KEGELN: BEZIRKSLIGA

Klare Sache für den FV Sulzheim

Überzeugend: Manuel Nöller trug einen 3:1-Erfolg zum Sieg der Sulzheimer Kegler bei. Foto: Steffen Krapf

Kegeln

Bezirksliga 2 Männer

AN Partenstein – Bavaria Karlstadt III 5.5:0.5
TSV Thüngersheim – SV Oberdürrbach 5:1
SKV Versbach II – TSV Lengfeld 0:6
TV Zellingen – KC Oberaltertheim II 6:0
FV Sulzheim – TG Zell 5:1

1. (1.) AN Partenstein 14 60.5 21 : 7
2. (4.) TV Zellingen 14 50.5 16 : 12
3. (6.) TSV Thüngersheim 14 45 16 : 12
4. (7.) FV Sulzheim 14 43 16 : 12
5. (2.) SKV Versbach II 14 45 15 : 13
6. (3.) SV Oberdürrbach 14 46 14 : 14
7. (8.) TSV Lengfeld 14 41 14 : 14
7. (5.) KC Oberaltertheim II 14 41 14 : 14
9. (9.) Bavaria Karlstadt III 14 26 8 : 20
10. (10.) TG Zell 14 22 6 : 22

FV Sulzheim – TG Zell 5:1

Gerade einmal zwei Gäste fanden sich am Sonnabendnachmittag im Vereinsheim des FV Sulzheim ein, um die Bundesliga-Konferenz vor dem Bildschirm zu verfolgen. Wesentlich belebter ging es eine Tür weiter auf der Kegelbahn der Nullneuner zu. Dort empfingen die Hausherren am 14. Spieltag der Bezirksliga Unterfranken 2 das Tabellenschlusslicht TG Zell. Deutlich mehr Spannung und Dramatik erlebten allerdings die zwei Herren nebenan in der Kneipe. Die 30 Zuschauer hinter der Verglasung der schmucken Kegelbahn bekamen eine einseitige Partie zu sehen.

Gleich die ersten beiden Paarungen verliefen zugunsten der Gastgeber. Der Sulzheimer Nico Matthes brauchte zwar die Holzwertung, um den Mannschaftspunkt gegen den Zeller Detlef Kaufmann einzufahren, dafür machte es Manuel Nöller weniger spannend, der sein Spiel gegen den Zeller Herwig Kunz souverän mit 3:1 gewann.

Feierstimmung beim SV

Den einzigen Mannschaftspunkt für die Gäste fuhr im zweiten Abschnitt Ralf Englert ein, der 560 Holz erzielte – der beste Wert in seiner Mannschaft an diesem Tag – gegen Daniel Habenstein, der nach zwei Durchgängen Platz für Ersatzspieler Elmar Weinbeer machte. Weinbeer, der „Oldie“ des Teams, kämpft sich derzeit nach einer Knieoperation zurück und erzielte mit 262 Holz in zwei Durchgängen immerhin einen Achtungserfolg. Auf der Bahn nebenan setzte sich Stefan Nöller für Sulzheim gegen Dieter Fischer und den dann eingewechselten Franz Strigl über die Holzwertung durch.

„Das war eine starke Mannschaftsleistung und es war ziemlich schnell klar, dass wir das heute gewinnen“, freute sich FVler Manuel Nöller hinterher. Durch den Heimerfolg kletterten die Sulzheimer von Platz sieben auf Rang vier in der Tabelle. Es geht eng zu in der Liga: Den Zweit- und Achtplatzierten trennen derzeit gerade mal zwei Punkte. „Für die Meisterschaft wird es nicht mehr reichen, aber vielleicht werden wir am Ende ja Zweiter oder Dritter“, hofft Nöller.

Die letzten beiden Spielzeiten beendete Sulzheim jeweils auf einem starken dritten Rang. „Wenn man mal unseren Elmar Weinbeer mit seinen 62 Jahren ausklammert, sind wir ein verhältnismäßig junges Team – und wenn wir alle unsere Leistung bringen, gewinnen wir auch unsere Spiele. Aber die Stimmung bei uns ist sowieso immer super“, beschreibt Manuel Nöller die Truppe, die anschließend – nach dem erfolgreichen Kegelspieltag – auf einer Faschingsfeier in die Nachspielzeit ging.

Weniger nach Feiern zumute war den Gästen aus Zell. Für die wird die Saison nämlich keinen positiven Verlauf mehr nehmen. „Wir befinden uns aktuell auf unserer Abschiedstour durch die Bezirksliga“, erzählt Franz Strigl. „Der Gegner war heute einfach zu stark“, gibt er zu: „Das Ergebnis war aber deutlicher als der Spielverlauf. Als Tabellenletzter verlierst du solche Spiele eben.“

Acht Punkte auf das rettende Ufer – bei noch vier ausstehenden Spielen – da brauchen die Zeller freilich nicht einmal den Rechenschieber herauszuholen. „Wir sind zwar recht gut in die Runde gestartet“, blickt Strigl zurück: „Zum Schluss hin hatten wir aber mehrere Spiele, die unglücklich gelaufen sind. Dann ist es halt so, dass du runter musst. Das müssen wir akzeptieren. Der positiven Stimmung bei uns macht das aber keinen Abbruch.“

Was die Personalsituation angeht, würden sich Striegl und seine Mitstreiter dennoch etwas frisches Blut wünschen. Das Team hat nach eigener Angabe ein Durchschnittsalter von deutlich über 50 Jahren. „Das Problem haben aber nicht nur wir. Bei vielen Kegelvereinen in der Gegend wird alles immer rückläufiger. Nachwuchs kommt keiner nach. Dadurch hat jeder zu kämpfen“, sagt Striegl. Die Saison wollen die TGler trotzdem ordentlich zu Ende spielen, ehe es nach vielen Jahren in der Bezirksliga (2014/15 erfolgte ein kurzer Ausflug in die Bezirksoberliga) eine Klasse runter geht.

Ergebnisse: Nico Matthes – Detlef Kaufmann 2:2 (539:527), Manuel Nöller – Herwig Kunz 3:1 (535:492), Daniel Habenstein/Elmar Weinbeer – Ralf Englert 2:2 (549:560), Stefan Nöller – Dieter Fischer/Franz Strigl 2:2 (545:495). Gesamt: 9:7 (2168:2074).

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