Volleyball:

Volleyballer beweisen Humor

Schweinfurt im Blick: Clara Carl filmt, Johannes Meidl und Stephan Roth spielen für die Eröffnungszene des Videos.
Schweinfurt im Blick: Clara Carl filmt, Johannes Meidl und Stephan Roth spielen für die Eröffnungszene des Videos. Foto: Katja Roth

Ja, Schweinfurt spielt wirklich Volleyball – aber in den großen Schlagzeilen der Szene ist die Kugellagerstadt schon seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetaucht. Schlagartig geändert hat sich das in den letzten Tagen dank einiger Hobbyspieler der DJK Schweinfurt Volleys.

Nein, spieltechnisch kann an die früheren Hoch-Zeiten Schweinfurts in der spannenden Ballsportart (noch) nicht ganz angeschlossen werden, nicht desto trotz verfolgen viele Volleyball-Fans eifrig das Geschehen in den oberen Ligen. So stolperten Anfang des Jahres einige DJKler auf der Homepage des Bundesligisten und deutschen Meisters 2013, den Berlin Recycling Volleys, über einen Aufruf unter dem Motto „Berlin spielt Volleyball“ Videos einzureichen, wo überall in der Hauptstadt mit blau-gelben Bällen gepritscht und gebaggert wird.

„Was Berlin kann, kann Schweinfurt noch besser“, dachten sich die kreativen Ballsportler um Clara Carl und Stephan Roth. Aus dem Internet wurden die Konterfeis der Berliner Spieler heruntergeladen, ausgedruckt und damit Masken gebastelt. Dann ging es mit Ball und Kamera im Gepäck zu bekannten Punkten der Kugellagerstadt. „Vom Rückertdenkmal herunter zu pritschen war gar nicht so einfach,“ berichten die Ball- und Videokünstler, die unter anderem auch noch vor dem Georg Schäfer-Museum, dem Ebracher Hof und in der Stadtgalerie unterwegs waren. Und wie haben die Passanten auf diese sportliche Begegnung der besonderen Art reagiert? „Natürlich haben viele geguckt und geschmunzelt“, berichtet DJK-Coach Stephan Roth, „aber erstaunlicherweise sind wir ansonsten ziemlich unbehelligt geblieben. Auf dem Marktplatz mussten wir ganz schön lachen, als sich plötzlich jemand einfach dazustellte und mitgespielt hat.“

Als Riesenspaß war die ganze Aktion eigentlich auch nur gedacht, eingeschlagen ist sie in Deutschlands Volleyballszene wie ein erfolgreicher Schmetterschlag der Berliner. Das zweieinhalbminütige Video, von der 18-jährigen Rathenau-Abiturientin Clara Carl zusammengestellt, hat es binnen weniger Tage auf die Startseite des deutschlandweiten Volleyball-Magazins geschafft.

Auch bei den Hauptstädtern selber ist es auf großes Interesse gestoßen, dass ihre „Urban Volley“-Aktion so weite Kreise gezogen hat. Bedankt haben sie sich gleich mehrfach mit Einladungen zu ihren Heimspielen, wo die Volleyball-Truppe aus Schweinfurt vergangenes Wochenende im Berliner Fanblock und demnächst sogar noch einmal im VIP-Bereich das spielerische Können ihrer großen Vorbilder verfolgen konnte bzw. kann – und vielleicht ja auch einen ganz kleinen Teil davon wieder mit nach Hause bringt. Denn auch wenn man (momentan) keinen Verein in der Bundesliga hat: Schweinfurt spielt Volleyball!

ONLINE-TIPP

Das Video der Schweinfurter Volleyballer gibt es unter: volleyball.de/nc/news/details/datum/2014/01/31/schweinfurt-spielt-volleyball/

Die aus dem Video: So wurden (v.l.) Stephan Roth, Clara Carl und Katja Roth im Fanblock der Berlin Recycling Volleys erkannt.
Die aus dem Video: So wurden (v.l.) Stephan Roth, Clara Carl und Katja Roth im Fanblock der Berlin Recycling Volleys erkannt. Foto: Roth
Herr Rückert wundert sich: Stephan Roth (oben) unten Daniel Korn spielen vor und auf einem der Schweinfurter Wahrzeichen Volleyball.
Herr Rückert wundert sich: Stephan Roth (oben) unten Daniel Korn spielen vor und auf einem der Schweinfurter Wahrzeichen Volleyball. Foto: Katja Roth

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