FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

„Vielleicht bin ich noch zu grün“

Früher war Niklas Tscherner beim FC 05 Schweinfurt. Nun ist er in Sand gelandet und tritt am Wiochenende mit der Zweiten in Oberschwarzach an. Was hat er noch vor?
Fussball, Bezirksliga Ost - 1.FC Sand am Main vs. TSV Gochsheim 1906
Will sich in Sand entwickeln: Der Ex-Schweinfurter Niklas Tscherner (links). Foto: PresseFoto Evans/R. Evans

„Mein Ziel ist es ganz klar, in der Rückrunde Einsatzzeiten in der Bayernliga zu bekommen und mich auf längere Sicht auch dort zu etablieren“, nennt Niklas Tscherner vom Fußball-Bezirksligisten FC Sand II (15. Platz/11 Punkte) selbstbewusst seine persönlichen Ziele. Zunächst gilt es jedoch auch für ihn, im letzten Spiel vor der Winterpause in der Bezirksliga Ost am Sonntag (14 Uhr) beim SV-DJK Oberschwarzach/Wiebelsberg (7./29) zu bestehen. Die Oberschwarzacher ihrerseits haben allerdings für die laufende Saison ebenfalls noch höhere Erwartungen, die befriedigt werden müssen, wie Mittelfeldmann Sven Friedrich betont.

Manch ein Kenner des FC 05 Schweinfurt wird Tscherner noch aus der U 19 der Nullfünfer kennen. Bis Juni 2016 schnürte der mittlerweile 21-Jährige die Fußballschuhe für die Grün-Weißen. Dass er sie verließ, hatte gute Gründe: „Ich bin ursprünglich aus Hallstadt und nach der Insolvenz der Bamberger Eintracht hat es sich angeboten, heimatnah Spielpraxis im Männerbereich zu sammeln.“

Tscherner stieg mit den Bambergern in seiner Premierensaison aus der Landesliga ab und schloss sich daraufhin der SpVgg Jahn Forchheim an. „So richtig zum Zug bin ich in Forchheim auch nicht gekommen, aber man konnte sich von den etablierten Kickern schon viel abschauen“, sieht Tscherner die Zeit in Forchheim trotz fehlender Spielzeit als überaus wertvoll an. Mittlerweile studiert er in Bamberg Sportwissenschaften – sein fußballerischer Weg führte Tscherner aber zu Beginn dieser Saison zum FC Sand, der für ihn keine Unbekannte war: „Ich habe vor meinem Wechsel nach Forchheim schon mal in Sand mittrainiert, weil mein Vater den damaligen Coach Uwe Ernst gut kennt. Ein Wechsel hat sich damals allerdings leider nicht ergeben.“

Der Wechsel klappt doch noch

Im Sommer kamen sie dann doch zusammen. Aktuell sitzt Tscherner ein wenig zwischen den Stühlen, spielt in der Regel im Bezirksliga-Team, scheint aber doch stets auf dem Sprung ins erste Glied zu sein. „Ich beschäftige mich auch damit, warum es noch nicht reicht. Vielleicht bin ich in gewissen Situationen einfach noch zu grün, um konstant zu helfen oder den nächsten Schritt zu machen“, so Tscherner.

An der Physis jedenfalls arbeitet er aktuell selbstständig. So hofft der Mittelfeldmann auf eine gute Vorbereitung, vergisst allerdings auch seine Aufgaben in der Zweiten nicht. Mit den Oberschwarzachern haben die Sander auf ihrem Weg aus dem Keller einen echten Brocken vor der Nase. „Ich sehe uns in der Außenseiterrolle. Wir haben zuletzt gute Leistungen gezeigt, sollten versuchen, an sie anzuknüpfen und schauen, was geht“, sieht Tscherner aber keinen Grund, sich zu verstecken.

Jedoch wollen auch die Oberschwarzacher noch Plätze gutmachen. „Von den vier Unentschieden in den letzten vier Spielen musst du eigentlich zwei aufgrund der Mehrzahl an Chancen gewinnen“, hadert Oberschwarzachs Sven Friedrich allerdings ein wenig mit der Chancenverwertung. Klar sei man gut besetzt, doch aktuell will der Ball einfach nicht in des Gegners Tor. Andererseits sind Friedrich und seine Kollegen auch seit dem 15. September ungeschlagen. Das soll auch am Wochenende so bleiben – obwohl Friedrich Respekt vor den Sandern hat.

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