Gerolzhofen

Gerolzhofen hat den Aufstieg fest im Visier

Saisonstart in der Kreisliga Schweinfurt 1: Beim FCG zeigen sie sich kämpferisch, nachdem die Quotientenregelung nach dem Abbruch der letzten Runde alle Träume platzen ließ.
Hat seit Sommer 2020 beim FC Gerolzhofen das Sagen: Trainer Steffen Rögele
Foto: Hans Will | Hat seit Sommer 2020 beim FC Gerolzhofen das Sagen: Trainer Steffen Rögele

"Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", so könnte man das Motto für die neue Saison für den 1. FC Gerolzhofen in der Kreisliga Schweinfurt 1 überschreiben. Die Zielsetzung bleibt die gleiche wie seit drei Jahren und lautet klar und deutlich: "Aufstieg in die Bezirksliga". "Dort gehört der FC Gerolzhofen auch hin", findet Abteilungsleiter Sebastian Hauck. Eigentlich war der Gang in die höhere Liga in der letzten Saison für den damaligen Klassenprimus bereits so gut wie in trockenen Tüchern, hätte nicht der Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie und die damit einhergehende Quotientenregelung die Mannschaft um diesen möglichen Erfolg gebracht.

Bei damals verbleibenden sieben Spielen gegen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel fand sich die Mannschaft von Trainer Steffen Rögele eindeutig in der Favoritenposition. Eigentlich Punkte-Tabellenführer musste der FC Gerolzhofen dann aber dem Quotienten-Besten TSV Ettleben/Werneck den Vortritt lassen. Der verzeichnete bei 18 absolvierten Saisonspielen 46 Punkte, was einen Quotienten von 2,56 bedeutete. Der FC brachte es bei 21 Begegnungen und 51 Punkten "nur" auf 2,43 und landete wie auch schon in der vorangegangenen Saison erneut auf dem zweiten Tabellenplatz. Der berechtigt ja eigentlich zur Teilnahme an der Relegation. Die fand aber diesmal aufgrund der Umstände nicht statt. Somit hatte der zweite Platz keinerlei Bedeutung. "Das war extrem ärgerlich", findet Hauck, "wir waren unserem Ziel so nah".

Jammern hilft nicht

In Gerolzhofen hätte man sich den Aufstieg aller Mannschaften gewünscht, die nach der Quotientenregelung auf einem direkten Aufstiegsplatz oder auf einem Relegationsplatz stehen und somit eine Aufstiegsmöglichkeit gehabt hätten. Nach dem Motto, "jammern hilft nicht", will man nun stattdessen den Ärger in positive Energie umwandeln.

Großen Anteil daran wird Trainer Steffen Rögele haben, der das Amt seit Sommer 2020 innehat. Eindrucksvoll hatte er in den wenigen Spielen bis zur Zwangspause seine Handschrift hinterlassen. Seine Mannen eilten damals von Sieg zu Sieg. Er formte ein Team, das Eigeninitiative zeigt und selbst das Spiel gestalten möchte. Daran will man mit Ballbesitzfußball und schnellem Spiel anknüpfen und weitgehend auf lange Bälle verzichten. Ganz im Sinne des spielenden Co-Trainers Dominik Schmitt, der aber aufgrund einer Verletzung derzeit nur von der Seitenlinie aus agieren kann.

Zum ausreichend bestückten Kader gehören viele Einheimische, die auch abseits des Fußballs ein gutes Miteinander pflegen und Kameradschaft groß schreiben. Das wirkte sich allerdings zuweilen bremsend auf die Vorbereitung aus. Die verlief aufgrund einiger freizeitlicher Gemeinschaftsunternehmungen und der hohen Verletzungsquote doch eher holprig. So steht aktuell ein Fragezeichen hinter dem Fitnesslevel der Spieler. "Wo wir tatsächlich stehen, wird sich erst in den nächsten Wochen herauskristallisieren", erklärt Hauck. Deshalb hält er sich mit Prognosen sowie Einschätzungen seines und auch der übrigen Teams der Liga erst einmal zurück.

Hoffen auf das Quäntchen Glück

Für die Gemeinschaftsbildung ist es förderlich, dass die Neuzugänge Andre Schmitt, Bruder des Co-Trainers, und Fabian Mack sowie Vinzent Kimmel aus der eigenen Jugend einen Bezug zum Verein haben. Nur Lukas Bock, der aus Dettelbach kam, ist ein echter Neuling. Ferner spielten 80 Prozent der aktuellen Akteure auch schon in der Jugend in Gerolzhofen. Trotz all dieser Vorzüge ist aber klar, dass ein Aufstieg nicht planbar ist. Vor allem dann nicht, wenn die Mannschaft nicht zu den Überfliegern zählt. Damit er am Ende gelingt, muss vieles zusammen passen.

Ein Wunsch ist, gut in die Saison zu starten und dann möglichst verletzungsfrei zu bleiben. Und am Ende gehört immer auch noch das nötige Quäntchen Glück dazu. So heißt es nun "auf ein Neues" im Hinblick auf den Saisonstart am 24. Juli. Sollte in deren Verlauf dann doch wieder etwas Unvorhersehbares den Gang in die höhere Liga verhindern, ist zumindest schon einmal das Ziel auch für die nächsten Jahre konkret formuliert.

Das Team des 1. FC Gerolzhofen

Abgänge: Timo Thurn (FC Dingolshausen), Austine Okoro (VfL Volkach), Markus Stühler (SV Frankenwinheim).
Zugänge: Andre Schmitt (1. FC Sand), Fabian Mack (VfB Knielingen), Lukas Bock (Dettelbach und Ortsteile), Vinzent Kimmel (eigene Jugend).
Spielerkader, Tor: Marius Wilhelm, Max Gallet, Valentin Roth; Abwehr: Christoph Herbig-Fleißner, Alexander Kraus, Fabian Mack, Florian Scharf, Ingo Willacker, Johannes Lurz, Jonas Graf, Timo Göbel; Mittelfeld: Dominik Schmitt, Jonas Göbel, Timo Jopp, Alexander Kneißl-Bedenk, Andre Weimann, Daniel Herzog, Jakob Schmitt, Jörg Bergmann, Max Seuferling, Niklas Günter, Niklas Wilhelm, Vinzent Kimmel, Andre Schmitt, Lukas Bock; Angriff: Florian Ullrich, Daniel Klein, Jannik Merkel, Julian Zehnder.
Trainer: Steffen Rögele, spielender Co-Trainer Dominik Schmitt. Meistertipp: TSV Abtswind II Saisonziel: Aufstieg in die Bezirksliga.
Quelle: FCG
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