FUßBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Herold hält den Heimsieg für Schwebenried fest

Nicht einzufangen: DJK-Torjäger Marcel Kühlinger (links) erzielte das erlösende 1:0. Zum Jubel gesellen sich (von links) Yannick Deibl, Pascal Stürmer und Marcel Behr dazu. Foto: Volker Hensel

DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – TuS Röllbach 2:0 (0:0)

Nach dem Spiel hallten die Rufe „Röllbach und die DJK“ wieder laut und lange durchs Schwemmelsbacher Sportheim, feierten beide Klubs ihre tiefe Freundschaft. Doch während der 90 Minuten war davon nichts zu spüren. „Ein unglaublich intensives, kampfbetontes Spiel“, atmete Dominik Schönhöfer, der Trainer der DJK Schwebeneried/Schwemmelsbach, ganz tief durch. „Röllbach ist technisch, läuferisch und kämpferisch eine ganz starke Mannschaft. In der Tat hätten die Schwebenrieder gegen Tus Röllbach wie schon im Hinspiel durchaus den Kürzeren ziehen können. „Held“ des Heimsiegs war DJK-Keeper Nikolas Herold. Als Andreas Jazev im eigenen Strafraum gegen Röllbachs Noah Markert etwas zu ungestüm verteidigt hatte, zeigte Referee Stephan Czepluch zurecht auf den Elfmeterpunkt. Doch Herold, bisher nicht als Elfmetertöter bekannt, parierte den Strafstoß von Alexander Gimm (37.). Sehr zum Entsetzen der Schwebenrieder ließ Czepluch den Elfmeter wiederholen, weil Herold sich zu früh von der Linie weg bewegt haben soll. Doch der DJK-Torwart konnte auch den zweiten Versuch von Grimm abklatschen, zudem auch noch den Nachschuss.

Auch als Markert nach der Pause noch einmal höchst gefährlich zum Abschluss kam, zeigte Herold seine Klasse und hielt die DJK im Spiel (63.). Die Schwebenrieder taten sich schwer, offensiv Akzente zu setzen, denn Röllbach störte früh. Bis zur 86. Minute: Fabio Baum „wurschtelte“ den Ball im Strafraum zu Kühlinger durch, der Goalgetter fackelte aus zwölf Meter nicht lange – 1:0. Zwei Minuten später köpfte erneut Kühlinger Yannick Deibls Ecke zum 2:0 ein. Schönhöfer: „Wenn man zwölfmal in Folge nicht gewonnen hat, ist auch nach einem Sieg nicht alles wieder gut, da muss das Selbstvertrauen erst aufgebaut werden.“

Schwebenried: Herold – Paul, Zöller, Jazev, Stürmer – Behr – Lichtlein (71. Reck), Baum, Deibl – Göller (80. Hart), Kühlinger (89. Marc Müller).

Schiedsrichter: Stephan Czepluch (Hallstadt). Zuschauer: 180. Tore: 1:0, 2:0 Marcel Kühlinger (86., 88.). Besonderes Vorkommnis: DJK-Torwart Nikolas Herold hält Foulelfmeter und dessen Wiederholung von Alexander Grimm.

SV Vatan Spor Aschaffenburg – FT Schweinfurt 3:0 (1:0)

