TISCHTENNIS: BEZIRKSLIGA 1

Niederwerrn siegt überraschend deutlich

Der VfL ist Erster nach dem 9:1 in rekordverdächtig kurzen 80 Minuten über einen ersatzgeschwächten TSV Aschach. Warum man die Favoritenrolle trotzdem weiter schiebt.
Punktete mit langen Noppen und kreativem Spiel für den VfL Niederwerrn: Christian Malik. Foto: Wolfgang Müller

TISCHTENNIS

Bezirksliga, Gr. 1 Nordwest, Männer Nord

VfL Niederwerrn – TSV Aschach 9:1

1. (2.) VfL Niederwerrn 11 8 2 1 92 : 51 18 : 4
2. (1.) SV 73 Langendorf 10 8 0 2 81 : 46 16 : 4
3. (3.) DJK Leutershausen 10 6 2 2 77 : 52 14 : 6
4. (4.) TSV Grafenrheinfeld 10 5 3 2 80 : 58 13 : 7
5. (5.) TSV Aschach 11 5 2 4 75 : 70 12 : 10
6. (6.) DJK Gänheim 10 5 1 4 67 : 67 11 : 9
7. (7.) SV Herschfeld 10 2 4 4 67 : 73 8 : 12
8. (8.) TV Poppenlauer II 10 3 1 6 58 : 76 7 : 13
9. (9.) HV Burglauer 10 2 1 7 54 : 78 5 : 15
10. (10.) 1. FC Großwenkheim 10 2 1 7 48 : 79 5 : 15
11. (11.) 1. FC Arnstein 10 1 1 8 38 : 87 3 : 17

VfL Niederwerrn – TSV Aschach 9:1 (28:5)

Der VfL Niederwerrn übernimmt mit einem 9:1 – Sieg über den TSV Aschach die Tabellenführung in der Bezirksliga Nordwest. Nach rekordverdächtig kurzen 80 Minuten war alles vorbei, die nur zu fünft angetretenen Vor-Rhöner mit der klaren Bilanz von 28:5 Sätzen bezwungen. „Als Paul Häfner sich am Vormittag krank gemeldet hatte, war klar, dass wir eigentlich gar nicht hinfahren müssen“, sagte sein Bruder Peter, der eine Niederlage in dieser Höhe erwartet hatte. Niederwerrns Spitzenspieler Armin Pfaff meinte, dass Aschach schon „von Anfang an geknickt“ gewesen sei, was Häfner eingestand.

Dass auf Niederwerrner Seite Max Dill (Position zwei) ersetzt werden mussten, fiel nicht ins Gewicht. Ersatzmann Dimitrij Lebed löste seine Aufgabe in einer schnellen, von geraden Angriffsschlägen geprägten Partie, gegen den Routinier Hans-Peter Reuss souveräner als man das im Vorfeld hätte vermuten können.

Malik überrascht Gabel

Dass Aschachs Spitzenspieler Tobias Gabel vorne leer ausgehen würde, war dann doch überraschend. Gegen den ins erste Paarkreuz aufgerückten Christian Malik lag er mit 2:1-Sätzen vorne, schaffte es dann nicht, den vierten Satz zu holen, und unterlag mit 11:9, 6:11, 11:5, 9:11 und 4:11. „Er hat gut gespielt, am Ende auch stark gezogen“, lobte Gabel seinen Gegner. Neu für Gabel war, dass dieser neuerdings mit Langnoppen agierte. Und dies gelang Malik ausgesprochen gut. Obwohl er mit dem Material erst seit einem halben Jahr spielt, zeigte er gegen den phasenweise dominant aufspielenden Aschacher, eine Abwehrleistung, wie man sie normalerweise nur bei routinierten Abwehrspezialisten zu sehen bekommt. „Ich hatte nach einer Serie von Niederlagen Motivationsprobleme und habe es dann mit den Noppen probiert“, sagte Malik, dem sein kreatives Spiel „Riesenspaß“ macht.

Abgesehen von dieser Partie gab Niederwerrn in den übrigen Einzeln keinen einzigen Satz ab. Dabei bezwang Christian Scheuring in einer zähen Auseinandersetzung erneut den 78-jährigen Roland Fettke, der mit einer imposanten Vorrundenbilanz von 13:1 Siegen angereist war. Seine einzige Niederlage hatte er ebenfalls gegen Scheuring kassiert. Für Aschach blieb es beim einzigen Punktgewinn, den im Doppel die favorisierten Tobias Gabel und Hans-Peter Reuss gegen Christian Burkard und Christian Scheuring einfuhren.

Für Niederwerrn ist die Meisterschaft oder die Aufstiegsrelegation am Ende nur bedingt ein Thema. „Die jungen Spieler sollen hoch“, sagt Pfaff und erklärt damit den SV Langendorf als Meisterschaftsfavorit. Der Unterschied im Leistungsniveau zu einer Klasse höher sei nach wie vor enorm. Das weiß Pfaff nur zu gut aus dreijähriger Erfahrung: „Dort bekommen wir eins auf die Mütze.“ In besagten drei Jahren war Niederwerrn sportlich ein paar Mal abgestiegen, jedoch durch Aufstiegsverzichte oder die Neustrukturierung der Bezirksligen oben geblieben.

Punkte für Niederwerrn: Pfaff/Malik, K. Erhard/Scheuring (ohne Spiel); Pfaff 2, Malik, Burkard, Scheuring, Erhard (ohne Spiel); Aschach: Gabel/Reuss.

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