Jasmin Hirschmann, für die es nach neun Jahren Pause ihre erste Bundesliga-Partie war, zum 4:2-Endstand. „Ich freue mich, dass wir viele verschiedene Korbschützen hatten und unsere Jugendkorbhüterin Emely Neuhauser gut pariert hat“, war Grote zufrieden. Aus Kleinlangheimer Sicht war es freilich eine Niederlage, die angesichts des späten eigenen Führungstreffers vermeidbar gewesen wäre.

Der SV Schraudenbach trumpfte vom Start weg spielerisch auf, als ob es keine Weihnachtspause gegeben hätte. Beim 9:6 ( 6:3) im Spitzenspiel den TSV Ettleben ließ sich die Mannschaft von Ludwig Rumpel auch durch einen schnellen 0:2-Rückstand nicht beirren. Nach der Pause wurde das Tempo herausgenommen. Ettleben wurde stärker, SVS-Korbfrau Theresa Rumpel hatte mehr zu halten, als ihr lieb war. „Wenn ich noch ein zweites Spiel habe, muss ich mir die Kräfte einteilen“, so der Coach.

Sehenswerte Rumpel-Treffer

Er sollte recht behalten, denn der nächste Gegner TSV Werneck hatte nur dieses eine Spiel, warf alles an Energie in die Waageschale. Vor allem dank Korbhüterin Lara Helmreich und Michaela Reinhart stand es lange 2:2. Dieser Spielstand hielt bis zur 25. Minute, auch weil Schraudenbach drei Viermeter verworfen hatte. Dann zeigte der Deutsche Meister jedoch urplötzlich seine Klasse: zwei sehenswerte Treffer von Jennifer Rumpel per Heber und einen Kemper-Trick von Theresa Rumpel. Die restlichen Körbe zum 6:2 waren Formsache.

Der TSV Ettleben errang im Rennen um Platz drei einen wichtigen 11:5-(6:4)-Sieg über Kleinlangheim. Für TSV-Betreuerin Teresa Menninger, die bereits gegen Schraudenbach trotz der Niederlage von einem „guten Spiel“ ihrer Mannschaft sprach, gab es jetzt auch Zählbares. Ein Blitzstart, 2:0 noch in der ersten Spielminute durch Hannah Erhardt, sorgte allerdings nicht für die notwendige Ruhe. Der VfL kam später zum Ausgleich. Über die gesamte Distanz gesehen, spielten die Kitzinger Vorstädter zu inkonstant und offenbarten zu große Schwächen in der Rückwärtsbewegung.

Körbe für Bergrheinfeld: Eckert 7, Rumpel 5, M. Kegel 3, Hirschmann 3, E. Kegel 1, Rudloff 1; Ettleben: H. Erhardt 6, P. Erhardt 4, Hart 3, Reuß 3, Hauck 1; Schraudenbach: J. Rumpel 4, J. Fuchs 3, S. Heuler 3, A.-L. Blesch 2, Brietzke 2, T. Rumpel 1; Werneck: V. Reinhart 2; Kleinlangheim: Wilhelm 5, Grafmans 1, Kober 1; Eßleben: Mack 1.

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