„Das ist schon das Beste, was die Liga zu bieten hat“, gab Schweinfurts Trainer Adrian Gahn nach dem Schlusspfiff unumwunden zu. „Wenn sich da nicht ein paar Schlüsselspieler schwerer verletzten sollten, dann wird Aschaffenburg von der Tabellenspitze nicht mehr zu verdrängen sein.“ Auch für die FT Schweinfurt gab es auf dem Kunstrasenplatz nichts zu holen: Mit 0:3 mussten die Turner sich geschlagen geben. Hauptdarsteller der Gala von Vatan Spor waren einmal mehr Spielertrainer Peter Sprung und Spielmacher Gökhan Aydin. Sprung glänzte dabei als zweifacher Torschütze. Beim 1:0 wirbelte der schon 40 Jahre alte Ex-Drittligaspieler die FTS-Hintermannschaft durcheinander, um das Leder in den Winkel zu jagen (14.). Das 2:0 resultierte aus einem Kopfball nach einer Aydin-Ecke, bei dem Sprung am zweiten Pfosten goldrichtig postiert war (72.). Der dritte Aschaffenburger Treffer in der Nachspielzeit war das Ergebnis eines Konters. Überhaupt zauberte vor allem Aydin, „was der mit der Hacke da veranstaltet hat, da haben wir nur hinterer geschaut“, sagte Gahn anerkennend. Die FTS immerhin versteckte sich nicht, allerdings fehlte der letzte Pass in die Spitze. „Da haben wir zu schlampig gespielt“, so der FTS-Coach. Zweimal haderten die Turner auch mit dem Unparteiischen. In der 30. Minute plädierten sie nach einem vermeintlichen Foul an Dominik Popp im Strafraum auf Elfmeter. Dann wurde ihnen der vermeintliche Anschlusstreffer von Kai Hochrein aberkannt (85.).

Schweinfurt: Mai – S. Werner, Dietrich, Mock, Aydin – Öztürk (77. N.Saal), Lehfer, Rinbergas – Walton (81. Hochrein), Popp, Mosandl (69. Siegmund).

Schiedsrichter: Andreas Voll (Kelbachgrund-Kleukheim). Zuschauer: 133. Tore: 1:0, 2:0 Peter Sprung (14., 72.), 3:0 Marcus Alexander (90.+2). Gelb-Rot: Gökhan Aydin (87./Aschaffenburg), Leander Dietrich (88./Schweinfurt, beide wiederholtes Foulspiel).

SV Euerbach/Kützberg – TSV Unterpleichfeld 0:1 (0:1).

Am Ende stand ein ernüchterndes 0:1 für die Kicker des SV Euerbach/Kützberg, die sich somit nicht weiter von der Abstiegszone absetzen konnten. Dabei war durchaus mehr drin für die Gastgeber, die sich allerdings im Spiel nach vorne erneut sehr schwer taten und in der ein oder anderen Szene auch Pech hatten. Die Euerbacher kamen gut in die Partie, spielten gefällig bis zum Unterpleichfelder Strafraum und kamen auch zu Chancen. Die größte hatte Edisan Berisha, doch scheiterte dieser mit einem Kopfball an der Latte. So waren es die Gäste, die kurz vor der Halbzeit in Führung gingen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß kam der Ball zu Timo Eisenmann, der sich im Euerbacher Strafraum gleich gegen drei Verteidiger durchsetzte und an SV-Keeper Irnes Husic vorbei schob. „Wenn wir so verteidigen, dann dürfen wir uns auch nicht beschweren, wenn wir in Rückstand geraten“, ärgerte sich SV-Trainer Ulli Baumann. Nach dem Kabinengang versuchten die Gastgeber erneut Druck aufzubauen, verzettelten sich aber oftmals mit langen Bällen. Stock- und Abspielfehler behinderten das Spiel nach vorne, sodass unterm Strich wenig Zählbares für den großen Aufwand heraussprang. „Das sind viele Kleinigkeiten. Wenn ich die nicht beherrsche, dann wird es schwer, insbesondere gegen einen tief stehenden und gut verteidigenden Gegner“, so Baumann.

Euerbach/Kützberg: Husic – Weiß (53. Alawami), Mekic, Popa, Helfrich – Bude, Bauer, Spahija, Aldijawi – Berisha (22. Hiltl) – Stahl.

Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün). Zuschauer: 150. Tor: 0:1 Timo Eisenmann (44.). Gelb-Rot: Andreas Zehner (75., Unterpleichfeld).

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