BAYERNLIGA NORD

Sparflammen-Offensive trifft auf Betonabwehr

Mit nur 13 Treffern in ebenso vielen Partien bildet der FC Sand das Schlusslicht in der „Offensiv-Tabelle“ der Bayernliga. Am Freitagabend, wenn der TSV Aubstadt ins Seestadion kommt, geht es für André Karmann (Mitte) und Co. nun gegen die stärkste Defensive der Liga. Foto: Ralf Naumann

1. FC Sand – TSV Aubstadt

Bereits am Freitagabend um 17.30 Uhr kommt es im Sander Seestadion zum Ostunterfranken-Derby zwischen dem gastgebenden FC und dem TSV Aubstadt. Die Gäste aus dem Grabfeld, aktuell Tabellendritter, gelten in dem Spiel als Favorit, doch wollen die Hausherren unbedingt dagegenhalten. Sie haben sich fest vorgenommen, endlich ihren dritten Saisonsieg einzufahren.

Mit dem TSV, der durchaus auch als einer der Aufstiegsbewerber gehandelt wird, kommt eine spiel- und kampfstarke Mannschaft ins Seestadion. Vier ihrer sechs Auswärtsspiele, unter anderem in Hof (0:3), haben die Grabfelder gewonnen. Am letzten Wochenende unterlagen sie jedoch auf eigenem Platz gegen Großbardorf mit 0:1.

Im Sander Lager ist man sich bewusst, dass man mit dem TSV Aubstadt eine „große Nummer“ vor sich hat. Mit erst zehn Gegentreffern stellen die Gäste die derzeit beste Defensive der Spielklasse. Doch auch auf den übrigen Positionen ist die Mannschaft von Trainer Josef Francic überdurchschnittlich besetzt.

Dennoch hofft man beim FC Sand, der mit 13 Treffern in 13 Parten die schwächste Offensivabteilung der Bayernliga stellt, nach dem bisher recht unglücklich verlaufenen Saisonstart endlich die Wende zum Guten einläuten zu können. Das klappte vor einem Jahr schon einmal, als man in Aubstadt zu einem 1:1 kam und in Sand mit 2:1 siegte. Auch insgesamt sieht die Bilanz für die heutigen Gastgeber gut aus, denn von den zurückliegenden 19 Landes- bzw. Bayernligabegegnungen gewannen die Sander 13, viermal gab es ein Unentschieden, nur zwei Mal musste man sich dem TSV Aubstadt beugen.

„Wir geben nicht auf, sondern werden es immer wieder versuchen. Einmal muss der Knoten platzen“, so Uwe Ernst. In Aschaffenburg geriet sein Team mit 0:4 klar unter die Räder, viel schwerer wiegt jedoch die rote Karte für Dominic Leim, die sich dieser noch kurz vor Spielende wegen einer „Notbremse“ einhandelte. Damit wird er für die nächsten zwei Spiele fehlen und die ohnehin angespannte Personalsituation erneut verschärfen. Ein Lichtblick ist, dass nach langen Verletzungspausen zumindest Daniel Krüger und Dominik Rippstein wieder in den Kader zurückkehren. Mit Danny Schlereth, André Schmitt, Christopher Gonnert, Kevin Steinmann, Lars Medem und Florian Gundelsheimer fehlen den FC-lern aber immer noch eine ganze Reihe wertvoller Spieler.

Trotz der Schwere der Aufgabe gegen die Aubstädter, die sich selbst gerne als „Macht aus dem Grabfeld“ bezeichnen, will sich der FC Sand nicht unterbuttern lassen: „Wir müssen voll konzentriert in das Spiel gehen und Gas geben. Wir dürfen dem Gegner keinen Spielraum geben, sondern müssen ihn bereits bei der Ballannahme stören und die Zweikämpfe für uns entscheiden“, fordert Uwe Ernst von seinen Spieler. Darüber hinaus hofft der FC-Trainer auf das Quäntchen Glück, das seiner Mannschaft bisher zum erfolgreichen Torabschluss fehlte. „Unsere Mannschaft ist spiel- und willensstark genug, um auch solche Spiele für sich zu entscheiden“, fasst Uwe Ernst zusammen.

Aufgebot 1. FC Sand: Mai, Schneider – Bechmann, Fischer, O. Gonnert, Karmann, Krüger (?), Krug, McCullough, Müller, Nöthling, Reith, Rippstein, Röder (?), Th. Schlereth, D. Schmitt, Wagner.

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