Schweinfurt

Die vielen unermüdlichen Helfer im Hintergrund

Die Geehrten – Hinten von links: Kreisehrenamtsbeauftragter Edgar Hedrich, Kreisschiedsrichterobmann Horst Knorpp, BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert, Kreissieger Roland Eirich (FC Donnersdorf), Rudi Lenhart (HSV Birnfeld), Heinz Schröttle (FC Schweinfurt 05), Stefan Derleth (SV Ostheim), Alfred Oppermann (FC Kleinsteinach), Albin Hartung (DJK Wülfershausen), Thomas May (SV Sömmersdorf), Jürgen Herold (HSV Birnfeld), Ehrengast Erwin Albert, Winfried Reß (stv. Bürgermeister des Markts Stadtlauringen), Kreisvorsitzender Gottfried Bindrim; vorne: Gerlinde Sauer (DJK Burghausen), Gudrun Weppert (VfL Niederwerrn), Reiner Nahler-Vogt (TSV Prichsenstadt), Norbert Schimmel (FC Geldersheim), Georg Scholl (SV Friesenhausen), Ewald Kober (FC Geesdorf), Elisabeth Bauer (DJK Burghausen), Elke Stöcklein (SV Frankenwinheim), Martina Hopf (SV Oberwerrn), Heinrich Rösch (FC Gerolzhofen), Brigitte Lüdecke (SpVgg Ermershausen), Wilhelm Schneider (Landrat des Landkreises Haßberge), stellvertretende Landrätin Christine Bender und Toni Adelhardt (Bezirksehrenamtsreferent). Es fehlen: Werner Sahlmüller (FC Donnersdorf), Peter Große (FSV Krum), Günther Riedmann (SV-DJK Unterspiesheim) und Harald Göb (TV Haßfurt).
Foto: Dominik Großpietsch | Die Geehrten – Hinten von links: Kreisehrenamtsbeauftragter Edgar Hedrich, Kreisschiedsrichterobmann Horst Knorpp, BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert, Kreissieger Roland Eirich ...

„Ohne die Leistung der Ehrenamtlichen in unseren Fußballvereinen wäre der Spielbetrieb gar nicht möglich.“ Wilhelm Schneider, Landrat des Haßbergkreises, brachte es auf den Punkt. Was würde passieren, wenn es keine Leute geben würde, die sich Tag für Tag und Jahr für Jahr in den Dienst der Gemeinschaft stellen? Richtig: Die Menschen würden ganz schön alt aussehen.

Kein gemähter Rasen mehr, ein verdrecktes Sportheim, ein stockender Wirtschaftsbetrieb. Zudem würde sich niemand mehr um die Vereinsfinanzen kümmern. Ein Horrorszenario, das man sich eigentlich gar nicht so genau ausmalen möchte. Dank der unermüdlichen Helfer im Hintergrund ist das auch gar nicht nötig. Das große Problem ist aber, dass das so eminent wichtige Ehrenamt zu wenig gewürdigt wird. Um genau diesem Problem entgegenzuwirken, hatten die Verantwortlichen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in den ansehnlichen Schüttbau der Amtskellerei Stadtlauringen geladen, wo die DFB-Sonderehrung schon im vergangen Jahr stattfand. „Heute bekommen Sie Ihre Honoration, die Sie sich redlich verdient haben“, rief BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau den anwesenden Ehrenämtlern zu.

„Vielen herzlichen Dank allen zu Ehrenden für ihren Einsatz und ihr Herzblut “, erklärte Stadtlauringens stellvertretender Bürgermeister Winfried Reß bei seiner Begrüßungsrede, „ohne diese Leute wären wir verloren. Ich wünschte, von ihnen gäbe es noch viel mehr.“ Recht hat er. Denn das, was die Ehrenamtlichen leisten, ist schlichtweg unbezahlbar. „Es ist echt toll, was diese Leute leisten. Bei den Vereinen, die ich trainiert habe, waren Ehrenamtliche bei jedem Training vor Ort“, lobte Erwin Albert, Ehrengast und ehemaliger Fußball-Profi. Der Ex-Coach des TSV Großbardorf und des FC Sand verzichtete aus Zeitgründen auf ein Grußwort und gab stattdessen dem Kreisehrenamtsbeauftragten Edgar Hedrich während eines unterhaltsamen Frage-Antwort-Spiels Einblicke in sein Fußballer-Leben.

Dass die gelungene Ehrungsveranstaltung, bei der wie im Vorjahr 22 Ehrenämtler gewürdigt wurden, aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, machte der Schweinfurter Kreissieger Roland Eirich vom FC Donnersdorf unmissverständlich klar. Nachdem er die Ehrung entgegen genommen hatte, schritt der 58-Jährige kurzum an das Rednerpult und verdeutlichte: „Wir machen das, was uns Spaß macht. Ich möchte diesen Preis hier für alle Menschen entgegennehmen, die in den Vereinen unheimlich viel leisten, aber nicht in den Genuss der Ehrung kommen. “ Weise Worte des Jugendkoordinators, der früher als offensiver Mittelfeldspieler des FC Haßfurt in der Bayernliga für Furore sorgte.

„Ohne das Ehrenamt bräuchte es keinen Ball“, führte Eirich weiter aus, der auch die Verbandsfunktionäre nicht ungelobt davon kommen ließ: „Es ist genauso wichtig, zu erwähnen, dass wir auch die Funktionäre brauchen, das ist eben auch Ehrenamt.“ Allerdings. Egal, welche Art von Ehrenamt man ausübt, die Aufopferung für die Mitmenschen ist enorm wichtig. „Wilhelm Busch soll einmal gesagt haben: 'Willst du froh und glücklich leben, lasse dir kein Ehrenamt geben', dabei müsste es heißen: 'Willst du froh und glücklich leben, lass' dir ein Ehrenamt geben'“, meinte Christine Bender, die stellvertretende Schweinfurter Landrätin lächelnd. „Dank und Wertschätzung kommen oft zu kurz, deswegen bin ich froh, dass es diesen Tag hier gibt“, erklärte die Politikerin.

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