Berlin

Trotz Rückzügen: Teams und DFL glauben an den E-Sport FIFA

Virtual Bundesliga       -  Eine Fußball-Bundesligisten haben sich aus dem E-Sport wieder zurückgezogen.
Eine Fußball-Bundesligisten haben sich aus dem E-Sport wieder zurückgezogen. Foto: Christoph Soeder/dpa

Schon vor dem Start der neuen Saison der VBL Club Championship rumort es in der deutschen FIFA-Szene.

Mit dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld haben zwei Teams ihren Rückzug aus dem E-Sport angekündigt - und fehlen damit im künftigen Wettbewerb an den Konsolen. Beim fränkischen Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth gab es Gerüchte über einen möglichen Rückzug.

Gründe für das Ausscheiden reichen von coronabedingten Sparmaßnahmen bis hin zu verfehlten Erwartungen. „Wir bedauern, dass einzelne Clubs sich für die kommende Saison von der VBL Club Championship abgemeldet haben”, sagte ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wurde die dritte Saison des Wettbewerbs für das kommende Jahr bestätigt. „Entsprechend werden wir auch weiterhin an der Entwicklung der VBL arbeiten, um Clubs, Spielern und Zuschauern einen attraktiven Wettbewerb anbieten zu können.”

Dass gerade zwei Erstligaaufsteiger ihre E-Sport-Abteilungen schließen, überrascht E-Sport-Journalist und Moderator Konni Winkler. „Sie werden in der neuen Spielzeit deutlich mehr Einnahmen erzielen und verzichten trotzdem auf ein weiteres Engagement im E-Sport. Vermutlich hat man den Aufwand für die Sparte unterschätzt. Oder die Rentabilität überschätzt”, sagte Winkler.

Warum FIFA als E-Sport für die Clubs interessant ist? „Sie sind nach wie vor der einfach erklärbare erste Schritt in den E-Sport”, sagt Winkler. „Wer Fußball kennt, versteht auch sofort FIFA.” Dennoch seien die Fußballsimulationen im Vergleich zu E-Sport-Platzhirschen wie League of Legends oder Counter-Strike deutlich weniger relevant.

An potenziellen Teilnehmern mangelt es deshalb bei der VBL Club Championship auch in Zukunft nicht. Grundsätzlich steht die Teilnahme allen Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga frei. In den ersten beiden Jahren des Wettbewerbs nutzten je 22 der 36 Teams dieses Startrecht.

Und in der kommenden Saison? Auf dpa-Nachfrage bestätigten 14 Clubs ihre Teilnahme - darunter Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04, RB Leipzig, der 1. FC Nürnberg und der Hamburger SV. Weitere erklärten, dass sie sich künftig ein Engagement vorstellen könnten.

Der SC Paderborn ist dahingehend schon einen Schritt weiter. Die Ostwestfalen bestätigten der dpa den Einstieg in den Wettbewerb. „Wir verstehen diese Ausweitung als eine Testsaison und werden uns auf die Plattform FIFA konzentrieren.” Statt auf etablierte Spielerprofis will Paderborn dabei auf junge Talente setzen.

Neben dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld fehlt im kommenden Jahr auch das Team der SV Wehen Wiesbaden - allerdings unfreiwillig. Weil das Team aus der 2. Liga abgestiegen ist, ist es nicht mehr teilnahmeberechtigt für den Wettbewerb.

© dpa-infocom, dpa:200803-99-20741/2

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