EISHOCKEY: BAYERNLIGA

ERV Schweinfurt: Strohfeuer oder Aufholjagd?

Nach dem ersten Sieg in der Abstiegsrunde müssen die Mighty Dogs trotz schwerer Aufgaben unbedingt nachlegen. Warum Eishockey dabei nicht immer auch Mathematik ist.

Abstiegsrunde: ERV Schweinfurt – ESC Geretsried (Freitag, 20 Uhr; Icedome), TSV Peißenberg – ERV Schweinfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

Der überzeugende Sieg gegen Dorfen am Wochenende hat Hoffnung gemacht, dass für die Mighty Dogs in dieser Abstiegsrunde doch noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Allerdings nur, wenn es den Schweinfurtern gelingt, diesen Schwung mitzunehmen und an diesem Wochenende nachzulegen. Besonders im Heimspiel gegen Geretsried ist dafür ein Sieg Pflicht.

Auch wenn ERV-Trainer Zdenek Vanc weiß, dass das kein leichtes Unterfangen wird: „Wir treffen auf eine starke Mannschaft, die defensiv gut steht und auch offensiv jederzeit gefährlich ist.“ Daher gelte es vor allem, nicht in Rückstand zu geraten. „Wenn wir klug und geduldig spielen und uns das erste Tor gelingt, dann kann es ein Spiel wie am vergangenen Wochenende werden.“ Gerate man allerdings in Rückstand, würde das der Spielweise der Gäste extrem in die Karten spielen. „Sie schalten sehr schnell um und sind dann brandgefährlich. Wenn wir zu sehr ins Risiko gehen müssen, wird es daher schwer.“

Vanc ohne Personalprobleme

Vanc ist zuversichtlich, dass das nicht passieren wird. Denn die Vorzeichen sind gut. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich David Adam fällt aufgrund einer Erkrankung aus. Dagegen kehrt Jonas Manger nach gut einem Monat Pause in den Kader zurück. „Er hat allerdings noch Trainingsrückstand“, macht der Trainer ihm wenig Hoffnung, dass es bei dem Stürmer für die ersten drei Reihen reichen wird. Zumal sich diese am vergangenen Wochenende stabil präsentiert haben und Vanc keinen Grund sieht, etwas zu verändern. „Wir wollen den Rest der Saison immer mit drei starken Reihen auftreten. Daher werden einige der Jungs sitzen müssen.“ Talent Kevin Heckenberger wird aufgrund des aktuellen Überangebots daher vorerst überwiegend mit der Mannschaft trainieren.

Es geht dem Trainer darum, eine eingespielte Einheit für die Wochen der Wahrheit zu formen, die bereits laufen. 15 Punkte wird der ERV wohl brauchen, wenn er die Play-Downs noch vermeiden möchte. Angesichts von derzeit drei mageren Zählern auf der Habenseite ein schwieriges Unterfangen. „Wir müssen heute unser Heimspiel gewinnen, Schongau zweimal schlagen und dann noch mindestens eines unserer drei anderen Auswärtsspiele gewinnen“, rechnet Vanc vor, fügt aber sogleich an: „Das ist Mathematik und unser Traum.“

Ein Traum, den ein Mathematiker aufgrund des Saisonverlaufs als eher unwahrscheinlich einstufen würde. Im Sport sei aber vieles Kopfsache und die Stimmung im Team nach dem Erfolgserlebnis gut, wie Vanc im Training beobachten konnte. „Wenn du gewinnst ist der Kopf klar. Ist der Kopf klar, sind die Beine schnell.“ Daher komme dem heutigen Spiel eine besondere Bedeutung zu, wenn man aus einem Einzelereignis ein Momentum kreieren möchte. Dies könnte die Mighty Dogs auch in den Auswärtsspielen tragen, in denen für den ERV bislang wenig zu holen war.

Schier übermächtige Gegner

In Peißenberg, wo die Schweinfurter am Sonntag antreten, gelang in dieser Spielzeit bereits ein Sieg. Doch es gibt auch Dinge, die gegen eine Schweinfurter Aufholjagd sprechen. Denn die anstehenden Gegner sind Mannschaften, die mit Pfaffenhofen um die Plätze eins und zwei und die damit verbundene Teilnahme an den Pre-Play-Offs kämpfen. Geretsried kassierte in der Abstiegsrunde erst eine Niederlage, allerdings auswärts. Peißenberg führt die Heimtabelle mit blitzsauberer Weste an. In vier Partien, ließ der TSV nur fünf Gegentore zu. Der ERV präsentierte sich mit drei Treffern in zwei Versuchen in der Fremde harmlos. Das alles ist Statistik – ein Teilgebiet der Mathematik also. Jetzt ist es an den Mighty Dogs zu zeigen, dass Eishockey nicht immer Mathematik ist.

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