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Hambach feiert Derbysieg

Sorgte für die Entscheidung: Sarah Spiegel (SpVgg Hambach, links), die sich in dieser Szene nicht von ihrer Dittelbrunner Kontrahentin Lisa Hartlieb stoppen lässt. Foto: Michael Müller

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Jugend 19 Landesliga Halle SpVgg Hambach – SG Dittelbrunn 11:8 (7:3)

Am letzten Spieltag vor Weihnachten kam es in der Jugend-19-Landesliga zum Derby zwischen der SpVgg Hambach und der SG Dittelbrunn. Dass das Spiel gleichzeitig das Top-Spiel der Liga war, lag daran, dass sich Hambach als Zweiter und Dittelbrunn als Dritter noch Hoffnungen auf die Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft Ende März in Marktoberdorf machen können.

Dittelbrunn trat allerdings stark ersatzgeschwächt an. „Mit Kristina Sieber und Laura Schneidawind sind zwei unserer Leistungsträger nicht dabei, zudem ist Lisa Hartlieb angeschlagen. Ich rechne mir heute nicht allzu große Chancen aus“, meinte deshalb Dittelbrunns Trainerin Ute Walter vor dem Spiel. Ganz anders sah es bei Hambach aus: „Es sind alle fit. Wir wollen gewinnen, denn beim Derby ist schon auch noch ein bisschen gesunde Rivalität mit dabei“, gab sich SpVgg-Trainerin Melanie Katzenberger ganz entspannt und sehr zuversichtlich.

Und so ging auch ihr Team in die Partie. Hambach hatte Anwurf, zog ein schnelles Kreisspiel auf und versenkte gleich den ersten Wurf nach gerade 20 Sekunden. Lena Simons traf mit einem schönen Heber. Der Gegenzug von Dittelbrunn wurde abgefangen und Hambach schlug nach einer Minute mit dem zweiten Angriff durch Sarah Spiegel erneut am Kreis zu. Die Sportgemeinschaft verschlief dabei komplett die Rückwärtsbewegung und hatte die rechte Ecke komplett offen gelassen. Als Sena Simons mit dem dritten Heber und Talia Neugebauer durch einen Sechsmeter zum 4:0 trafen, waren noch nicht einmal vier Minuten gespielt – und man musste ein Debakel für Dittelbrunn befürchten.

Das 1:4 durch Laura Heil verhinderte Schlimmeres, sorgte zumindest dafür, dass die SG wieder an sich glaubte. So sah es auch Trainerin Walter: „Wenn du die ersten vier Minuten verschläfst, ohne jedes Tempo und Selbstvertrauen spielst, ist die Partie fast schon verloren. Der erste Treffer gab dann etwas mehr Schwung – und wir waren zumindest zeitweise wieder wach.“ Allerdings blieb Hambach die klar bessere Mannschaft.

Dittelbrunn kann verkürzen

Hätte Hambach seine Chancen besser genutzt, wäre die Führung schon zur Pause viel höher ausgefallen. So stand es 7:3, denn neben Alisa Ziegler und Julia Spörl traf lediglich Talia Neugebauer noch für die SpVgg. Lisa Hartlieb gelang es, den Rückstand der Spielgemeinschaft mit ihren beiden Treffern noch in Grenzen halten. In der Pause richteten Walter und ihr Trainerkollege Michael Kretzschmar die Dittelbrunnerinnen noch einmal auf. So konnte Mareike Schmitt mit zwei Weitwürfen gar auf 5:7 verkürzen, was Hambachs Trainerin Katzenberger schier auf die Palme brachte: „Mareike darf man nicht so zum Werfen einladen“, meinte sie nach dem Spiel.

Aber das war auch das Einzige, was es auszusetzen gab. Talia Neugebauer stellte mit einem Sechsmeter zum 8:5 den Drei-Körbe-Vorsprung wieder her – und Sarah Spiegel sorgte mit drei Treffern in Folge für die endgültige Entscheidung. Gefühlt war der Hambacher Sieg nie gefährdet, auch wenn Dittelbrunn mit dem 7:11 durch Hanna Seidel und dem 8:11 durch Laura Heil noch verkürzte. Richtig zufrieden war freilich nur SpVgg-Trainerin Katzenberger: „Insgesamt hat das heute alles schon sehr gut geklappt. Der Sieg war sicher verdient. Aber das Fehlen von Kristina Sieber hat man schon gemerkt. Die sonst so gefährlichen Dittelbrunner Konter sind ausgeblieben.“ Damit hat sich zum Ende der Vorrunde Hambach auf Platz zwei schon etwas abgesetzt.

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