FUßBALL: RELEGATION

Traustadt/Donnersdorf kontert dreimal einen Rückstand

Schenken sich nichts im Zweikampf: der Dürrfelder Lukas Keßler (blau) und der Traustadter Johannes Kelber. Foto: Bastian Reusch

„Wie heißt die Mutter von Udo Mauer? Mama Mauer, Mama Mauer.“ Das sangen nach der Partie die Sieger von der SG Traustadt/Donnersdorf mit ihren lautstarken Fans. Für den im Urlaub weilenden Coach der Traustädter war Sebastian Ruß interimsmäßig eingesprungen – und nach dem 4:3 (1:1) über die SG DJK Dürrfeld/Obereuerheim überglücklich: „Es haben ja fünf Stammspieler gefehlt und da muss man ganz klar sagen, was die Truppe heute geleistet hat, war Wahnsinn. Das war Kampf und Leidenschaft. Ich glaube auch, dass wir einen Tick besser waren und es verdient hatten.“

Dabei sah es zumindest ergebnistechnisch über große Teile der Partie gar nicht so gut für die Ruß-Elf aus. Zwar verzeichnete sie Chancen wie den Lattenkracher des sehr agilen Luis Schenk (13.), das Tor machten jedoch die Dürrfelder. Savon Troupe hatte sich an der linken Strafraumkante durchgesetzt und das Leder ins lange Eck gejagt (16.). Als dann Fabian Schmitt auch noch einen Foulelfmeter über das Tor drosch (25.), schwante manch einem, es könne ähnlich unglücklich ausgehen wie vor einigen Tagen für die Traustädter. Allerdings machte es Markus Böhnlein zwei Minuten später besser. Nach Foul von Martin Sowa an Andreas Meißner verwandelte Böhnlein sicher.

Im zweiten Spielabschnitt ging es munter los, dabei zeigten sich die Dürrfelder zwar effektiv, Donnersdorf hatte aber immer die richtige Antwort auf einen Gegentreffer parat. So glich Alexander Donath per abgefälschtem Schuss den Führungstreffer durch Lukas Keßler (51.) sieben Minuten später wieder aus. Markus Böhnlein egalisierte das Tor von Kevin Kerby (62.) nach Querpass von Schenk (68.).

„Wenn man drei Mal führt, darf man die Partie nicht mehr verlieren. Wir waren zu brav, dann muss halt auch mal im Mittelfeld das taktische Foul kommen. Es war ein Derby, da muss ich manchmal auch reinfetzen“, ärgerte sich Dürrfelds Trainer Artur Kalus nach dem Spiel. Letztlich war es ein Abstauber, der die Partie entschied. Dürrfelds Keeper Marco Sauer hatte einen Schenk-Freistoß noch klasse an den Innenpfosten gelenkt. Allerdings reagierte Stefan Meissner am schnellsten und drückte das Leder über die Linie (73.).

Auch hernach waren die Dürrfelder zwar bemüht, wirklich zwingende Chancen kamen allerdings nicht dabei heraus. „Es war Derbytime, wir waren drei Mal zurückgelegen und haben aufopferungsvoll füreinander gekämpft. Gott sei Dank hat das 4:3 dann gereicht, es wäre für beide Mannschaften der Horror gewesen noch einmal über 120 Minuten zu gehen. Vielen Dank an unsere Fans, jetzt kommt Stadtlauringen und da hoffen wir, den Rest auch klar machen zu können“, zeigt sich Ruß kämpferisch – und auch optimistisch was die Qualifikation für die Kreisklasse betrifft.

Die Statistik des Spiels

Fußball, um einen Platz in einer Schweinfurter Kreisklasse SG Traustadt/Donnersdorf – SG Dürrfeld/Obereuerheim 4:3 (1:1) Traustadt/Donnersdorf: P. Schenk – Meissner, Pfaff, Kieshauer, Meißner – Kelber, Schmitt, Gernert, Lenhard – Böhnlein, L. Schenk. Rückwechselspieler: Donath, Weinbeer, Ruß.

Dürrfeld/Obereuerheim: Sauer – M. Voit, K. Voit, Kalus, Reuß – Keßler, Troupe, Grünewald, Burgos – Lenz, Sowka. Rückwechselspieler: Woytinas, Kirby, Bühl.

Schiedsrichter: Rene Kohl (Gochsheim).

Zuschauer: 517. Tore: 0:1 Savon Troupe (16.), 1:1 Markus Böhnlein (27., Foulelfmeter), 1:2 Lukas Keßler (51.), 2:2 Alexander Donath (58.), 2:3 Kevin Kirby (62.), 3:3 Markus Böhnlein (68.), 4:3 Stefan Meissner (73.). Besonderes Vorkommnis: Fabian Schmitt (Traustadt) verschießt Foulelfmeter (25.).

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