Fußball: Bezirksliga Ost

Heber öffnet Gerolzhofen die Tür

Haarscharf daneben: Der Unterspiesheimer Torwart Maximilian Iff wirft sich dem Gerolzhofener Felix Reichs (hinten) in den Weg, der Schuss geht am Tor vorbei.
Foto: Wolfgang Müller | Haarscharf daneben: Der Unterspiesheimer Torwart Maximilian Iff wirft sich dem Gerolzhofener Felix Reichs (hinten) in den Weg, der Schuss geht am Tor vorbei.

Das war klarer als viele vorher gedacht hätten. Der FC Gerolzhofen entschied das Derby vor 210 Zuschauern gegen die DJK Unterspiesheim mit 3:0 (1:0). Nun sind Derbys ja oft hitzig. Dieses war es nicht, auch wenn am Ende sieben Gelbe Karten auf dem Spielbogen eingetragen waren. „Wir sind der verdiente Sieger, hatten 80 Prozent Ballbesitz“, war FCG-Trainer Reiner Neumann zufrieden. In der zweiten Halbzeit hätte man vielleicht noch etwas genauer vor dem Tor agieren können, um das Ergebnis früher zu erhöhen – das war sein einziger Kritikpunkt. So versiebten die Gastgeber in den ersten zwei Minuten nach Wiederbeginn gleich drei erstklassige Gelegenheiten durch Alexander Kneißl-Bedenk Felix Reich, den besten Spieler des Tages.

Überhaupt stand es lange nur 1:0. Obwohl die Hausherren vor der Pause klar dominierten, sich etwa ein halbes Dutzend brauchbarer Torchancen erarbeiteten, jedoch zu ungenau abschlossen. Es bedurfte schon eines Treffers (38.), den man aus DJK-Sicht als vermeidbar einstufen musste. Zugegeben: Der Heber aus 15 Metern ins lange Eck, eigentlich fast schon eine Bogenlampe, von Julian Göbel mit enorm viel Effet ausgeführt, war wunderschön. Aber Unterspiesheims Torwart Maximilian Iff hätte diesen langsamen Ball eigentlich haben müssen. Unmittelbar davor hätte Reich bereits fast die Führung erzielt. Aus vollem Lauf – bedrängt von Christoph Pickel am Strafraum – kam er ins Straucheln, schob das Leder akrobatisch an Iff, aber auch knapp am langen Pfosten vorbei.

Tolles Reich-Solo

Das 2:0 besorgte dann aber Kneißl-Bedenk per Elfmeter in der 62. Minute. Und erneut war es unnötig aus Unterspiesheimer Sicht. Denn der von Andre Schenk gefoulte Timo Jopp bewegte sich im entscheidenden Moment eher vom Tor weg, also bestand keine echte Torgefahr. Damit war die Partie entschieden. Dass eine Viertelstunde später Reich ein Solo aus Eckfahnen-Nähe bis in Strafraummitte mit dem erfolgreichen Abschluss zum 3:0 gelang, zeigte auch die geringe Gegenwehr der DJK-Abwehr.

„Gerolzhofen war klar besser als wir. Es war ein verdienter Sieg. Wir haben viel Arbeit vor uns“, sagte ein enttäuschter Gästetrainer Thomas Schmitt, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. Sein Spielmacher Christoph Pickel versuchte vor allem vor der Pause, seine Mannschaftskollegen zu mehr Einsatz zu bewegen, forderte mehr Kampf um den Ball, ein konsequenteres Zweikampfverhalten. Genützt hat es nichts. Sein Team hatte eine passable Anfangsviertelstunde mit zwei, drei guten Szenen. Aber danach musste sich FCG-Keeper Florian Ullrich erst in der 52. Minute noch einmal richtig strecken. Sven Gehring hatte aus 40 Metern abgezogen. Ulrich lenkte das Leder über die Latte.

„Wir habe heute eine sehr gute Mentalität gezeigt, die ich auch gefordert hatte“, sagte Neumann und lobte das Zweikampfverhalten. Tatsächlich attackierten die Gastgeber den Gegner des öfteren schon in deren Hälfte. Ein Verhalten, das man im Steigerwaldstadion in den vergangenen Jahren eher seltener gesehen hat. Mittelfristig ist es Neumanns Ziel, vorne in der Tabelle mit einzugreifen.

Fußball-Bezirksliga Ost

FC Gerolzhofen – SV-DJK Unterspiesheim 3:0 (1:0)

Gerolzhofen: Ullrich – Herbig (82., Christau), Mack, D. Geck, Weimann – Binzenhöfer, Kneißl-Bedenk, Jopp – Reich (82. Gehring), Goebel – Schröer (70. J. Geck). Unterspiesheim: Iff – Pickel – Schenk, Baumüller, Nunn (72. Sternecker), S. Brendler – Seufert, A. Brendler, Heim, Mauer (63. Schmitt) – Gehring (63. Reis). Schiedsrichter: Schmitt (Bad Kissingen). Zuschauer: 210. Tore: 1:0 Julian Goebel (38.), 2:0 Alexander Kneißl-Bedenk (62.), 3:0 Felix Reich (76.).

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