KORBBALL: BUNDESLIGA SÜD

Schraudenbach gewinnt das Spitzenspiel

Kein Durchkommen: Die Bergrheinfelderin Hanna Rumpel (grau) sucht vergeblich die Lücke zwischen den Schraudenbacherinnen Jenny Rumpel (links) und Sabrina Heuler. Foto: Michael Müller

SV Schraudenbach – TSV Bergrheinfeld 4:0 (0:0)

Gleich am ersten Spieltag trafen die beiden nordbayerischen Bundesliga-Rivalen der letzten Jahre aufeinander. In einem sehr guten, ausgeglichenen Spiel, setzte sich der deutsche Meister Schraudenbach am Ende zwar mit 4:0 durch, doch fiel dieser Sieg um ein, zwei Treffer zu hoch aus.

Beide Verteidigungsreihen standen sehr gut und ließen kaum etwas zu, obwohl beide auch tolles und flexibles Kreisspiel zeigten. Zudem waren beide Teams durchaus in der Lage, gefährliche Konter zu setzen, aber auch das Umschaltspiel der Defensivreihen funktionierte jeweils hervorragend. Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel forderte nun lautstark „mehr Bewegung“ von seinem Team. Einzige Schwachstelle in Hälfte eins waren die Distanzwürfe. Und hier muss man angesichts vieler Treffer des hinteren Randes eher von Pech reden, als von Unvermögen. Das gilt auch für zahlreiche Sechsmeter-Freiwürfe auf beiden Seiten. So war es wenig verwunderlich, dass es zur Pause noch 0:0 stand.

Sechsmeter bricht den Bann

In der zweiten Hälfte dauerte es dann knapp zwei Minuten bis zum ersten Treffer für Schraudenbach: Anna-Lena Blesch traf per Sechsmeter. Nach viereinhalb Minuten hatte Schraudenbach dann die Chance zu erhöhen, aber Julia Fuchs vergab völlig frei am Kreis. Da hatte man die Bergrheinfelder Abwehr einmal komplett ausspielen können. Der SVS setzte nun vermehrt auf die Konter der pfeilschnellen Jenny Rumpel, aber die Pässe der Schraudenbacher Korbfrau waren meist nicht präzise genug, oder wurden von den aufmerksamen Bergrheinfelderinnen abgefangen.

Beim 2:0 musste erneut ein Sechsmeter herhalten, Blesch hatte das Maß offensichtlich nun gefunden. Bergrheinfeld nahm eine Auszeit. Danach hatte Hanna Rumpel die Chance zu verkürzen. Ein Foul am Kreis führte zu einem Viermeter-Strafwurf. Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn hier das 1:2 gefallen wäre. Ist es aber nicht und so haderte Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grote mit der immer hektischeren Spielweise ihrer Mannschaft: „Länger spielen“, lautete die Ansage von außen, das sollte die oft hastigen Abschlüsse der Bergrheinfelderinnen verhindern.

Nur ein Treffer aus Spiel heraus

Knapp sechs Minuten vor Schluss dann die Vorentscheidung: Auch auf der Gegenseite führte ein Foul zu einem Viermeter, der durch Jenny Rumpel sicher zum 3:0 verwandelt wurde. Die fällige zweiminütige Überzahl nutzte Schraudenbach durch Theresa Rumpel zum 4:0-Endstand – dem einzigen Treffer aus dem Spiel heraus.

Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel war in seinem Resümee etwas zwiegespalten: „40 Minuten gegen Bergrheinfeld ohne Gegentreffer habe ich noch nie erlebt, aber da war auf beiden Seiten auch viel Pech dabei.“ Und allgemein: „Was wir im ersten Spiel gegen Essleben schlecht gemacht haben, haben wir gegen Bergrheinfeld wieder super gemacht“.

Sein Gegenüber Kirstin Grote war dagegen sichtlich enttäuscht: „Wir haben vorne einfach nicht getroffen“, lautete ihre richtige und einfache Analyse. „Es hat am Ende auch etwas die Kraft gefehlt.“ Und gefragt nach ihrer Erwartung für diese Runde, kündigte Grote „eine ganz spannende Saison“ an. Da war sie sich übrigens nicht nur mit Ludwig Rumpel absolut einig.

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