FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

Warum Medet Aydin auf zwei Siege hofft

Rückhalt bei den Hirschfeldern: Medet Aydin. Foto: Aydin/DJK

„An Oldie, but a goodie.“ Wenn es einen Satz gibt, der auf Medet Aydin, den Torwart des Fußball-Bezirksligisten DJK Hirschfeld (7. Platz/25 Punkte) zutrifft, dann dieser. Mit seinen mittlerweile 37 Lenzen zählt der Keeper des Aufsteigers nach wie vor zu den Leistungsträgern seines Teams. Das ist auch der Grund, warum ihn die Hirschfelder weder zu einem anderen Verein, noch in den Ruhestand entlassen, wie er mit einem Lachen verrät.

Seit der Saison 2015/16 wirft sich Aydin nun schon für die DJK in die Schüsse der Gegner. Zuvor war seine sportliche Heimat der TV Jahn Schweinfurt. Mit diesem spielte der zweifache Familienvater in der Kreisliga, entschied sich jedoch aus persönlichen Gründen für einen Wechsel. „Ich war dort eigentlich auch sehr zufrieden, aber es war dann einfach an der Zeit“, so Aydin. Und was lag da näher für den Schwebheimer, als dem Ruf aus dem nur gut acht Kilometer entfernten Hirschfeld zu folgen: „Meine Frau ist aus Hirschfeld, es spielten schon einige Kumpels da und mein ehemaliger Jugendtrainer hat mich gefragt, ob ich mir nicht mal vorstellen könnte, dort zu spielen. Dann habe ich halt zugesagt und bin nach Hirschfeld gewechselt.“

Im ersten halben Jahr hatte der Keeper, der sofort zum Stammpersonal des damaligen Kreisligisten gehörte, den Kopf jedoch nicht richtig frei für Fußball.

Dies lag allerdings nicht an Querelen innerhalb der Mannschaft, sondern daran, dass er zum zweiten Mal Vater wurde. Den Wechsel bereut Aydin, mittlerweile in seinem fünften Jahr bei der DJK, nicht. Vor allem das Miteinander in Team, Verein und Dorf, taugt dem DJK-Torsteher: „Man wird von den Zuschauern auch nach Niederlagen immer wieder aufgemuntert. Die sind voll dabei und freuen sich sogar, wenn ich mich als ,Schwebheimer Kracke' mal zu ihnen setze.“

Der Keeper warnt vor dem kommenden Gegner

In der vergangenen Runde gelang Aydin und den Hirschfeldern schließlich mit der Meisterschaft in der Kreisliga Schweinfurt 1 und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga der große Wurf, obwohl es in der Rückrunde nicht immer glatt lief: „Wir hatten schon einige Verletzte, haben aber unsere Partien auch ohne einige Top-Spieler gewonnen.“

Umso zufriedener ist Aydin mit der aktuellen Saison, die mit dem siebten Tabellenplatz und sieben Zählern Abstand auf den Abstiegsrelegationsrang sehr gut läuft. Auch die Niederlagen in den letzten beiden Partien dürfe man nicht überbewerten. Vor allem gegen den TSV-DJK Wiesentheid vergangene Woche (1:2) spielten die Hirschfelder lange Zeit gut mit. Mangelnde Chancenverwertung und wenige Minuten Tiefschlaf nach der Halbzeit verhinderten aber ein besseres Ergebnis.

So gilt es, in den nächsten drei Wochen noch einmal zu punkten, bevor sich die DJKler in aller Ruhe in die Winterpause verabschieden können. „Wir dürfen aber keinen Gegner unterschätzen, denn beispielsweise gegen den nächsten Gegner TSV Münnerstadt haben wir zwar ein geiles Spiel gemacht, aber dennoch 0:2 verloren“, warnt Aydin, vor dem Duell mit dem Vierten (27 Punkte), vor Leichtfertigkeit. Dennoch macht der Keeper klar, dass aus den letzten drei Partien des Jahres möglichst sechs Zähler geholt werden sollen.

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