Schweinfurt

Der FC 05 begrüßt die Umbenennung des Sachs-Stadions

Geschäftsführer Markus Wolf spricht sich für einen respektvollen Umgang mit Sportlern gleich welcher Herkunft aus. Das sei mit der Vita von Willy Sachs nicht vereinbar.
Aus dem Willy-Sachs-Stadion wird das Sachs-Stadion. Auch die Fußballer des FC 05 Schweinfurt stehen hinter dieser Maßnahme.
Foto: Nicolas Bettinger | Aus dem Willy-Sachs-Stadion wird das Sachs-Stadion. Auch die Fußballer des FC 05 Schweinfurt stehen hinter dieser Maßnahme.

Ob der FC 05 Schweinfurt in der nächsten Saison weiterhin in der Fußball-Regionalliga Bayern spielt, oder vielleicht doch, im Falle eines Aufstieges, in der Dritten Liga, ist noch völlig offen. Sicher ist nur: Er wird es nicht mehr im Willy-Sachs-Stadion tun. Zwar bleibt die sportliche Heimat unverändert, sie wird nur anders heißen: Weil dem Großindustriellen Willy Sachs, der das Stadion 1936 der Stadt gestiftet hatte mit der Auflage, der FC 05 solle dort vorrangig seine Heimspiele austragen dürfen, eine erhebliche Nähe zum NS-Regime und die Ausbeutung von jüdischen Zwangsarbeitern nachgewiesen wurde, wird es nach jahrelangen Diskussionen voraussichtlich noch im nächsten Monat in Sachs-Stadion umbenannt werden.

FC-05-Geschäftsführer Markus Wolf begrüßt die Umbenennung in Sachs-Stadion. Der Vorstand habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, schließlich sei der FC 05 Mitglied des Bündnisses "Schweinfurt ist bunt" sowie der Initiative "Respekt - kein Platz für Rassismus. "Wir stehen für einen respektvollen Umgang mit Sportlerinnen und Sportlern, egal, welcher Herkunft", so Wolf. Das sei nicht vereinbar mit der veröffentlichten Vita von Willy Sachs.

Auch die Fan-Szene unterstützt die Umbenennung

Das unterstütze auch die aktive Fan-Szene, gleichwohl es einige gebe, die aufgrund der persönlichen Erinnerungen gerne weiterhin den alten, seit 84 Jahren unveränderten Namen gesehen hätten. "Sie können sich mit dem politisch unbelasteten Namen Sachs-Stadion aber anfreunden", fasst Wolf den Tenor in der organisierten Anhängerschaft, die beispielsweise die Umbenennung nach einem Sponsoren ablehnt, zusammen. Wolf weiter: "Der Name Sachs bleibt erhalten, das ist uns wichtig, auch als Dank an tausende Arbeiter und Angestellte des Unternehmens, die der Stadt dieses Stadion erst ermöglicht haben." Auch die geplante Erinnerungstafel vor dem Stadion hält er für sinnvoll.

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