BASKETBALL: BAYERNLIGA

Schweinfurt bezwingt den Spitzenreiter

Flink am Ball: Der Schweinfurter Benedikt Weber (weiß) tanzt die Neustadster Nour Jenniat (12) und Nedal Jenniat (6) aus. Foto: Alexander Rausch

Basketball

Bayernliga Nord Männer

 

TSV Breitengüßbach II – TB Erlangen abg.  
DJK Schweinfurt – TTV Neustadt 77:67  
ATS Kulmbach – SC Heuchelhof WÜ 93:74  
Regnitztal Bask. II – HAMM Baskets Weiden 74:61  

 

 

1. (1.) TTV Neustadt 13 12 1 1082 : 880 24  
2. (2.) TB Erlangen 12 9 3 933 : 783 18  
3. (3.) TSV Breitengüßbach II 12 8 4 871 : 771 16  
4. (4.) HAMM Baskets Weiden 14 8 6 1145 : 1103 16  
5. (5.) DJK Schweinfurt 13 8 5 970 : 839 15  
6. (6.) ATS Kulmbach 13 6 7 933 : 1016 12  
7. (7.) BBC Eckersdorf 11 4 7 710 : 749 8  
8. (10.) Regnitztal Bask. II 12 4 8 863 : 896 8  
9. (8.) SC Heuchelhof WÜ 13 4 9 951 : 1078 8  
10. (9.) TuSpo Heroldsberg 11 3 8 721 : 858 6  
11. (11.) DJK Eggolsheim 12 2 10 746 : 952 4  
12. (12.) SpVgg Rattelsdorf z.g. 0 0 0 0 : 0 0  

 

DJK Schweinfurt – TTV Neustadt/Aisch 77:67 (22:17, 26:13, 11:15, 18:22).

Neustadts Trainer David Mock war es, der den Schweinfurtern schon zu Saisonbeginn ein dickes Ei ins Nest gelegt hatte. Nicht nur, dass der TTV das direkte Duell knapp nach Verlängerung für sich entschied, sondern auch Jan Rüttigers fehlerhaften Pass – anstatt des Geburtsmonat Februar, stand Juli in den Unterlagen – hatte der gegnerische Coach moniert. Daraufhin wurde den DJK-Basketballern der klare Sieg gegen Eckersdorf aberkannt und obendrein ein Punkt abgezogen. Früh waren alle Meisterträume dahin.

Keine leichte Situation, wie auch Kapitän Benedikt Weber bekennt: „Wir hatten uns diese Saison anders vorgestellt. Wir wollten nach zwei zweiten Plätzen in Folge endlich den Titel holen.“ Vor allem die Pleite in Neustadt hätte die Schweinfurter aus dem Rhythmus gebracht. In einigen Partien hätte das Team nicht das gezeigt, was es kann, und mehrmals unglücklich verloren, findet der 29-Jährige, der seit Kindesbeinen für die DJK auf Korbjagd geht. Ein anderes Trikot hat Weber in seiner Karriere nie getragen und in diesem sogar gegen Maximilian Kleber, den heutigen NBA-Star der Dallas Mavericks, gespielt. „Er gehörte immer zu den Jüngeren, spielte aber aufgrund seiner Qualitäten stets in der nächsthöheren Altersklasse und somit gegen mich“, erinnert sich Weber, der zwei Jahre älter als der Würzburger ist.

Eine Saison Regionalliga

Beinahe hätte es Weber sogar selbst in die Domstadt verschlagen. Während seines Jura-Studiums in Würzburg hatte der Aufbauspieler einige interessante Alternativen. „Es hat sich nie wirklich ergeben, da ich immer eine Fahrgemeinschaft mit anderen Mitspielern hatte“, erinnert sich der gebürtige Schweinfurter, der zwar in Würzburg mittlerweile als Jurist arbeitet, aber „seiner“ DJK weiter treu blieb und mit dieser schon in der Regionalliga am Ball war. Neben den beiden Bayernliga-Vizemeisterschaften der vergangenen zwei Spielzeiten die schönsten Momente seiner Karriere, wie Weber sagt.

Aber vielleicht kommt noch ein Titel dazu. Schließlich denkt Weber noch lange nicht ans Aufhören. Zuviel Spaß habe er noch immer. In dieser Saison müssen die Grün-Weißen allerdings wieder mit dem Kampf um Platz zwei zufriedengeben. Zu weit enteilt scheint Tabellenführer TTV Neustadt. „Der Zug ist abgefahren“, weiß auch Weber. Den Sieg im direkten Duell wollte der 29-Jährige und seine Equipe aber auf jeden Fall holen. Nicht aus Frust über die Geschehnisse der Vorrunde, die für Weber und Co. keine Rolle spielten. Sondern, um unter Beweis zu stellen, dass sie mit den Topteams der Liga mithalten können.

Und das taten sie eindrucksvoll. Denn nach schleppendem Beginn und knapper Neustädter Führung (9:12, 6.) kamen die Gastgeber in der Verteidigung immer besser zurecht und trafen zudem bis zur ersten Viertelpause fünfmal von jenseits der Dreierlinie. „Die Jungs haben defensiv sehr gut gearbeitet und kaum einfache Punkte zugelassen“, war auch Klaus Ludwig begeistert.

Tim Zenger als Top-Scorer

Aber es sollte noch besser werden. Während die Neustädter nie ihren offensiven Rhythmus fanden, was weiterhin an der starken DJK-Deckung lag, zogen die Schweinfurter bis zur Pause bis auf 18 Punkte davon (48:30). Alleine Center Tim Zenger hatte da schon 16 Zähler aufgelegt. Am Ende hatte er deren 25 und war vor Weber (14 Punkte) Schweinfurter Topscorer.

Mit einem Dunk erhöhte Finn Ludwig den Vorsprung sogar auf 20 Punkte (56:36, 26.). Die Hausherren dominierten die Partie, machten aber nicht den Deckel drauf. Nach vier erfolgreichen Dreiern waren die Gäste fünf Minuten vor Schluss plötzlich wieder dran (62:57., 34.). „Sie haben dann aggressiver verteidigt und es wurde härter. Unter dem Korb hatten wir große Probleme, ebenso wie von außen“, sah auch Ludwig, wie die Neustädter gefährlich nahekamen. Doch die Seinen bewahrten in einer wilden Schlussphase kühlen Kopf und brachten den Sieg letztlich souverän nach Hause. „Es war schon ärgerlich, dass wir den Vorsprung fast verspielt hätten. Aber die waren nicht umsonst ungeschlagen Erster. Umso schöner ist der Sieg“, freute sich Weber über den Erfolg.

DJK Schweinfurt: Tim Zenger 25 Punkte (2 Dreier), Benedikt Weber 14 (2), Tom Ludwig 10 (2), Finn Ludwig 9, Jan Seume 7 (2), Marcel Rink 4, Jan Rüttiger 4 Felix Hochgeiger 4, Lukas Vennemann, Georgios Gousis.

Spielfilm: 3:4 (2. Minute), 9:12 (6.), 19:16 (9.),35:23 (14.), 47:28 (18.), 48:30 (Halbzeit), 56:36 (26.), 62:51 (32.), 62:57 (34.), 68:60 (37.), 73:66 (40.), 77:67 (Endstand). Schiedsrichter: Felix Wagner (Kürnach)/Tobias Reinhardt (Würzburg).

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