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Knapper Sieg gegen Leverkusen: RB letzter Bayern-Verfolger

RB Leipzig - Bayer Leverkusen       -  Leipzigs Spieler jubeln nach dem Treffer zum 1:0.
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa | Leipzigs Spieler jubeln nach dem Treffer zum 1:0.

Julian Nagelsmann klatschte seine Spitzenspiel-Sieger grinsend im Schneemann-Mantel ab, Peter Bosz packte mit finsterer Miene seine Brille sorgsam in das Etui.

RB Leipzig hat seine Mini-Chance auf eine erfolgreiche Bayern-Jagd durch das 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen im Top-Spiel der Fußball-Bundesliga gewahrt. Der Tabellenzweite hat weiter sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer und Rekordmeister aus München. Christopher Nkunku (51. Minute) sorgte mit seinem Tor für die Entscheidung gegen Bayer, das auf Platz vier zurückfiel.

„Wir wollen in die Champions League, mit dem Ziel sind wir in die Saison gestartet”, sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zum Meisterrennen. Nagelsmann lobte die „gute Reaktion” seiner Mannschaft nach dem 2:3 beim FSV Mainz 05 in der Vorwoche. „Wir haben sehr leidenschaftlich verteidigt.” Die Leverkusener haderten dagegen mit der knappen Niederlage. „Wir müssen unsere Kontermöglichkeiten besser ausspielen und damit gefährlicher werden”, forderte Kerem Demirbay.

Leverkusens Trainer Bosz hatte ein hochwertiges Spiel prophezeit und vor der Partie empfohlen, unbedingt den Fernseher einzuschalten. „Es war viel drin heute, guter Fußball nicht”, gab er nach der Partie zu. Es sei ein Spiel mit „viel Kampf” gewesen, ein Remis für seine Mannschaft wäre nach Ansicht des Niederländers aber möglich gewesen. „In der zweiten Halbzeit waren wir auf Augenhöhe.”

Im Angriff reichte es für den Ex-Leipziger Patrik Schick noch nicht für die Startelf, stattdessen sollte Leon Bailey mit seiner Geschwindigkeit für Durcheinander in der Leipziger Abwehr sorgen. Doch der Jamaikaner blieb zunächst wirkungslos, einzig die packenden Sprint-Duelle mit Dayot Upamecano boten etwas Unterhaltung.

Nach gut 27 Minuten hatte RB-Coach Julian Nagelsmann genug. Über Nationalspieler Lukas Klostermann wanderte ein Zettel mit neuen taktischen Anweisungen zu Angeliño. Unmittelbarer Effekt: Keiner. Dafür fand Leverkusen besser ins Spiel, hatte nun etwas mehr Ballbesitz. Gefahr im gegnerischen Strafraum brachte jedoch keines der Teams bis zur Halbzeit zustande.

Nach der Pause wurde es deutlich unterhaltsamer. Nkunku scheiterte noch mit seinem ersten Versuch, bekam den Ball jedoch zurück und drosch ihn nach einer kurzen Jonglier-Einlage in die Maschen. Für den Franzosen war es das dritte Saisontor und sein erstes seit Anfang Dezember. Leipzig drückte gleich auf das zweite Tor, Sabitzer verpasste zwei Minuten später nur knapp eine Flanke von Alexander Sörloth.

Bosz reagierte, brachte nun Schick und Karim Bellarabi für Daley Sinkgraven und Moussa Diaby. Zunächst ohne Effekt. Denn in einer Doppelchance traf Sörloth den Pfosten (62.) und den Nachschuss von Dani Olmo klärte Bayer-Torwart Lukas Hradecky mit einer Glanztat zur Ecke. Leverkusen hatte nun erhebliche Probleme mit dem Leipziger Gegenpressing, konnte sich nach Ballgewinnen kaum noch befreien.

In der Schlussphase investierte Bayer noch mehr nach vorn. Doch Schüsse flogen über das Tor, Kombinationen missglückten und Flanken wurden abgefangen. Leipzig beschränkte sich auf Konter, verteidigte mit allen Kräften die knappe Führung. Torhüter Peter Gulacsi rettete in seinem 150. Bundesliga-Spiel kurz vor Schluss noch überragend gegen Schick, der jedoch im Abseits stand (88.).

© dpa-infocom, dpa:210130-99-237475/4

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