Bergrheinfeld

Heinzes Weg runter und wieder rauf

Sieht für sich und den TSV Bergrheinfeld Luft nach oben: Marius Heinze (grün).
Foto: M. Wetterich | Sieht für sich und den TSV Bergrheinfeld Luft nach oben: Marius Heinze (grün).

Der TSV Bergrheinfeld (7./21) spielt aktuell eine gute Saison, befindet sich im sicheren Tabellenmittelfeld mit nur vier Zählern Abstand auf den Aufstiegs-Relegationsrang. Vor allem in der Defensive läuft es mit gerade einmal 18 Gegentoren überaus passabel. Einer der Garanten für den Erfolg der jungen Abwehr ist Marius Heinze, der mit seinen 22 Jahren zwar immer noch sehr jung ist, allerdings in der Abwehr-Rasselbande schon zu den älteren gehört.

Über Umwege kam Heinze zu den Bergrheinfeldern, denn er hatte andere Ambitionen. Mit 16 wechselte der Defensivmann in die Jugendmannschaften des FC 05 Schweinfurt, bei dem er bis in den vergangenen Sommer noch in der U-23-Bayernliga-Mannschaft gespielt hatte. Gerne erinnert sich Heinze daran zurück: „Es war schon eine schöne Zeit, weil man auch immer mit denselben Jungs zusammengespielt hat. War eine tolle Erfahrung, alleine schon mal so hoch spielen zu dürfen gegen namhafte Gegner wie Viktoria Aschaffenburg.“ Für das Regionalliga-Team reichte es im Punktspielbetrieb zwar nicht, aber immerhin zu einem Testspiel-Kurzeinsatz gegen die Erste des Clubs.

Langes Zögern im letzten Sommer

Dann kam das abrupte Ende für das U-23-Team. „Es hat sich alles schon ein wenig abgezeichnet und einige überlegten sich rechtzeitig, wie es weitergeht. Wir hatten viele Gespräche in dieser Zeit und waren kurz davor zu sagen, dass wir noch ein Jahr machen.“ Der Verein kam den Spielern mit einem Angebot entgegen, dieses sei allerdings später wieder zurückgezogen worden. Das Hin und Her führte schließlich zur finalen Entscheidung im Team: „Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt, weil wir ja nicht für Geld, sondern eher für den Zusammenhalt gespielt haben. Aber wir wollten schließlich alle mal andere Wege gehen.“

Zumal sich Heinze selbst dazu entschlossen hatte, an der BOS Schweinfurt sein Fachabitur zu machen. Die gefühlt fehlende Wertschätzung durch den Verein tat ihr übriges. Ein wenig überraschend führte Heinzes Weg von der Bayernliga zum TSV Theilheim in die Kreisklasse 1. „Ich habe mit vielen Theilheimer Spielern schon beim FC Wipfeld in der Jugend zusammengespielt und auch noch sehr guten Kontakt“, so Heinze über die Gründe für den Wechsel. Klar war der Unterschied zur Bayernliga sehr groß – vom Vereinsumfeld bis zur fußballerischen Qualität. Heinze bereut seine Entscheidung nicht, obwohl er seine Zelte in Theilheim schnell wieder abgebrochen hatte und im Winter in die Bezirksliga zum TSV Berghreinfeld wechselte.

Dort ist er aktuell sehr glücklich, sieht allerdings beim Team und sich selbst Luft nach oben: „Im Großen und Ganzen können wir mit der bisherigen Saison zufrieden sein und auf die Leistungen aufbauen. Im Mai habe ich Prüfungen und habe mir bisher noch keine Gedanken über meinen weiteren Weg gemacht, würde aber gerne noch einmal eine oder zwei Ligen höher spielen.“

Zunächst steht allerdings der SV-DJK Unterspiesheim (12./15) auf dem Spielplan und Heinze warnt: „Wir tun uns gegen die vermeintlich Schwächeren immer schwer, von daher ist Unterspiesheim ein tückischer Gegner.

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