FUSSBALL: LANDESLIGA

Euerbach ärgert ein spätes Gegentor

Durchsetzungsfähig: Osama Alawami vom SV Euerbach/Kützberg (rechts) entwischt dem Frohnlacher Aykut Civelek. Foto: Marion Wetterich

Fußball

Landesliga Nordwest

SV Euerbach/Kützberg – VfL Frohnlach 1:2 (0:0)

Eine überaus ärgerliche, weil leicht vermeidbare Niederlage, musste der SV Euerbach/Kützberg vor eigenem Publikum gegen den VfL Frohnlach hinnehmen. Dabei attestierte SV-Coach Ulli Baumann seiner Mannschaft eine durchaus ansprechende Leistung, dem Unparteiischen Christoph Wießerner nicht.

„Ich gehe normal nicht hart mit den Schiedsrichtern ins Gericht, aber das war heute einfach keine gute Leistung“, so Baumann nach dem Schlusspfiff. Die Euerbacher begannen gut, zeigten sich passsicher und verbuchten im ersten Durchgang auch Chancen. Aus diesen machten die Gastgeber allerdings zu wenig, zeigten keine Effektivität vor dem Tor der Gäste – so ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeit.

Kurz nach der Pause belohnten sich die Baumann-Schützlinge schließlich mit dem Führungstreffer durch einen Kopfball von Andreas Bauer (48.). So schien der SV auf einem guten Weg, die nächsten drei Punkte für eine ruhige Winterpause einzufahren. „Dann kriegen wir den Ausgleich – aus einer strittigen Situation heraus, die für mich ein Stürmerfoul war“, ärgerte sich Baumann über den Treffer von Kevin Hartmann (59.). Dieser ging in einem Zweikampf mit Mirza Mekic sehr robust zu Werke, woraufhin die Gastgeber reklamierten und Hartmann freie Bahn zum Tor gaben.

Auch in der Folge beschäftigten sich die SVler mehr mit dem Schiedsrichter und dessen Entscheidungen als mit sich selbst. Unkonzentriertheiten schlichen sich ein, die letztlich auch zum aus SV-Sicht bitteren 1:2 führten. Nach einem Ballverlust im Euerbacher Spielaufbau lupfte Tayfun Özdemir den Ball über den ebenfalls aufgerückten Irnes Husic in die Maschen (89.). „Mit mehr Effektivität vor dem Ausgleich führen wir mit zwei oder drei Toren, dann ist das Ding durch“, ärgerte sich der SV-Coach nach der Partie.

Euerbach: Husic – Hiltl, Mekic, Popa, Helfrich – Alawami, Weiß (58. Schmitt), Spahija, Aldijawi – Berisha – Bauer (58. Stahl). Schiedsrichter: Christoph Wießerner (SV Laufamholz). Zuschauer: 90. Tore: 1:0 Andreas Bauer (48.), 1:1 Kevin Hartmann (59.), 1:2 Tayfun Özdemir (89.).

DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – TSV Unterpleichfeld 0:2 (0:0)

Marcel Behr pfefferte seine Trinkflasche auf den Boden, andere schimpften lauthals, die nächsten litten leise mit gesenktem Kopf auf der Ersatzbank oder dem Boden sitzend. Der Frust bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach saß nach dem unglücklichen 0:2 gegen den TSV Unterpleichfeld tief. Denn statt Punkten gab es wieder nur Komplimente. Auch Trainer Dominik Schönhöfer war tief enttäuscht: „Wir haben hervorragend gespielt und über 90 Minuten dominiert“, sagte der DJK-Trainer. „Aber wir belohnen uns halt nicht dafür.“

Die Schlüsselszene war sicherlich in der 59. Minute: Plötzlich tauchte Jannik Göller frei vor dem Unterpleichfelder Tor auf, umspielte auch noch Keeper Stefan Kraus, doch kam dann in Rückenlage und schoss aus zehn Metern deutlich drüber – statt ins leere Tor. „Wenn wir da in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel“, war sich Schönhöfer sicher. „Aber keinen Vorwurf an Jannik, so ist das halt, wenn man mit 18-jährigen spielt.“

Vom großen Potenzial des Nachwuchs-Stürmers ist der Coach ohnehin fest überzeugt. Die Gäste, die sehr gut in der Abwehr standen, sonst auf Konter hofften, aber auch überhart einstiegen (sechs gelbe Karten gegenüber einer für Schwebenried), bestraften das Auslassen der Torchance gnadenlos. Wobei Andreas Zehner das 0:1 (64.) wohl aus einer Abseitsposition heraus erzielt hatte. Kurz darauf schaffte Nino Wagner mit einem Kopfball nach einer Freistoß-Flanke die Vorentscheidung (67.). „Es geht weiter“, warf Schönhöfer die Flinte trotzdem nicht ins Korn.

Schwebenried: Hartmann – Paul, Zöller, Jazev, Kummer (73. Hart) – Baum, Behr, Lichtlein – Göller, Kühlinger, Deibl. Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (TSV Karlburg). Zuschauer: 220. Tore: 0:1 Andreas Zehner (64.), 0:2 Nino Wagner (67.).

FC Coburg – FT Schweinfurt 2:0 (0:0).

Das war nix. Mit einer unerwarteten, aber nicht unverdienten 0:2-Niederlage im Gepäck musste die FT Schweinfurt aus Coburg nach Hause fahren. Der Tabellenletzte feierte gegen die Turner erst seinen zweiten Heimsieg. „Die Coburger sind sicher über 100 Prozent gegangen und wir vielleicht nicht ganz“, gab FTS-Trainer Adrian Gahn zu. Er hatte seine Spieler ausdrücklich vor den Oberfranken und ihrem Kunstrasenplatz gewarnt, sogar einmal auf Kunstrasen trainiert. Voll und ganz war die Ansage vielleicht doch nicht in den Köpfen angekommen. „Auf Kunstrasen muss man halt auch ein bisschen anders spielen“, so Gahn, „da muss man auch mal das Spiel in die Breite ziehen, statt auf steile Bälle nach vorne zu setzen. Das ist uns nicht so sehr gelungen.“

Was nicht bedeutete, dass die Turner – vor allem in der ersten Halbzeit – nicht gute Chancen gehabt hätten, in Führung zu gehen. Doch Maximilian Mosandl und Dominik Popp war diesmal kein Erfolgserlebnis vergönnt. So waren es schließlich die wackeren Coburger, die den Treffer machten. Adrian Guhling schlenzte den Ball aus 22 Metern unhaltbar in die Maschen (66.). „Ein herrliches Tor“, musste auch Gahn zugeben. Die FTS drängte daraufhin auf den Ausgleich. Doch so richtig gefährlich wurden sie dabei nicht, auch weil die FC-Spieler leidenschaftlich verteidigten.

In der Nachspielzeit stürmte sogar der Schweinfurter Keeper Simon Mai mit. Das Risiko wurde allerdings nicht belohnt – im Gegenteil: Ein weiter Befreiungsschlag fand Coburgs Fabian Carl, der keine Mühe hatte, die Kugel zum 2:0 ins verwaiste Tor zu bugsieren (90.+5). (sel/bar)

Schweinfurt: Mai – Aydin, Mock, Reuß, P. Werner (89. S. Werner) – Öztürk, Rinbergas, Dietrich – Walton (61. Lehfer), Mosandl (61. Herrmann), Popp. Schiedsrichter: Dominik Noegel (DJK Weingarts). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Adrian Guhling (66.), 2:0 Fabian Carl (90.+5).

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