Leichtathletik:

Markus Unsleber knackt Streckenrekord

Zufriedener Sieger: Der aus Langendorf stammende Markus Unsleber gewann den Zeiler Waldmarathon und stellte dabei auch noch einen neuen Streckenrekord auf.
Foto: Gisela Leitner | Zufriedener Sieger: Der aus Langendorf stammende Markus Unsleber gewann den Zeiler Waldmarathon und stellte dabei auch noch einen neuen Streckenrekord auf.

Die Erwartungen waren hoch, und sie wurden erfüllt: Die Streckenrekorde über die Halbmarathon- und die Marathon-Strecke beim achten Zeiler Waldmarathon wurden gebrochen. Vor allem der Triathlet und Ironman-Finisher Markus Unsleber aus Wülfershausen ließ aufhorchen. Unter den 250 Startern beim Marathon wurde Unsleber, der für Stadtmarathon Würzburg startet, schon als einer der Favoriten gehandelt. Seine Zeit war – vor allem, wenn man berücksichtigt, dass er erst im Oktober auf Hawaii beim Ironman gestartet war – sehr beeindruckend. nach 2:42:41 Stunden war er wieder im Ziel und unterbot den sechs Jahre alten Streckenrekord von Ulli Pfuhlmann um neun Sekunden. Außerdem hatte Unsleber ganze zehn Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Frank Zocher von der LAC Quelle Fürth. An dritter Stelle kam der Vorjahressieger Markus Spägele vom SV Mindelzell mit einer Zeit von 2:54 ins Ziel. Beste Läufer vom TV Zeil waren Richard Banner in 3:30, Hubert Karl in 3:36 und Martin Steinert in 3:43 Stunden.

Auch bei den Frauen lief die Gewinnerin einen deutlichen Vorsprung heraus. Kristin Eisenacher vom USV Erfurt brauchte für die 42,195 Kilometer 3:18 Stunden, neun Minuten später kam Sandra Fischer-Paul von der DJK Teutonia Gaustadt ins Ziel, gefolgt von Sonja Decker von der TG Viktoria Augsburg in 3:36. Vom TV Zeil liefen nur zwei Frauen mit: Christine Karl, die bereits zum achten Mal den Marathon erfolgreich bestritt, kam nach 5:06 Stunden ins Ziel, ihre Teamkollegin Edeltraud Gebhardt nach 5:25 Stunden. Die Teamwertung auch bei den beiden Läufen im Marathon und Halbmarathon sicherte sich der LAC Quelle Fürth mit 24 Teilnehmern vor dem TV Zeil mit 23 Teilnehmern und dem Laufteam Fränkische Rohrwerke (22 Teilnehmer).

Pünktlich um 11 Uhr fiel der Startschuss für den Halbmarathon, zu dem sich über 500 Teilnehmer gemeldet hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Marathonläufer schon eine Stunde unterwegs und konnten die frische Waldluft genießen. Die Voraussetzungen waren hervorragend, die Wege trocken und der Nebel hatte sich verzogen. Die letzten Läufer konnten am Nachmittag sogar noch ein paar Sonnenstrahlen genießen.

Um sechs Minuten unterbot der Äthiopier Badhane Gamachu Ararsa die bestehende Bestzeit im Halbmarathon und lief nach 1:07 Stunden über die Ziellinie. Es war ein einsamer Siegeslauf für Badhane, der Zweitplatzierte Matthias Flade vom TV Münchberg folgte ihm erst acht Minuten später ins Ziel, mit einer sehr guten Zeit von 1:15 Stunden. An dritter Stelle lief Philipp Zabel mit nur einer Minute Abstand. Die Pfuhlmann-Brüder Ulli und Matthias meldeten sich in diesem Jahr beide für den Halbmarathon an und kamen fast zeitgleich ins Ziel. Sie konnten sich den fünften (Matthias Pfuhlmann, 1:19,38) und siebten Platz (Ulli Pfuhlmann, 1:19,55) sichern. Der 22 Jahre alte Sieger aus Äthiopien ist in Läuferkreisen im übrigen bekannt, hat schon mehrere Streckenrekorde geborchen. Der junge Asylbewerber, der in Bayreuth lebt und für das Team Icehouse läuft, setzte beim Waldmarathon neue Maßstäbe. Er lief nicht, er schwebte durch den Wald. Nach dem Lauf suchte man vergeblich nach Schweißperlen oder Erschöpfungszeichen. Sein Deutsch ist noch verbesserungswürdig, sein Lauftalent ist ihm in die Wiege gelegt. Zu kalt war es ihm, meinte er nach seinem Sieg, lieber wären ihm Temperaturen im zweistelligen Bereich. Das Laufen, anfänglich nur ein Zeitvertreib, wurde für ihn zur Leidenschaft. Er will sein Potenzial nutzen, jetzt zur Integration, später vielleicht einmal, um die ganz großen Rekorde zu brechen. Bei den Frauen war Andrea Lutz von der DJK Teutonia Gaustadt am Schnellsten: Sie erreichte das Ziel nach 1:30 Stunden, Zweitschnellste war Katja Baumann (Geh-Punkt Weissenburg) mit einer Zeit von 1:33, gefolgt von Gabi Bastian von der DJK LC Vorra nach 1:36 Stunden.

Ergebnisse vom Waldmarathon

Marathon Männer: 1. Markus Unsleber (Stadtmarathon Würzburg) 2:42,41 Stunden; 2. Frank Zocher (LAC Quelle Fürth) 2:52,41; 3. Markus Spägele (SV Mindelzell) 2:54,54; ... 8. Sebastian Apfelbacher (TG Kitzingen) 3:09,14; ... 14. Stefan Messingschlager (SC Stettfeld) 3:20,13.

Marathon Frauen: 1. Kristin Eisenacher (USV Erfurt) 3:18,58; 2. Sandra Fischer-Paul (DJK Teutonia Gaustadt) 3:27,46; 3. Sonja Decker (TG Viktoria Augsburg) 3:36,35; 4. Marika Heinlein (FC Geesdorf) 3:44,15; ... 10. Andrea Fleischmann (Fränkische Rohrwerke Laufteam) 4:06,16; 11. Gerda Rudolph (Saunagarten Gerolzhofen) 4:07,40.

Halbmarathon Männer: 1. Badhane Gamachu Ararsa (Team Icehouse e.V.) 1:07,43, 2. Matthias Flade (TV Münchberg) 1:15,37; 3. Philipp Zabel (vereinslos) 1:16,55; ... 5. Matthias Pfuhlmann (LG Haßberge) 1:19,38; ... 7. Ulli Pfuhlmann (LG Haßberge) 1:19,55; ... 9. Stefan Michalicka (SC Haßberge) 1:21,54.

Halbmarathon Frauen: 1. Andrea Lutz (DJK Teutonia Gaustadt) 1:30,40; 2. Katja Baumann (Geh-Punkt Weissenburg) 1:33,28; 3. Gabi Bastian (DJK LC Vorra) 1:36,46; ... 9. Friederike Kraus (BSG Sparkasse Ostunterfranken) 1:43,47; ... 11. Bianka Wegner (TV Zeil) 1:44,28; ... 15. Katerina Novotná (Fränkische Rohrwerke Laufteam) 1:45,46.

ONLINE-TIPP

Alle Ergebnisse finden Sie ausführlich aufbereitet im Internet unter: www.zeiler-waldmarathon.de

Neuer Rekordhalter im Halbmarathon: Badhane Gamachu Ararsa.
Foto: Leitner | Neuer Rekordhalter im Halbmarathon: Badhane Gamachu Ararsa.
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